Mieterhöhung: gibt es einen Maximalwert?

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13 Antworten

Der Vermieter darf nicht vor Verstreichen von 1 Jahr nach Einzug bzw. von einer Mieterhöhung zur nächsten die Miete erhöhen. Dabei ist das Datum des Zuganges des Mieterhöhungsverlangens beim Mieter maßgebend. Innerhalb von drei Jahren darf die Miete um nicht mehr als 20 % erhöht werden. Wird die Mieterhöhung mit der Vergleichsmiete begründet, muss er drei vergleichbare Wohnungen benennen (gleich nach Ausstattung und Wohnlage, mit Adresse und Name des betreffenden Mieters der Vergleichswohnung). Fehlen diese Angaben, ist das Mieterhöhungsverlangen nicht wirksam.

hallo albatros, da das mit der vergleichsmiete (vor gericht) sehr schwierig ist weil an vergleichswohnungen relativ sehr hohe maßstäbe angelegt werden (gleiches baujahr, gleiche ausstattungen, vergleichbare lage usw.) besteht doch meines wissens auch noch die möglichkeit über den örtlichen mietspiegel ODER ein gutachten eines sachverständigen den mietwert (qm-mietpreis) zu definieren - oder ?? somit hätte man 3 möglichkeiten eine mietanpassung zu begründen, wenn man nicht aussattungsgleiche wohnungen im betroffenen objekt hat

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@koebes48

Hallo koebes, es ist mir wohl bewusst, dass es auch andere Möglichkeiten gibt um eine Mieterhöhung zu begründen. Hier schrieb aber der Fragesteller konkret, dass die Begründung über Vergleichsmiete erfolgte. Deshalb dazu auch meine konkreten Hinweise. Worauf sich der Vermieter beruft, ist ihm überlassen, er muss aber dann jeweils die gesetzlichen Vorgaben einhalten und die waren bei Heranziehung der Vergleichsmiete die von mir in meiner Antwort erwähnten.

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@albatros

ok - korrekt - hatte leider nur deine antwort gelesen, was ich regelmäßig tue. bin immer noch sehr begeistert über dein profundes wissen. die mieter können sich glücklich schätzen, so kompetente hinweise zu bekommen! hut ab.

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Schau doch mal beim Mieterschutzbund online nach oder überlege Dir beizutreten. Das kostet nicht viel und die beantworten Dir alle Fragen, bzw. übernehmen die Korrespondenz mit Deinem Vermieter, etcr. Du kannst Dir auch über den Mietspiegel Deiner Stadt den maximalen Quadratmeterpreis ausrechnen und dann errechnen ob Dein Vermieter darüber oder darunter liegt.

Mit einer Änderungskündigung ist ein Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete nach 15 Monaten Mietzeit möglich. Die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 Prozent erhöhen.

Änderungskündigung? Das gibt es im Arbeitsrecht aber nicht im Mietrecht.

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Früher waren das mal maximal 10% im Jahr aber nicht mehr als 30% in drei Jahren ("Matheexperten" werden jetzt einwenden, das sei das gleiche :-) ). Ich weiß aber nicht, ob das noch aktuell ist.

Ich glaube, er darf alle drei Jahre 20 oder 30% des Mietbetrags erhöhen. Bin aber nicht sicher. Wie viel müsst ihr denn zahlen?

sind "ich glaube" "bin nicht sicher" gute antworten. wer nicht sicher ist, der sollte hier nicht antworten

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11% der Gesamtkosten kann der Vermieter pro Jahr auf den Mieter umlegen.

Ist ja mal was ganz neues, es ist schlichtweg falsch.

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@albatros

die 11% hat Fbergs wohl aus dem bereich modernisierung mal gehört. so falsche antworten sind hier wirklich unerwünscht

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hier in der Schweiz gibt es klare Regeln. Einfach so auf Blaue hinaus darf man nicht einfach erhöhen.

Bei uns gibt es einen Mieterverband, welcher genau Antworten kann und alles genau anschaut.

Gibt es sowas auch bei Euch?

index wäre so ein wert, das heisst jährlicher preisverfall, so dass am ende wieder dasselbe rauskommt

was genau meinst du damit?

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@knautsch

naja wenn alles im jahr um 3% teurer wird, dann ist das geld weniger wert, erhöt er die miete um 3% so bekommt er mit dem geld das gleiche, darum gehts auch bei gehaltserhöhungen und so

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dafür müsste der mietvertrag entsprechend abgeschlossen sein. ist hier sicher nicht der fall

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Vielleicht gibt dir der Mietspiegel für eure Gegend einen Anhaltspunkt.

Mir ist so wie maximal 20% innerhalb von drei Jahren

Der Mietspiegel ist ein Anhaltspunkt

20 % innerhalb von 3 Jahren und der Mietspiegelwert sollte nicht um mehr als 15 bis 25 % überschreitten werden.

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