Mieterhöhung um 14%?

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9 Antworten

Es kommt darauf an, welchen Standard die Wohnung hat und in welchen Verhältnis der geforderte Preis zum aktuell im Mietspiegel ausgewiesenen Durchschnittspreis für vergleichbare Wohnungen steht. Falls grundlos eine erheblich über dem Mietspiegel liegende Miete gefordert wird, wird der Vermieter auch mit einer Klage keinen Erfolg erzielen. Meine Empfehlung wäre ein Besuch beim lokalen Mieterverein, dort wird meist auch eine kostengünstige oder -lose Beratung angeboten, in der man eine erste Einschätzung bekommen kann - oder man beauftragt gleich einen auf Mietrecht spezialisierten Anwalt mit der Interessensvertretung, was allerdings deutlich teurer ist.

Ich bin mir jetzt nicht sicher ob die Miete schon nach einem Jahr erhöht werden kann (sieht nach Lockangebot aus). Falls er aber die Miete erhöhen kann, darf und macht, dann würde ich mit den von Dir aufgezählten Mängeln (Fenster undicht, Böden kaputt) die Miete nach einer schriftlichen Ankündigung entsprechend mindern.

Mein bester Rat ist aber: Such Dir eine andere Wohnung, Du wirst mit so einem Vermieter immer Probleme haben.

gehe sofort mal zum Mieterschutzbund und erkundige Dich dort.Wir haben in unserer Stadt auch einen Mietspiegel von 6,10 Euro.Ich habe das Haus nach dem Tod meiner Mutter bekommen.Es ist denkmalgeschützt.Ich habe die Mieten auf 5,30 Euro gesetzt.Weil es eben ein altes Haus ist.Es ist zwar super in Ordnung,aber alles andere finde ich als Wucher.LG

scheinbar haben nicht alle vermieter so ein gewissen. ich empfinde diese erhöhung und den m2-preis auch als wucher. dass so etwas scheinbar rechtens ist, schockiert mich etwas

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ja sie darf maximal 20 % erhöht werden. Er sollte dir aber auch 3 Vergleichswohnungen nennen, die deiner ähnlich sind und ähnlich teuer wie der neue Mietpreis. Daran kannst du dann erkennen, dass die Miete ortsüblich ist.

Grundsätzlich sind innerhalb 3 Jahren bis zu 20% Kaltmieterhöhungen, da in Anlehnung an den Mietspiegel zulässig.

Mängel in/an der Wohnung haben mit der Mieterhöhung nichts zu tun. Mietminderungen . sofern diese auf Mängel bezogen, berechtigt sind, müssen angezeigt und die Mietminderung angekündigt werden.

Das ist Kurzform, im Ernstfall wird da wohl Mierterbund- oder REA- Unterstützung nötig sein.

ja, ist im rahmen noch, wenn du keine erhöhung in der letzten zeit hattest, meine 20% in 3 jahren oder so

wenn du ihr widersprichst, zählt das als kündigung mit speziellen fristen...

du kannst dich auch dagegen wehren, dann wird halt festgestellt, ob sie begründet ist

Das Mieterhöhungsbegehren würde ich nicht anerkennen. Allein als Begründung auf den Mietspiegel verweisen, genügt nicht.

in dem schreiben steht, dass es gemäß §558 a Abs. 4 BGB zur begründung ausreicht, auf den mietspiegel zu verweisen, weil die verlangte miete innerhalt der spanne des maßgeblichen mietfeldes liegt. sie würde unter einer kappungsgrenze von 20% gem- § 558 Abs. 3 BGB im gesetzlichen rahmen liegen.

ich kenne mich da leider nicht aus, schreiben können die mir natürlich viel in der hoffnung, dass ich einfach akzeptiere.

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Wenn der Mietspiegel eine Mieterhöhung hergibt, ist diese zulässig. Mängel an der Mietsache sind eine ganz andere Sache.

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Allein als Begründung auf den Mietspiegel verweisen, genügt nicht

Doch, genau so ist es im BGB vorgeschrieben...

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ist eine so drastische erhöhung rechtens

Ja, falls in den letzten drei Jahren um nicht mehr als 6 % erhöht wurde, insgesamt 20 % in drei Jahren...

muss ich das

Wenn die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten wurden, musst Du das, ja...

was passiert, wenn ich das nicht tue

Dann klagt der Vermieter auf Zustimmung...

kann ich mich irgendwie dagegen wehren oder muss ich es einfach akzeptieren

Du brauchst ja nicht zustimmen. Da allerdings anscheinend die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten wurden, wirst Du damit nicht durchkommen...

wie das in den letzten drei jahren war, weiß ich nicht. ich wohne hier erst seit einem jahr.

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@flueschi

Dann ist bei Deinem Mietverhältnis die Miete in den letzten drei Jahren logischerweise nicht erhöht worden, und die Erhöhung somit gerechtfertigt...

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Auch wenn die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten wurden, kann eine Mieterhöhung unzulässig sein. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die geforderte Miete zu der im aktuellen Mietspiegel für vergleichbare Wohnungen ausgewiesenen Durchschnittsmiete in einem erheblichen Missverhältnis zu Lasten des Mieters steht, ohne dass hierfür ein Grund besteht. In dem Fall wäre auch einer Klage auf Zustimmung kein Erfolg beschieden.

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@Stan82

Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die geforderte Miete zu der im aktuellen Mietspiegel für vergleichbare Wohnungen ausgewiesenen Durchschnittsmiete in einem erheblichen Missverhältnis zu Lasten des Mieters steht

Da sich der Vermieter in seiner Erhöhung auf dem Mietspiegel stützt, kann dies ja hier nicht der Fall sein...

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@XtraDry

Selbstverständlich kann das der Fall sein. Nur weil der Vermieter der Meinung ist, die Erhöhung sei verhältnismäßig, muss das ein Gericht noch lange nicht genauso sehen. Ich habe mich schon persönlich in einem Fall erfolgreich gegen ein solches Mieterhöhungsverlangen gewehrt.

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@Stan82

Sorry, aber da der Mietspiegel als ALLEINIGE Begründung für eine Mieterhöhung ausdrücklich gesetzlich zulässig ist, würdest Du spätestens in der Berufungsinstanz scheitern, denn die Verhältnismäßigkeit der Erhöhung wird ja gerade durch den Mietspiegel nachgewiesen. Wie hoch diese maximal sein darf, ist dort ziemlich genau festgeschrieben. Immer davon ausgehend, dass der Mietspiegel auch korrekt angewendet wurde und die darin festgelegten Kriterien erfüllt sind, aber das muss ja bereits in dem Erhöhungsverlangen dargelegt und erläutert worden sein. Es gibt immer wieder Amtsrichter, die sich eher als Könige in Ihrem Kleinkönigreich fühlen und meinen, Gesetze nach Gutdünken auslegen zu können, aber wie gesagt, mit einem hartnäckigen Vermieter würdest Du spätestens in der Berufung scheitern. Und bei mir hätte der Richter bei derart grober Fehlauslegung von Gesetzen auch gleich noch eine Dienstaufsichtsbeschwerde am Hacken...

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Wenn in deinem Mietvertrag nix drinne steht kann der Vermieter es nicht machen. Ohne Gründe sowieso nicht....

  1. muss nicht im mv stehen
  2. grund ist genannt, mietspiegel
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Selbstverständlich kann er das, genau so ist es im BGB vorgesehen...

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