Mieterrecht Lüftung im Keller?

9 Antworten

Hallo feni,

dazu müßtest du dich erst mal beim Vermieter erkundigen, wie die genaue Situation ist. Dass der Entfeuchter einfach nur an den Allgemeinstrom angeschlossen wurde und die Mieter den mitbezahlen ist nur eine Möglichkeit, das muss aber nicht so sein.

Solche Geräte, zumindest die professionellen, haben einen Stromzähler im Gerät eingebaut. Somit kann der Verbrauch des Geräts dann abgezogen werden für die Nebenkostenabrechnung, was dann keine Nachteil für dich wäre. Falls es beispielsweise ein Wasserschaden war, zahlt dies dann sogar die Gebäudeversicherung.

Daher ruf den Vermieter doch einfach mal an und frag freundlich, wie es denn mit dem Gerät und dem Stromverbrauch gehandhabt wird. Du kannst dann auch fragen, ob er denn plant, gegen die Ursache der Feuchtigkeit etwas zu unternehmen. Die Frage ist ja auch von daher berechtigt weil du vielleicht Sachen im Keller gelagert hast, die nicht kaputt gehen sollen.

Ich finde es nicht richtig, dem Vermieter Vorwürfe oder Belehrungen zu machen, bevor man nicht den Stand der Dinge kennt. Das kann nur Unmut schüren, was ja gar nicht die Absicht ist.

Der Vermieter darf nur solche Kosten umlegen, die regelmäßig wiederkehrend entstehen.

Läuft hier nun für ein gewissen Zeitraum ein Entfeuchter, dann sind diese "Betriebskosten" nicht regelmäßig wiederkehrend und somit nicht umlagefähig.

Ich würde den Vermieter mal fragen, wie er diese Kosten aus dem Allgemeinstrom herausrechnen will.

Durchaus möglich, dass an dem Gerät ein Zwischenzähler verbaut ist.

Etwas Feuchtigkeit befindet sich in Kellerräumen fast immer. Das ist normal, und das gelegentliche Belüften durch die Kellerfenster reicht da aus.

Bei extremer Feuchtigkeit liegt ein Baumangel vor, und so etwas ist dann ausschließlich ein Problem des Eigentümers, der auf eigene Kosten für Abhilfe zu sorgen hat.

Wenn er ein Gerät einsetzt, daß erhebliche Stromkosten verursacht, dann muß er diesen Verbrauch gesondert erfassen und darf die Kosten nicht auf die Mieter umlegen.

Mir ist ein Fall bekannt, wo Wasser in die Kellerräume eingedrungen war und der Vermieter versucht hat, die Stromkosten für aufgestellte Heizlüfter über die Heizkostenabrechnung in der Rubrik Stromkosten auf die Mieter umzulegen. Dieser Anteil machte 30 Prozent der Heizkosten aus. Der Vermieter blieb in der Folge nicht nur auf diesen Kosten sitzen, sondern zusätzlich auch noch auf einem nicht unerheblichen Teil der sonstigen entstandenen Heizkosten.

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