Mieterhöhung erhalten - zeitgleiche Ankündigung von Abwesenheit des Vermieters?

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6 Antworten

Da keine Begründung für das Mieterhöhungsverlangen in diesem steht, ist es unwirksam. Wenn dazu außerdem im MEV nicht aufgefordert wird, diesem zuzustimmen, ist es auch deshalb für sich gesehen unwirksam.

Was den Termin für das Wirksamwerden der Mieterhöhung betrifft, ist der falsche m. E. unschädlich. Er würde sich nur um einen Monat verschieben. Natürlich zuvor auch deine Überlegungsfrist sich verlängern bis 31.10.

Da das MEV unwirksam ist, ist ein Widerspruch fehl am Platz. Du solltest einfach nur SCHWEIGEN.

Trotzdem: Schreib, ob es die Zustimmungsaufforderung gibt oder nicht (muss im MEV drin stehen).

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Kommentar von moni110
03.09.2016, 17:01

Hallo! Nein, ein Zustimmungsaufforderung ist nicht enthalten.

Wortlaut:

Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass sie eine verhältnismäßig unterdurchschnittliche Quadratmetermiete inkl. aller Nebenkosten (ohne Heizung) haben. Leider muss ich Ihnen die Grundmiete erhöhen von 480 € auf 529 € zzgl. Nebenkosten von 70 €. Ihre Gesamtmiete ab dem 01.10.16 beträgt 599 €.

Ich bin aus privaten Gründen die nächsten 2 Monate nicht erreichbar. Bitte nehmen Sie von weiteren Schreiben Abstand.

Das wars.

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Der Vermieter macht es aber verdammt einfach - und rechtlich nicht haltbar. Er muss eine Begründung liefern, das kann ein Mietspiegel oder auch 3 vergleichbare Wohnungen sein.

Außerdem muss er dir eine Frist bis zum 01. November geben. Der Hinweis, ihn keine Briefe zu senden ist eine absolute Frechheit. Sofern der Vermieter in deiner Nähe wohnt, wirf ihm mit einem Zeugen einen Brief im Postkasten, dass du die Erhöhung zurückweist wegen Form- und Fristbefehl und verweise auf §558 BGB und nachfolgende.

Wenn du etwas mehr Geld ausgeben willst und rechtssicher ein Brief zustellen willst, ein Gerichtsvollzieher macht das via Postzustellurkunde. Dann gilt Brief und Inhalt als zugestellt, selbst wenn der Vermieter nicht zuhause sein will oder der Brief nicht angekommen sein soll. Da ihr im Streit liegt, halte ich es für sinnvoll.

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moni110, da kannst Du wirklich Ruhe bewahren, da dieses Mieterhöhungschreiben (es ist ja nicht einmal ein Mieterhöhungsverlangen) rechtlich unwirksam ist. Dein Vermieter wird so vor Gericht eine tolle Bauchlandung erleben.

Bis dahin ist er ja weg und Du kannst einfach mal dies lesen:

www.bmgev.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Mieterh%C3%B6hung.pdf

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Natürlich kannst Du reagieren und dem Vermieter Schreiben schicken.

Wann und ob er die aus dem Briefkasten nimmt und liest oder nicht ist völlig egal.

Ohne Begründung ist die Mieterhöhung unwirksam. Da mußt Du eigentlich gar nicht reagieren.

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Ich würde auf das unwirksame Mieterhöhungsverlangen nicht reagieren; spart Dir Geld ein.  :-).

Wie ich den Vermieter einschätze (es scheint auch so, dass er keinerlei rechtliche Beratung in Anspruch nimmt), habe ich als nächstes die Kündigung im Briefkasten, ich wohne seit 2006 in der Wohnung.

Die rechtlich nicht haltbar wäre.

Der Vermieter würde dann Rechtsanwaltskosten und Prozesskosten tragen müssen und vielleicht erfahren haben, wie er wirksam eine Mieterhöhung verlangen kann.

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Nun bin ich kein Jurist, aber deine Möglichkeit einen Widerspruch (oder was auch immer) zukommen zu lassen, kann durch seine Abwesenheit nicht eingeschränkt werden.

Du musst ihm (beweisbar) die Post zukommen lassen und das ist idR mit dem Einwurf in seinen Briefkasten erledigt. Dass er nicht zuhause ist, hat m.E. keinen Einfluss darauf und ist sozusagen sein Problem.

Aber wenn ihr schon ein solches Verhältnis habt, würde ich an deiner Stelle ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass du die Zustellung ggfs. beweisen musst.

Aber wie gesagt, ich bin kein Jurist.

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Kommentar von albatros
03.09.2016, 16:51

Einem unwirksamen MEV muss man nicht widersprechen, es wäre sogar falsch.

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