Mieterhöhung von € 230,- auf € 300? Ok oder zu viel?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Eine Mieterhöhung ist bis maximal 20 % innerhalb von drei jahren zulässig!

Siehe folgender Beitrag:

Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete Die ortsübliche Vergleichsmiete wird abgeleitet aus den Mieten, die im Zeitraum der letzten 4 Jahre erzielt wurden. Diese Miethöhe ist also nicht identisch mit der aktuellen Marktmiete, sondern ist ein repräsentativer Querschnitt der Mietpreise, die für vergleichbare Wohnungen gezahlt werden.

Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist.

Die bisherige Miete muss also zu dem Zeitpunkt, zu dem die Mieterhöhung eintreten soll, mindestens 15 Monate unverändert sein (§ 558 Abs. 1 BGB).

Erhöhungen aufgrund von Modernisierungen sowie von Betriebskosten- und Kapitalkostenerhöhungen sind dabei ohne Belang.

Außerdem ist die Kappungsgrenze bei der Mieterhöhung zu beachten. Danach darf der Vermieter die Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 Prozent erhöhen.

Mieterhöhungen wegen Modernisierung oder wegen gestiegener Betriebskosten werden bei der Kappungsgrenze ebenfalls nicht berücksichtigt.

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/mieterhoehung-grundlagen.htm


Vermieter sprach von Ergöhung im gesetzl. Rahmen .

Die Zustimmung zur Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete kann der Mieter laut Bürgerlichem Gesetzbuch (§ 558) nicht verweigern.

Der Vermieter muss die Mieterhöhung begründen, indem er entweder auf einen Mietspiegel, eine Mietdatenbank, ein Sachverständigengutachten oder drei Vergleichswohnungen Bezug nimmt.

Hier hat er also schon mehrere Fehler gemacht:

  • Das Mieterhöhungsverlangen wurde nicht schriftlich gemacht

  • Die Höhe der Mieterhöhung liegt über dem gesetzlichen Rahmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im gesetzlichen Rahmen darf der Vermieter die Miete (Kaltmiete wohlgemerkt) alle 3 Jahr, ohne jegliche Modernisierungsmaßnahmen, um 20 % erhöhen. Aber nur bis zum örtlichen Mietspiegel oder der örtlichen Vergleichsmiete.

20 % wären hier 46 €.

Vermieter sprach von Ergöhung im gesetzl. Rahmen .

Was der Vermieter "spricht" ist unwichtig. Er muß es im Mieterhöhungsschreiben eindeutig angeben.

Mehr zu Thema hier

http://ratgeber.immowelt.de/wohnen/recht/mietrechtslexikon/artikel/artikel/mieterhoehung-modernisierungs-mieterhoehung.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Mieterhöhung ist schriftlich zu begründen. Im Allgemeinen wird dabei die "ortsübliche Miete" genannt. Der Vermieter muss aber drei vergleichbare Mietpreise pro Quadratmeter nennen und nachweisen.

Darüber hinaus ist in einem Zeitraum von 3 Jahren nur eine Mieterhöhunh um maximal 20 % erlaubt.

Fazit:

Die Mieterhöhung ist unwirksam und du solltest sofort schriftlich der Mieterhöhung widersprechen. Du brauchst dem Vermieter natürlich nicht sagen, was du weißt, sondern kannst dich genauso lapidar wie er auf die gesetzlichen Vorschriften berufen.

Er kann auch ohne deine Zustimmung nicht einfach erhöhen, sondern muss hier auch Fristen beachten.

weitere Infos hier:

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/mieterhoehung-grundlagen.htm

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich weiß ja nicht, seit wann dein Mietvertrag läuft!

Kappungsgrenze: Der Vermieter muss zwei Obergrenzen beachten. Zum einen darf er nicht mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete fordern. Zum anderen darf die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 20 Prozent steigen (Kappungsgrenze).

Quelle: http://www.mieterbund.de/mieterhoehung.html

In deinem Fall sind es etwas mehr als 30 %

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Otilie2 27.03.2012, 18:30

Es sind 70 qm und die Miete wurde seit bestimmt 25 Jahren nicht erhöht. Es wurden aber auch keinerlei Verschönerungsarbeiten von Seite des Vermieters gemacht : keine neuen Böden, Fenster, Badezimmer etc.

0
tinafritz1992 28.03.2012, 10:12
@Otilie2

Trotzdem darf er nur 20 % in 3 Jahren erhöhen! Ich würde mich an einen Mieterschutzbund wenden!

0

Für alle anderen Wohnungen gilt das Miethöhegesetz (MHG). Demzufolge muss dem Mieter die Mieterhöhung schriftlich zugehen und vom Vermieter eigenhändig unterschrieben sein. Ausnahme: Wurde das Formular von der Hausverwaltung per Computer erstellt und bleibt es dann unverändert, genügt eine maschinelle Unterzeichnung. Doch muss der Vermieter in jedem Fall seine Forderung so begründen, dass der Mieter selbst prüfen kann, ob sie berechtigt ist. Zahlt der Mieter keine Netto-Miete, sondern sind darin Betriebskosten enthalten, müssen die zuvor herausgerechnet werden.

Grundlage jeder Mieterhöhung ist Paragraph 2 MHG. Maßgeblich sind dabei drei Faktoren: Jahresfrist, Kappungsgrenze und ortsübliche Vergleichsmiete. Zunächst sollte man also in seinen Unterlagen nachsehen, wann die letzte Mieterhöhung kam. Denn zwischen zwei Forderungen gilt eine Sperrfrist von 12 Monaten - ausgenommen sind Modernisierungsumlagen oder Betriebskostensteigerungen.

Damit Mieterhöhungen nicht ausufern, muss der Vermieter eine "Kappungsgrenze" einhalten. Das bedeutet: Innerhalb von drei Jahren darf die Miete nicht mehr als um 30 Prozent steigen. Der Vermieter kann die Mieterhöhung allerdings nur dann durchsetzen, der dritte Faktor, wenn der Mieter bisher weniger zahlte, als für vergleichbaren Wohnraum üblicherweise gezahlt wird. Verglichen wird Wohnraum hinsichtlich Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage.

(Quelle: tagesspiegel.de)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

habe deine Kommentare gelesen. Der Vermieter hätte die Miete max. um 20% erhöhen dürfen, d.h. um 46 €.

In seinem Mieterhöhungsverlangen sollten die gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt sein. Wenn du natürlich schon 25 Jahre dort wohnst und noch nie eine Mieterhöhung hattest, die Miete mit 300 € Kalt noch im Rahmen des allgemeinen Mietspiegels liegt, könntest du fairerweise die Erhöhung anerkennen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Otilie2 29.03.2012, 17:39

Ist die Wohnung meines Vaters und ich denke er wird die Mieterhöhung akzeptieren.

0

Kommt auf die Grösse an. Aber eher zu viel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Otilie2 27.03.2012, 18:28

Es sind 70 qm und die Miete wurde seit bestimmt 25 Jahren nicht erhöht. Es wurden aber auch keinerlei Verschönerungsarbeiten von Seite des Vermieters gemacht : keine neuen Böden, Fenster, Badezimmer etc.

0
helmutgerke 27.03.2012, 18:52

Kommt auf die Grösse an

sicherlich etwas unglücklich ausgedrückt, denn nicht die Wohnungsgröße ist ausschlaggebend, sondern u.a. die Kappungsgrenze von 20% innerhalb von 3 Jahren

0

Erlaubt sind 20 %. Die Antwort lautet: Es ist nicht OK.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?