Mieterhöhung nach Mietspiegel - Einspruch? Was dann?

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9 Antworten

Mal eine Rückfrage.

In einem Mietspiegel werden üblicherweise die Werte zu Lärm- und Staubbelästigungen und die Höhe und Art des Verkehrslärms getrennt bepunktet, dann addiert und daraus durch zwei geteilt das Ergebnis gesucht.

Zu oft - Mieter und Vermieter ,machen denselben Fehler - werden die Punkte jeder Kategorie abgezogen oder in anderen Fällen wie der Frage zur Infrastruktur einfach doppelt angerehnet.

Prüfe bitte nmochmals genau nach.

Für erbärmlich aussehende Treppenhäuser gibt es in den meisten Mietspiegeln einen Abschlag von 5 %.

Zuerst also genau den Mietspiegel prüfen, der angewandt wurde. Der VM hat üblicherweise zu erklären, wenn der Mieter dies verlangt, wie er zur berechneten Wohnlage gekommen ist.

Erhebt der Mieter Einspruch so tritt die Mieterhöhung ab dem genannten Termin nicht ein.

Allerdings muss nach Ablauf dieser Frist der VM dann auf Erhöhung der Miete klagen.

Sofern man sich nicht einigt, wird ein Mietwertgutachten vom Gericht in Auftrag gegeben.

Mieter und VM müssen sich sehr gut überlegen, ob sie sich ein Mietwertgutachten antun wollen, denn eienr wird verlieren oder es kommt zu einem Vergleich und dei Kosten des Gutachtens bringen dem VM nicht mehr Geld und der Mieter hat nichts gespart.

Lösung:

Suche einen Mieterverein auf und lasse die Mieterhöhung prüfen.

Das ist die billigste Variante.

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Kommentar von Schnuffito
07.10.2010, 19:03

Bei uns werden gar keine Punkte erwähnt... sie führen an, dass für Isolierverglasung und Wärmedämmung jeweils einzelne kleinere Beträge fällig werden (23 bzw. 49 cent). Alles in allem liegen sie mit 6,10€ jetzt über dem Mietspiegel für mittlere Wohnlage von 4,15-6,05€, aber laut ihrer Aussage unter der Vergleichsmiete gemäß Mietspiegel von 6,30€. Wie kommen die überhaupt an die Vergleichsmiete?)

Aus dem Mietspiegel der Stadt entnehme ich aber, dass es durch das Fehlen eines Balkons zu einer Wertminderung kommt.

Kann ich jetzt also unter Verweis auf die genannten Mängel (Lärm- und Staubbelästigung durch Gleise/ Fehlen eines Balkons, der nicht als Abschlag aufgeführt ist/ schlechter Zustand des Treppenhauses/ also eher einfache Wohnlage) Widerspruch einlegen? Oder laufe ich Gefahr, sofort vor Gericht zu landen? Keine Rechtschutzversicherung....

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Das Mieterhöhungsschreiben muss eindeutig und nachvollziehbar begründen warum eine höhere Miete gerechtfertigt ist.

Der qualifizierte Mietspiegel wird meist gemeinsam von Gemeinde, Mieterbund und Hauseigentümerverein geführt und besitzt daher eine gewisse Autorität. Sofern ein qualifizierter Mietspiegel in deiner Stadt existiert so müssen die Vergleichszahlen im Mieterhöhungsschreiben auftauchen.

Erhält der Mieter eine Mieterhöhung, so hat er in dem verbleibenden sowie die folgenden zwei Monate zeit um der Mieterhöhung zuzustimmen. Der Mieter hat auch das Recht der Mieterhöhung nur zum Teil zuzustimmen. Die Mieterhöhung tritt erst in Kraft wenn der Mieter ihr zugestimmt hat.

Erhält der Mieter eine Mieterhöhung zum Angleich an den Mietindex, so steht ihm eine außerordentliche Kündigungsfrist von zwei Monaten zu. Diese gilt für den Zeitraum der folgenden zwei Monate nach Eingang des Mieterhöhungsschreibens.

Starke Lärmbelästigung führt in jedem Fall zu Abzügen.

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Kommentar von Obelhicks
07.10.2010, 19:23

superkorrekt, nur der letzte abschnitt trifft hier nicht...DH

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ist es denn nicht vertraglich geregelt das sich die miete die nächsten (von mir aus 3)jahre nicht ändert? bei mir steht das zB im mietvertrag. ich würde an deiners telle einfach mal n treffen mitm vermieter organisieren und die sache besprechen und dir ausführlich erklären lassen. wenn keine einigung stattfindet kannst du ja mal zum anwalt deines vertrauens und dich beraten lassen.

'einfach' so geht das bestimmt nicht mit der erhöhung.

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Ich würde mich in diesem Fall erst einmal schlau machen, von wann der Mietspiegel auf den hier Bezug genommen wird, ist. Das im Zusammenhang damit, dass ggf. dieser bereits bei MV-Abschluss bestand. Somit wäre das Thema schon aus der Welt. Denn nachträglich, so nicht grundlegende Umfeldveränderungen erfolgten, erhöht sich die Wohnlage nicht von selbst.

Ich würde dem Mieterhöhungsverlangen nicht zustimmen, d.h. dieses zurückweisen. Das mit der Begründung dass dafür die gesetzlichen Grundlagen fehlen. In dem Schreiben braucht nur auf das Mieterhöhungsverlangen Bezug genommen werden müssen. Somit stellt dies den MV insgesamt nicht Frage.

Für das ALLES braucht man nur sich selbst.

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du musst garnichts machen. ein mieterhöhungsverlangen bedarf zu seiner gültigkeit deiner zustimmung. notfalls muss der vermieter klage auf zustimmung führen.

um die schärfe herauszunehmen würde ich ihm schriftlich deine einwände mitteilen und die zustimmung ablehnen. dann weiss er woran er ist und findet ohne 20 rosenkranz und 30 avemaria keinen richter der ihm beipflichtet.

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Wenn du eine Mieterhöhung widersprichst, dann muß ein Gericht entscheiden, ob die Mieterhöhung rechtens ist. Falls ja, dann hast du die Kosten dafür.

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Natürlich kannst Du Einspruch einlegen. Einspruch ist keine Kündigung.

Geh zum nächsten Mieterschutzverein und lass Dich dort beraten. Anrufen bei der Wohnungsgesellschaft würde ich nicht.

Mach es sofort, nicht dass die Einspruchsfrist abläuft.

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Kommentar von Obelhicks
07.10.2010, 19:22

es gibt keine einspruchsfrist, nur eine zustimmungsfrist.

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Ich würde erstmal ein privates und freundliches Gespräch mit deinem Mieter führen. Danach wenn keine Klärung des Falles erfolgt ist, gehts du einfach zu einem Anwalt und lässt dich von diesem beraten, was du in den nächsten Schritten tun sollst.

:D

LG, Tim

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Kommentar von fleppenweg
07.10.2010, 09:37

anwalt ist blödsinn,der kostet das mehrfache der mieterhöhung,dein erster satz war gut,nur er sollte mit dem VERMIETER sprechen .)

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Kommentar von jockl
07.10.2010, 09:40

Hier wurden wohl die Parteien verwechselt. Ehe man DH´s vergibt, sollte man besser lesen.

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du solltest dich mit diesem problem an den örtlichen mieterschutz verein wenden.

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