Mieterhöhung wg höherer Handwerks- und materialkosten

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12 Antworten

Was bisher geschrieben wurde, wird der Sache nicht gerecht. Es geht hier nicht um eine Mieterhöhung wegen Modernisierung, sondern die Begründung ist der Standardgrund, den Vermieter einfach haben: Alles wird teurer, insbesondere auch die Handwerker usw. usw. Als Begründung für eine Mieterhöhung taugt so etwas rein rechtlich überhaupt nicht. Er müßte glaubhaft machen, dass das Mietniveau für vergleichbare Wohnungen im Allgemeinen um 18 % höher ist, als er bisher bekommt. Nach Begründung hast Du schon gefragt. Diese reicht vollkommen aus, um der Mieterhöhung nicht zu zu stimmen. Einfach ablehnen! Der Vemieter muss nun zu einem Anwalt gehen und der wird aufs neue versuchen, eine Mieterhöhung zu verlangen. Diesmal aber völlig korrekt. Vielleicht nicht gerade 18 %, aber vielleicht 10 oder 12 %, also in einer Höhe, die aufgrund von Vergleichsmieten oder Mietspiegel gerechtfertigt ist. Wenn Du jetzt wieder ablehnst, geht es vor Gericht und dann wirst Du verurteilt, die Mieterhöhung zu akzeptieren und zwar von dem Zeitpunkt an, für den sie korrekt verlangt wurde, also ggf. auch rückwirkend. Zusätzlich hast Du noch die Prozesskosten am Bein. Also beide Anwälte und die Gerichtskosten. Oder man einigt sich auf einen Vergleich und jeder zahlt anteilig. Dennoch ist in so einer Sache jeder Euro zuviel, den Dritte kassieren. Prüf doch bitte, in welcher Höhe eine Mieterhöhung unter Berücksichtigung von vergleichbaren Wohnungen in der Umgebung gerechtfertigt ist. Anhaltspunkte liefert z. B. Immoscout24. Mach dann Deinem Vermieter einen Vorschlag und einigt Euch in Frieden. Dann seid ihr beide zufrieden und könnt das Geld für Anwälte und Gericht sparen.

Deine Interpretation des Mietrechtes, insbesonder zum Thema Mieterhöhung, ist erstaunlich falsch und erst recht nicht hilfreich.

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Die Matereal-Und Handwerkskosten sind in den letzten Jahren sehr gestiegen.Wie Ihnen ja bekannt ist, kann ich sehr viele Arbeiten nicht mehr selbst verrichten , sondern muss sie vergeben."

Das ist, bei allem Verständnis für evtl. Gebrechen des Vermieters, kein Grund die Miete zu erhöhen. Und mit Modernisierung hat das auch nichts zu tun.

Das Mieterhöhungsverlangen ist aus mehreren formalen Gründen unwirksam. Du brauchst nix zu tun, nur abwarten. Sollte der Verm. irgendwann fragen oder mahnen oder klagen, sollte deine Antwort sein: "Die Mieterhöhung ist unwirksam, weil sie nicht der Rechtslage entspricht". Mehr nicht. Einen möglichen Rechtsstreit verliert nach der jetzigen Sachlage der Vermieter.

Zunächst habt ihr keine Mieterhöhung erhalten sondern wahrscheinlich nur ein Mieterhöhungsverlangen des Vermieters. Da die Begründung nicht rechtswirksam ist, solltet ihr auf keinen Fall eine Zustimmung bekunden. Wenn der Vermieter meint, dass dieses Verlangen auf der Grundlage des BGB erfolgte, dann muss er diese Vertragsänderung vor Gericht einklagen und verlieren. Bleibt schön im Sessel sitzen und lasst die Dinge auf euch zukommen. Übrigens muss der Nachbar nicht mit einem Mieterhöhungsverlangen des Vermieters gleichzeitig konfrontiert werden.

in dem schreiben stand, das er den mietzins erhöht und ab nov. sollen wir halt mehr zahlen. ich hab nur den erhalt des schreibens bestätigt, weil ich ja nachfragen musste warum bzw was er unter allgemeiner verteurung versteht. und heut kam das schreiben im vorpost

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@Talina312

Auch wenn in dem Schreiben steht, dass er den Mietzins erhöht, dann ist das eine einseitige Vertragsänderung, die für euch und ihn rechtsunwirksam ist.

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@mitgedacht

Laut BGB §558a (5) ist die Erhöhung unwirksam, weil die Begründung des Vermieters nicht zutrifft.

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Gehe vollkommen konform, s. auch meine Antwort.

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Kosten für Arbeiten am Haus dürfen nur auf die Miete umgelegt werden, wenn sie der energetischen Moderniserung der Wohnung dienen. und auch dann durfen sie mit maximal 11% der rechnungssumme auf die Jahresmiete anrechnen...

lg, anna

PS: eine mieterhöhung ist auch ohne begründung mögiich, allerdings in sehr beschränktem umfang. dabei sind neben dem mietspiegel auch vergangene erhöhungen der letzten 36 monate relevant.

dafür brauch ich aber ne rechnung, sonst kann ich ja keine 11 % ausrechnen. die mieterhöhung beträgt 18% der kaltmiete , wenn wir drauf eingehen

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@Talina312

Talina, das trifft für dich nicht zu. Verschwende daran keine Gedanken.

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Eine Mieterhöhung muss immer genau begründet werden. Offensichtlich hat der Vermieter das nicht gemacht. Damit wäre diese Mieterhöhung formaljuristisch unwirksam. Lassen Sie ihn in dem Glauben, sie würden die Mieterhöhung zahlen und teilen Sie im letzten Moment mit, dass sie das nicht tun. So gewinnen Sie Zeit.

