Mieterhöung trotz dauer baustelle?

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5 Antworten

wie hoch stehen da die Chancen das zu verhindern.

Wenn der Normalzustand der Wohnung (ohne Baustelle) entsprechend dem Mietspiegel diese 15 % zulassen, stehen die Chancen bei ziemlich genau 0 %.

Wird saniert, kann keine Mieterhöhung aufgrund der Sanierung verlangt werden. Höchstens, für einen evtl. Modernisierungsanteil.

Ist bei so einen Zustand die Begründung, das vergleichbare Wohnungen
teurer sind und man deswegen die Miete anhebt zu rechtfertigen.

Ausschlag gebend ist bei so etwas der Mietspiegel, aber offenbar gibt es damit in Berlin derzeit ein Problem. Somit muss auf konkrete Vergleichsmieten hingewiesen werden. Liegen diese vor, spielt der momentane Zustand als Baustelle erst einmal keine Rolle.

Musst Du schon so lange in einer Baustelle leben und hast immer brav die Miete bezahlt, gibt es deshalb nur einen Weg:

Mieterhöhung akzeptieren, sofern das Verlangen rechtlich korrekt gestellt wurde und im gleichen Zug die Miete um den Erhöhungsbetrag aufgrund der Baustelle mindern.

Fakt ist doch, dass Dir der bisherige Preis angemessen erschien und Du deshalb gar nicht an eine Mietminderung gedacht hast. Wird um 15 % erhöht, fällt die Minderung in Prozent gerechnet beim gleichen Betrag etwas geringer aus und dürfte somit bei dem beschriebenen Zustand problemlos durch gehen. Nun ist der Vermieter gehalten, die Baustelle endlich zu beenden und dann musst Du auch die neue Miete bezahlen.

Gefällt Dir das dann immer noch nicht, musst Du neue Wohnung suchen.

Mieterhöhung und Mängel der Mietsache sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wegen der Mängel darfst du die Miete mindern (auch die nach Wirksamwerden der geforderten Mietanpassung).

Ist das Mieterhöhungsverlangen formell korrekt, kommst du um die erforderliche Zustimmung nicht drum rum. Der Vermieter dürfte auf Zustimmung klagen.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/

Hier kannst du schauen, ob deine Miete angemessen ist. Da werden Bauarbeiten miteinbezogen.

Mieterbund/Mietergemeinschaft sind auf jeden Fall gut, wenn du eintrittst, wenn du schon in einem Streit bist, übernehmen sie nicht diese kosten. wenn das alle so machen würden, wären die schon pleite. Beraten tut jedenfalls die Mietergemeinschaft sofort.

^Hat jemand Erfahrung mit den Mieterschutzbund Berlin. Wäre es ratsam sich bei den zu melden?

Würden sie überhaupt helfen wen man noch kein Mitglied ist, sich dann aber einschreibt oder gibt es fristen wie bei Versicherungen z.B.

Ich würde die Mieterhöhung zurückweisen und ein paar BGH-Urteile zitieren. Dann würde ich mich im Haus für eine Petition stark machen die alle Nachbarn unterschreiben und die dem Schreiben anheften. Dann würde ich mir aufgrund des Zustands der letzten Jahre eine Mietminderung in Höhe von 20% der Miete einfordern. Das würde ich mir als Rückwirkend für die letzten Jahre einfordern. Und für die Zukunft die 20% weniger zahlen. Dafür würde ich auch nochmal einige BGH-Urteile zitieren.

bwhoch2 30.06.2017, 16:58

Positiv statt negativ gedrückt!

Ich würde die Mieterhöhung zurückweisen und ein paar BGH-Urteile zitieren.

Nett zu lesen, mehr nicht.

Dann würde ich mich im Haus für eine Petition stark machen die alle Nachbarn unterschreiben und die dem Schreiben anheften.

... sodass man dann der Querulant im Haus ist mit allen "Vorteilen", die sich aus solch einem Titel ergeben.

Dann würde ich mir aufgrund des Zustands der letzten Jahre eine Mietminderung in Höhe von 20% der Miete einfordern. Das würde ich mir als Rückwirkend für die letzten Jahre einfordern.

Kannst Du gerne fordern, nur rückwirkend geht leider nicht.

Und für die Zukunft die 20% weniger zahlen.

Wieso gerade 20 % und nicht 50 oder 5 Prozent?

Dafür würde ich auch nochmal einige BGH-Urteile zitieren.

... die vermutlich nicht zum Einzelfall passen.

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smaccy 30.06.2017, 21:41

Aha...na du musst es ja wissen...wer aber bei Mietangelegenheiten Angst hat als Querolant dazustehen braucht sich auch nicht wundern, wenn dann auch nichts passiert! 50% gehen nicht, da 20% max. zulässig sind. Komisch das du das nicht weißt.
Wenn dem so ist, dass man es nicht rückwirkend fordern kann, ist das schade. Würde ich mich aber dennoch nochmal hinsetzen und dies überprüfen. Ich finde es immer gut bei solchen Dingen Gegenwind zu erzeugen. Man sollte sich nicht alles gefallen lassen.
Ganz viel Liebe und Kuss auf die Eichel <3

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albatros 02.07.2017, 14:32

Das tut so richtig weh, wenn man deine Antwort liest. Sie ist weit entfernt von Recht und Gesetz und natürlich von einer hilfreichen Antwort entsprechend. Vor Gericht würde der Mieter sang und klanglos untergehen (verlieren).

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smaccy 02.07.2017, 17:57

Begründe deine Aussage doch bitte. Dann können andere sogar noch davon profitieren und halt dich fest: Ich kann evtl. sogar noch etwas dazu lernen...! Ich bin gespannt auf deine Antwort. Bitte ausführlich begründen ;)

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smaccy 05.07.2017, 22:52

Nein? Dacht ichs mir doch

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