Mieterschutzbund lohnenswert oder eher nicht?!

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8 Antworten

tja..und nun meine Frage,lohnt es sich in diesem Fall einer Mitgliedsschaft im Mieterverein ev.?!wenn ich mir die Preise so ansehe...

Lohnt sich in vielen Fällen.

Wenn Du noch keine Rechtsschutzversicherung hast, solltest Du eine Verein wählen, wo der Rechtsschutz schon inbegriffen ist.


Und zwar habe ich im Februar ein Brief von meiner Vermieterin erhalten in dem sie ankündigte meine Wohnung (ich bin normale Mieterin in einem Mietshaus) beabsichtigt zu verkaufen und sich als neue Miteigentümerin vorstellt.

Zunächst einmal musst Du gar nichts machen denn es gilt:

§ 566 Kauf bricht nicht Miete

(1) Wird der vermietete Wohnraum nach der Überlassung an den Mieter von dem Vermieter an einen Dritten veräußert, so tritt der Erwerber anstelle des Vermieters in die sich während der Dauer seines Eigentums aus dem Mietverhältnis ergebenden Rechte und Pflichten ein.

(2) Erfüllt der Erwerber die Pflichten nicht, so haftet der Vermieter für den von dem Erwerber zu ersetzenden Schaden wie ein Bürge, der auf die Einrede der Vorausklage verzichtet hat. Erlangt der Mieter von dem Übergang des Eigentums durch Mitteilung des Vermieters Kenntnis, so wird der Vermieter von der Haftung befreit, wenn nicht der Mieter das Mietverhältnis zum ersten Termin kündigt, zu dem die Kündigung zulässig ist.


Erst wenn ein Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist, kann er z.B. Eigenbedarf anmelden, aber nur wenn dieser Eigenbedarf berechtigt ist.

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Die Qualität der Rechtsberatung in Mietervereinen ist durchaus durchwachsen und hängt natürlich entscheidend von den Angestellten dort ab. Da kann man nicht grds. zu- oder abraten.

Wenn du eher in gutem Einvernehmen Mietrin bist, die alljährliche Betreibskostenabrechnung ordentlich und sachlich begründet keinen Anlass zu Beanstandungen hergibt, lohnt sich eher einer rechtssichere und belastbare Rechtsberatung bei einem Fachanwalt für Mietrecht im Einzelfall eher denn einen permanenter Jahresbeitrag von 70-90 Euro zu lesiten :-)

Zu deinem Fall:

  1. Du hast einen gültigen Mietvertrag. Der wäre mit den Neueigentümern unverändert fortzusetzen, allenfalls kann die Miete oder NK angepasst werden.

  2. Für den Fall des Eigenbedarfs hast du mindestens 6 Monate Kündigungsfrist. Die Gründe der EB-Kündigung kann man auf Rechtssicherheit prüfen lassen, ggf. Widerspruch erheben oder sich eben nach etwas anderem umsehen müssen, wenn die Käufer selbst dort rechtmässig einziehen möchten.

  3. Bei Zwangsversteigerung der Wohnung erlisch die Bestandsübernahmepflicht für den Erwerber.

Da würde ich erst einmal in Ruhe abwarten, was geschieht, wer kauft und mich dann kundig machen, wenn Kündigung eintrifft.

Hier sitzen nicht die schlechtesten Experten des Mietrechts, wenn man denn ersten Rat oder Einschätzung sucht und herausfinden möchte, ob eine Rechtsberatung bei einem Fachanwalt, max. 170 EUR Kostenaufwand, überhaupt lohnt.

Viel Glück :-)

G imager761

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Die Erläuterungen zur Fragestellung sind etwas unsortiert und tragen nicht dazu bei, dir generell zu raten in den Mieterbund einzutreten. Deine Wohnung ist in einer Wohneigentumsanlage durch eine Vermieterin an dich vermietet. Die Vermieterin will diese Wohnung verkaufen. Deine Bemerkung, du seiest normale Mieterin in einem Mietshaus passt da nicht. Dass das sich scheidenlassende Ehepaar mehrere Wohnungen verkaufen will, ist nicht relevant. Aber vielleicht sind die ehemaligen Ehepartner in Gemeinschaft deine Vermieter und nicht nur die Vermieterin? Dass dir die Wohnung zum Kauf angeboten wurde ist so ungewöhnlich nicht. Den Kauf durftest du ohne Konsequenzen für deinen MV auch ablehnen. Was willst du denn für einen Prozess machen? ich sehe hier keinen Grund für eine Klage. Was willst du denn "rechtlich gesehen " überhaupt machen? Es gibt offensichtlich noch keinen Erwerbswilligen.

Der Mieterbund kann in vielen Fragen helfen, aber welche Frage hast du denn?

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Ich finde auch, daß es sich lohnt, denn Du bekommst kompetente Rechtsauskunft, für die Du beim RA einiges mehr hinlatzen müsstet. Und zwar nicht nur einmal.

Erstmal bleibt Euer Vertrag unangetastet, aber es könnte natürlich sein, daß sie die Miete erhöhen.

Die können auch Eigenbedarf geltend machen, oder Euch wegen Unwirtschaftlichkeit kündigen oder modernisieren, da bleibt ihr zwar in der Wohnung, aber 11% der Kosten können auf Euch umgelegt werden :-(

Der Mieterverein kann Euch Fristen nennen und die Größenordnung von Mietminderungen oder Mieterhöhungen, oder welche Rechte Ihr bei Baumaßnahmen habt

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Mir hat der Mieterverein bei meiner früheren Vermieterin schon sehr oft weitergeholfen, wenn diese mich mit unsinnigen Wünschen und Forderungen "belästigt" hat......................die haben sie immer wieder auf den "Boden der Tatsachen" heruntergeholt. Von daher hat es sich für mich gelohnt, dort Mitglied zu sein.

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Ich finde es lohnt sich immer. Sei es nur für Beratung. Einige der Sachbearbeiter dort werden auch nur selbst aktiv wenn man deutlich darum bittet aber beratend sind sie in jedem Falle da und das ist doch schon eine Menge wert.

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also erstmal: ruhig bleiben. "Kauf bricht Miete nicht" ist der Merksatz, der für einen Mieter am Wichtigsten ist. Das bedeutet: Kauft jemand eine Mietswohnung, hat der Mieter erstmal nichts zu befürchten, denn der Mietvertrag gilt automatisch weiter. Auch eine Eigenbedarfskündigung geht erstmal (wenn ich mich richtig erinnere, in den ersten 3 Jahren) nicht.

Die Dame kann Dir natürlich die Wohnung zum Kauf anbieten, mehr aber auch nicht.

Andererseits lohnt sich die Mitgliedschaft im Mieterverein immer. Dort kannst Du z.B. auch kostenlos Deine Nebenkostenabrechnungen prüfen lassen. Ich habe dadurch und durch andere Rechtsfragen schon mehrere hunder EUR gespart.

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Kauf bricht nicht den Mietvertrag. Bestehe doch erst mal darauf. Die könnten allerdings Eigenbedarf geltend machen. Wenn die das tun kannst Du einen Anwalt frage oder den Mieterverein, ist dann vielleicht die preiswertere Lösung.

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