Eine Mieterhöhung wegen gestiegener Materialkosten Handwerkerkosten ist in jedem Fall nicht korrekt. Er kann lediglich die Mieterhöhung mit der ortsüblichen Vergleichsmiete begründen. Wenn es in Ihrem Ort einen Mietspiegel gibt, dann muss er sich darauf beziehen. Der kann dann innerhalb von drei Monaten die Nettokaltmiete um maximal 20 % erhöhen. Dafür braucht er keine Begründung außer den Mietspiegel. Der Vermieter kann weiterhin Mieterhöhungen alle 15 Monate folgen lassen, jedoch nicht über diese 20 % in drei Jahren.

Lassen Sie den Vermieter darüber ruhig im Unklaren. Wenn er sich darüber selbst nicht schlau macht und keine Fachleute (Hausverwaltung) damit beauftragt ist das sein Problem. Reagieren Sie nur auf Mieterhöhungsschreiben, indem Sie die Mieterhöhung ablehnen am letzten Tag der Frist, wenn die Mieterhöhung nicht rechtens ist.

Also es ist nichts am Haus bzw in unserer Wohnung gemacht worden.Unser Nachbar hat keine Mieterhöhung erhalten.Die erhöhung besitzt sich laut Schreiben nur auf die Kaltmiete, NK sind extra.zu dem Punkt wir können nichts reparieren, das wir wir als Mieter reparieren müssen laut Mietvertrag , tun wir auch.

so ist es ,der nachbar müsste auch eine erhöhung bekommen und ist aus meiner sich nicht rechtens ,darüber kann man sich auch schleu googln unter -mietrecht-sanierungkosten umlegen auf mieter -,oder sich erkundigen bei dem mieterschutzbund -mietervereine-mieterverband - aber ich denek auch die verbraucherzentrale kann auskunft darüber geben und würde einfach mal anrufen ,oder vorbei gehen und ist kostenlos was ich bei den mieterverein usw. nicht sagen kann ,oder nicht genau weiß . ein vermieter kann modernisierungskosten und instandhaltungskosten zum teil auf die mieter umlegen und gibt es regelungen drüber ,sie man nachlesen kann und wenn er etwas auf die mieter umlegt ,müssen es alle mieter sein und ist ansonsten unlogisch und nicht rechtens . ich hoffe es hilft dir und viel glück.

Keines dieser Argumente ist in diesem Fall eine Begründung für das Mieterhöhungsverlangen. Der Mieterhöhung muss nicht zugestimmt werden.

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hi, wenn keine modernisierungsmaßnahmen durchgeführt sind wie z.b. neue Fenster Türen neue Heizungsanlage usw... ist die Mieterhöhung falsch

Handwerkerrechnungen sind vom Vermieter zu zahlen. Wenn sie der Erhaltung der vermieteten Wohnungen dienen, darf er im Zuge einer normalen Mieterhöhung die Miete anheben. Er muss dir aber nicht erklären, was er gezahlt hat.

Eine Mieterhöhung ist nach den üblichen Regelungen unter bestimmten Umständen sogar jedes Jahr möglich!

soviel mir bekannt ist, wäre dies kein Grund zur "Mieterhöhung" sondern könnte bestenfalls auf die "Nebenkosten" - Material-Handwerkskosten/Instandhaltung gelegt werden.

Diese müssten dann bei der nächsten Abrechnung definiert werden.

LG

Instandhaltungs-/-setzungskosten sind nicht umlagefähig. Dafür muß der Eigentümer allein aufkommen.

Jedenfalls in Deutscheland

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@anitari

leider ein allgemeiner Irrtum - auch in "Deutscheland"... denn:

"Kleinreparaturen" oder "Bagatellreparaturen" und deren Materialkosten dürfen sehr wohl über Material/Handwerkskosten/Instandhaltung umgelegt werden....

Nachdem der Vermieter diese Arbeiten sichtlich vorher selbst vornahm, ist zu erwarten, dass es sich dabei um besagte "Bagatellen" handelte.....

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@tintoretto

Kleinreparaturen" oder "Bagatellreparaturen" und deren Materialkosten dürfen sehr wohl über Material/Handwerkskosten/Instandhaltung umgelegt werden....

Aber nur wenn eine entsprechend wirksame Klausel dazu im Mietvertrag steht.

dies ist sogar WIKI zu entnehmen....

Bei Wiki ist nicht immer alles richtig.

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@johnnymcmuff

wem sagst du das! ;-) (Bin seit Tagen am "mitverbessern" grauenhafter Fehler!) - aber in diesem Punkte stimmt es - kannst auch bei div. "Mietverbänden" in den Links nachsehen!

LG

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Handwerker entstehen ja nicht zwangsläufig durch Modernisierung, sondern eben durch ganz normale Reparaturen. Aber wenn das in den NK als Erhöhung kommen soll, muss das schon auf alle Parteien umgelegt werden.

In den Nebenkosten können keine Reparaturleistungen an den Mietsachen enthalten sein.

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@Gerhart

Hm, für konkrete, einzelne Reapraturen versteh ich das, aber wie ist das generell? Angenommen der Vermieter habe als Hausmeister fungiert und alles selbst instand gehalten. Jetzt kann er das nicht mehr, d.h. es ist vorauszusehen, dass generell Mehrkosten entstehen, wenn jedes Mal eine externe Firma kommen muss. Wird sowas dann nicht pauschal eingepreist?

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