Mietfrage wegen Aquarium

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7 Antworten

Die 240 kg dürften nicht das Problem sein. Ich schlage vor eine zusatzversicherung gegen Wasserschaden aus dem Aquarium abzuschließen.

Da ein Aquarium nicht so selten ist, würde ich nicht weiter beim Vermieter nachfragen.

Ich denke mal das sich hier der Vermieter weniger Sorgen um das Gewicht als um das Wasser macht;-)

Ein Aquarium bzw. die Haltung von Zierfischen muß nicht vom Vermieter genehmigt werden.

Folglich ist auch kein Schriftstück nötig.

Was aber nötig wäre, ist eine Haftpflichtversicherung. Für den Fall das das Aquarium mal auslaufen sollte.

Naja es ist in der Altstadt und es ist Holzboden glaube ich.

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@dersuffi

Dann kann das Gewicht tatsächlich das Hauptproblem werden. Die Zierfischhaltung an sich ist generell nicht genehmigungspflichtig. Aber das Gewicht! Wenn Dein Vermieter eine Gesellschaft ist (Wohnungsbaugenossenschaft oder sowas), dann haben die sicherlich einen Baustatiker, der verbindliche Auskunft erteilen kann. Wenns ein Privatmann ist, der nur wenige Wohnungen vermietet, dann könnte das schwieriger werden. Bei ner Holzbalkendecke kannst Du Dich definitiv nicht unbesehen drauf verlassen, daß die Decke das doch recht erhebliche Gewicht (bei nem 200-Liter-Becken mußt Du incl. Unterschrank, Glas, Kies usw. mit locker 300 kg rechnen) auf Dauer verträgt. 300kg auf knapp einen halben Quadratmeter Fußbodenfläche entspricht mindestens 600kg pro qm, und das ist definitiv mehr, als man ohne Baustatiker-Rat unbedarft aufstellen darf. Du solltest Dich da echt absichern. Und - das hatte ich schon erwähnt - auf jeden Fall die Balkenlage ausnutzen. Dazu gehört ein Unterschrank, der das Gewicht auf die tragenden Balken im Fußboden verteilt.

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@Elchilein

Naja die Immbolien Firma hat gesagt das es geht wenn es an der Wand ist was ich auch vor hatte (weil da die traglast höher ist). Was kann ich zur Absicherung tun, außer mir das Schriftlich geben lassen und wegen der Haftpflichtversicherung zu fragen?

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@dersuffi

Ach so. Na, dann ist das doch schonmal was. Dann hast Du ja einen passenden Ansprechpartner. Dann formuliere das ganze nochmal schriftlich:"Sehr geehrte Damen und Herren! Wie bereits telefonisch besprochen, möchte ich gerne eine Aquarienanlage in meiner Wohnung, Beispielstraße 12, 1. OG links, an der in beiliegender Skizze bezeichneten Stelle aufstellen. Die Anlage wird eine Stellfläche von 100x40 cm einnehmen und ca 300 kg Gewicht haben. Die Balkenlage habe ich berücksichtigt. Bitte teilen Sie mir mit, ob aus baustatischer Sicht Bedenken bestehen". Und das Antwortschreiben einfach abheften. Das ändert aber nichts daran, daß die Fußbodendielen selbst das Gewicht definitiv nicht tragen können. Du mußt also auf jeden Fall herausfinden, ob die Holzbalken längs oder quer gehen und wo sie verlaufen. Bei Dielen sieht man das ganz einfach an den Nagelreihen im Fußboden. Die Last muß auf jeden Fall auf den Balken aufliegen.

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@Elchilein

Ich wohne selbst auf so einer Holzbalkendecke, und ich hatte früher selbst ein - sehr viel kleineres - Aquarium. Wenn ich durch die Wohnung gelaufen bin oder gar die Waschmaschine in der Küche anhatte, dann hat das Becken schon recht erheblich gewackelt, und die Fische haben blöd gekuckt (süddeutsche Schreibweise: geguckt).

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@Elchilein

Ach, noch was: Die Wohnung wird mit Sicherheit zweierlei Arten von Wänden haben: tragende und Nichttragende. Du solltest darauf achten, daß das Becken an einer TRAGENDEN Wand steht, denn die Nichttragenden sind wahrscheinlich einfach nur auf die Balken mit draufgestellt, an diesen Stellen ist die Stabilität den Fußbodens nicht so hoch. Aber deshalb solltest Du ja eine Skizze beifügen, wenn Du an die Immobilienleute schreibst.

