Mieterhöhung ortsübliche Vergleichsmiete?

4 Antworten

Abgesehen davon, dass die Kappungsgrenze überschritten ist und die höhere Miete erst ab 1.4.2019 zu zahlen verlangt werden dürfte, ist doch hier festzustellen, dass das Mieterhöhungsverlangen rechtlich unwirksam und deshalb darauf überhaupt nicht zu reagieren sondern zu schweigen ist.

Es reicht nicht, etwas zu behaupten, es muss nachgewiesen werden, dass in zumindest drei Vergleichswohnungen mit gleicher Ausstattung und in gleicher / ähnlicher Wohnlage eine höhere Miete gezahlt wird und das mit exakter Adresse, so dass die Angaben (von dir) geprüft werden können.

Das Mieterhöhungsverlangen des VM ist bei dir zu spät eingegangen. Eine Mieterhöhung hat spätestens 2 Monate vor Inkrafttreten beim Mieter einzugehen damit der Mieter die Möglichkeit hat, das Verlangen zu beurteilen.

Wenn der VM es versäumt hat, deine Miete an die ortsübliche Vergleichsmiete anzupassen, ist es sein und nicht dein Problem.

In manchen Regionen ist eine Kappungsgrenze von 15 %, in anderen 20 % als Maximum lt. Gesetzgebung zulässig. Diese Kappungsgrenzen dürfen 3 Jahre nicht überschreiten. Bsp.: Kaltmiete 500 € x 20 % = 600 € innerhalb von 3 Jahren. Dabei ist natürlich der örtliche Mietspiegel sowie die Gegebenheiten der Wohnung zu berücksichtigen.

Richtig, maximal bis 20% darf sie nur erhöht werden. In begehrten Gegenden sogar nur 15%.

Die Frist zur Zustimmung zur Mieterhöhung wird hier auch nicht eingehalten!

Schau mal hier rein:

https://www.arag.de/auf-ins-leben/vermieterrechte/mieterhoehung/

https://www.promietrecht.de/Mieterhoehung/Vergleichsmietenerhoehung/formelle-Anforderungen/Mieterhoehung-auf-Vergleichsmiete-Formelle-Anforderungen-E1223.htm

Herzlichen Dank!

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Mieterhöhung ja oder nein - Und wenn ja, wieviel?

Seit gut 4 Jahren vermiete ich in Augsburg eine 2-Zimmer-Wohnung (56m², Neubau, Erstbezug). Die monatliche Kaltmiete beträgt 560€ und wurde bisher von mir noch nicht erhöht. Ich habe vorher auch noch nie vermietet und daher keine Erfahrung mit Mieterhöhungen.

Der Mieter ist allerdings äußerst unproblematisch und es gab noch nie irgendwelche Probleme, was ich bisher eben auch durch eine gleichbleibende Miete honoriert habe.

Nun stellt sich mir allerdings angesichts der Diskussion um die Mietpreisbremse die Frage, ob es künftig schwieriger sein wird, die Miete zu erhöhen.

Wäre es, ganz unabhängig davon, vielleicht nach 5 Jahren ohnehin mal angebracht, die Miete moderat anzupassen? Und wenn ja, in welcher Höhe?

Und sollte es zu einer Neuvermietung kommen (entweder durch Auszug oder Ableben des Mieters, was ich natürlich nicht hoffe), wie hoch könnte man die Miete dann ansetzen?

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