Mieterhöhung 2 Monat vor Vermieterwechsel

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5 Antworten

Da das Haus zwischenzeitlich verkauft wurde, so ist der neue Eigentümer dein Ansprechpartner. Ich würde die "alte Miete" weiter zahlen. Möglich, dass diese Unterlagen weitergegeben wurden, sicher ist es aber nicht. Sicher wird er sich bezgl. der Mieterhöhung bei dir melden.

Gerhart 25.06.2014, 17:28

Der Verkauf des Hauses ist nicht identisch mit dem Eigentumsübergang, der mindestens 3 Monate nach Verkaufsdatum erst stattfindet und vom Alteigentümer mitgeteilt wird. Die Mitteilung, dass demnächst das Haus verkauft werden soll, ist nicht mit einem vollzogenen Verkauf gleichzusetzen.

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Teile mit, dass Du der Mieterhöhung nicht zustimmst. Fertig. Rest macht dann vermutlich der neue Eigentümer. Das kannst Du abwarten.

Vielleicht fällt dann die Mieterhöhung noch höher aus und ein erneuter Widerspruch Deinerseits landet letztlich vor Gericht. Da verlierst Du dann womöglich und neben einer höheren Mieterhöhung hast Du auch noch eine Menge Kosten am Bein.

Es ist ein gewisses Risiko, das Du eingehst und Du musst selbst beurteilen, ob es das wert ist.

Das Mieterhöhungsverlangen des Vermieters ist keine Mieterhöhung! Ob der Mietspiegel deiner Kommune eine Mieterhöhung hergibt, kann hier nicht bestätigt werden. Das solltest du genau prüfen. Ein Teilwiderspruch kann dem Mieterhöhungsverlangen nicht entgegen gesetzt werden. Entweder Widersprechen oder zustimmen und/oder höhere Miete bezahlen.

Worauf begründet sich die falsche Berechnung der Vergleichsmiete? Der Vermieter geht doch vom Mietspiegel aus und nicht von den berühmten 3 Wohnungen mit Vergleichsmiete?

hlg1190 26.06.2014, 09:20

Nein, er geht von einer Vergleichsmiete aus. Für die Vergleichsmiete hat er den letzten Mietspiegel genommen. Der ist in Berlin in einfach-mittel-gute Wohnlage unterteilt ( denke mal das ist in anderen Städten genau so ). Unsere Wohnung hat er einer mittleren Wohnlage eingeordnet. Laut Straßenverzeichnins befindet sie sich aber in einer einfachen Wohnlage. Somit ist die Vergleichsmiete zu hoch angesetzt. Da die Mieterhöhung laut dem Mietspiegel ja berechtigt ist dachte ich mir ein Teilwiderspruch ist ok. So muss ich jetzt wiedersprechen und das ganze geht von vorne los ?

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Gerhart 27.06.2014, 13:18
@hlg1190

Du musst nicht widersprechen sondern du darfst bei diesem Fehler nur nicht zustimmen oder gar die höhere Miete bezahlen, was einer Zustimmung gleichkommt. Wenn der Vermieter die höhere Miete durchsetzen will, dann muss er auf Zustimmung klagen. Wenn deine Feststellung berechtigt ist, wird er den Prozess verlieren. Ich wiederhole: Du bist nicht zum Widerspruch verpflichtet. Somit geht nichts von vorne los und nach hinten auch nichts, eventuell nur für den Vermieter.

Zum Berliner Mietspiegel: Hier werden keine Vergleichsmieten genannt. Qualitative und quantitative Merkmale für Mietwohnungen führen zu einer Einordnung in Preisgruppen. Treffen die Merkmale überwiegend für deine Wohnung zu, dann ist eine Mieterhöhung berechtigt.

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Kann ich davon ausgehen, dass dem neuen Eigentümer das Mieterhöhungsschreiben vom Alt-Vermieter vorliegt ?

Kannst Du.

Oder ist die Austehende Mieterhöhung mit wechsel des Besitzers erst einmal obsolet

nein

Wie kommst Du auf 3monatige Einspruchsfrist?

hlg1190 25.06.2014, 14:54

Naja, in meinem Fall fast 3 Monate. Schreiben kam Anfang Mai:

Nachdem Sie das Ankündigungsschreiben der zukünftigen Mietsteigerung erhalten haben, können Sie dieses im Monat des Zugangs plus in den beiden darauffolgenden Monaten prüfen und ihm gegebenenfalls widersprechen. <
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Sie wenden sich mit dem Einspruch an Ihren jetzigen Vermieter.

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