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Empfehlenswert ist es jedoch, dass Du Informationen über die maximale Belastbarkeit des Bodens einholsst. Ein großes Aquarium, das die maximale Tragfähigkeit des Bodens überschreitet, kann zu nachhaltigen Schäden an der Wohnung führen, die vom Vermieter auch einklagbar sind.

Was mir noch einfällt: Wenn der Boden eine Holzbalkendecke ist, dann muß das Untergestell SEHR stabil sein. Denn solche Fußböden sind nie völlig eben, schon gar nciht unter Belastung. Und wenn dann das Untergestell ebenfalls etwas nachbiegt, dann kann sich das Becken verziehen und springen. Auch wenn Du versichert bist, aber das ist echt unangenehm, so ein Wasserschaden.

Will darunter Styropur machen oder was anderes damit es sich ausgleicht. Würde dies gehen?

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@dersuffi

Direkt unter dem Becken macht man ja ohnehin STyropor oder sowas. Aber bei dem Gewicht wird sich das Untergestell, wenn es nicht völlig eben und fest steht (was Du bei ner Holzbalkendecke vergessen kannst) auch verziehen, und das kann so ne Styroporplatte nicht ausgleichen. Also, was machen wir jetzt: Als allererstes mußt Du rausfinden, ob die Tragfähigkeit des Fußbodens ausreicht. Wenn Dein Vermieter schon sagte, 200kg gingen "gerade so" noch, dann hat er sich offensichtlich schonmal Gedanken gemacht. Wenn Dein Vermieter keinen Baustatiker hat, dann frage bei einer Zimmerei, einem Baugeschäft oder eben einem Statiker nach, ob die was Verbindliches sagen können. Und der Zimmermann/Bauschreiner/Tischler kann sicherlich auch gleich einen ausreichend stabilen Unterbau für Dein Becken zimmern. Ein Rechteck aus Bohlen, ordentlich zusammengefügt, auf dem man dann den Unterschrank stellen kann und das auch die (mit Sicherheit vorhandenen) Unebenheiten des Fußbodens kompensiert, wäre das Richtige.

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Wenn der Boden einbricht weil drei bis vier Menschen darauf stehen, gehört das Objekt abgerissen. Wenn der Boden das Gewicht von 4 Erwachsene (4x75kg) aushält ist alles in Ordnung. Denke aber daran niemals mehr als 5 Menschen einzuladen.

Das ist Unsinn. Manche Böden sind nur bis 150 kg pro qm belastbar, das ist zulässig bei Bestandsbauten. Und das Gewicht eines 200-Liter-Beckens verteilt sich nunmal nicht auf einen qm, sondern höchstens auf einen halben. Und auf einem halben qm stehen niemals vier oder fünf Leute gleichzeitig. Und in der Baustatik unterscheidet man Verlehrslasten und statische Lasten.

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@Elchilein

Leute, die irgendwo stehen, sind sogenannte "Verkehrslasten", also kurzzeitige Lasten, da ist mehr zulässig als bei ner statischen Last, die dauernd da stehen soll. Wichtig ist bei nem Holzfußboden, die Balkenlage auszunutzen und das Gewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen. Aber solange wir nicht wissen, was das da für ein Gebäude (Altbau, Neubau, Erdgeschoß usw) ist, ist das eh alles spekulativ.

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wenn schon gehört das Gebäude saniert!

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Normalerweise muss der Boden das aushalten, man braucht auch keine Genehmigung vom Vermieter für Aquarien, allerdings weiß ich nicht genau ob das auch für so ein Riesenbecken gilt^^ Das mündliche Ok des Vermieters wird aber sicher ausreichen.

Schriftlich wäre besser,............sicher ist sicher. Genau wie das Erinnerungsvermögen mancher Mieter nachlässt, gilt gleiches auch für manche Vermieter.

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@StupidGirl

Was soll dann alles in die Schriftliche Absicherung rein. Das die Vermieter die Schäden zahlen wenn was passiert oder nur das ich ein 200 l Aquarium aufstellen kann inklusive den neben gewichten?

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Wie Du schon ganz richtig festgestellt hast: Das Hauptproblem ist das Gewicht. Das kommt vor allem auf die Bauweise des Gebäudes an. Eigentlich brauchst Du keine Genehmigung vom Vermieter, wenn man mal von der Fußbodenbelastbarkeit absieht. Auf jeden Fall solltest Du aber Deine Haftpflichtversicherung und Deine Hausratversicherung benachrichtigen, die erweitern den Versicherungsschutz für lau oder zumindest für ganz kleines Geld.

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