Mieterhöhung - Wie viel geht?

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8 Antworten

Vermutlich hat er einfach pauschal vermietet. Mietvertrag nach BGB ohne zusätzliche Vereinbarungen oder Kleingedrucktes bedeutet, dass die Betriebskosten mit der Miete gedeckt sind.

Gibt es keinen schriftlichen Mietvertrag, wird es wohl so sein.

Wenn seit 2011 die Miete nicht erhöht wurde, kann er jetzt bis zu 20 % erhöhen, sofern er nicht in einem Gebiet wohnt, wo es eine Begrenzung auf 15 % gibt. (Bei der jetzigen Miethöhe gehe ich mal nicht davon aus.)

Er sollte seiner Mieterin ein entsprechendes Mieterhöhungsverlangen unterbreiten. Zunächst mit ihr reden und wenn sie arg rumjammert, sollte er ihr vorschlagen, einen Mietvertrag zu machen, bei dem die Betriebskosten separat ausgewiesen und als monatliche Vorauszahlung geleistet werden.

Nach jedem Abrechnungsjahr werden die Betriebskosten, wie Heizung, Wasser, Versicherungen, Grundsteuer etc. abgerechnet und die Mieterin bekommt entweder zuviel voraus bezahltes zurück oder zahlt nach.

In diesem Fall könnte er den reinen Mietbetrag entweder bei 300 € belassen oder sogar auf z. B. 250 € absenken und käme am Ende immer noch besser weg.

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Die Kaltmiete kann er gem. § 558 BGB um 20 bzw. 15 % erhöhen.

Grundsteuer und Versicherungen gehören zu den Betriebskosten. Ob die erhöht werden können kommt auf die genaue vertraglich Vereinbarung an.

Ist eine Pauschale vereinbart könnte diese nur erhöht werden wenn die Möglichkeit dazu im Vertrag vereinbart ist. Dazu müßte der Onkel anhand der tatsächlichen Kosten des letzten Kalenderjahres nachweisen das und um wie viel die BK gestiegen sind.

Sollten monatliche Vorauszahlungen für Betriebskosten vereinbart sein muß er ja 1 x jährlich darüber abrechnen. Ergibt sich aus der Abrechnung eine Nachzahlung kann er die Vorauszahlungen angemessen erhöhen. Eine Obergrenze gibt es da nicht. Entscheidend sind die tatsächlichen Kosten.

Am besten läßt sich dein Onkel fachanwaltlich unterstützen.

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Die Miet darf innerhalb von drei Jahren maximal 20% in begehrten Gegenden sogar nur 15 % erhöht werden.

Entweder richtet sich nach dem ortsüblichen Mietspiegel oder man benennt drei vergleichbare Wohnungen in dem Mieterhöhungsverlangen.

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Was haben gestiegene Kosten für Grundsteuer und Versicherung mit der Miete zu tun?

Das sind umlegbare Betriebskostenarten, die mit Nachzahlung anteilig centgenau bezahlt und künftig entsprechend angepasst verlangt werden.

Wäre die Wohnung nach Vergleichswohnungen der Nachbarschaft oder Mietspiegel für 360 EUR zu vermieten, kann er das zusätzlich verlangen.

G imager761

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Voraussetzung: Die Gesamtmiete beträgt 300€ p.m. und setzt sich aus Grundmiete 200€ und Betriebskostenvorauszahlung 100€ zusammen. Der Mietvertrag wurde schriftlich vereinbart.

Dann kann der Onkel ein Mieterhöhungsverlangen an die Mieterin per Einwurfeinschreiben übergeben, das eine Mieterhöhung um bis zu 20% verlangt >>> Gesamtmiete nach 3 Monaten bis zu 340€. Die Mieterin muss zustimmen. Stimmt si nicht zu, muss der Onkel auf Zustimmung klagen.

Anpassung der Betriebskostenvorauszahlung ist ohne Zustimmung der Mieterin nur nach der Abrechnung der BK möglich. Mit Zustimmung der Mieterin kann auch die BK-Vorauszahlung während des Abrechnungszeitraumes angepasst werden, wenn Betriebskostenpostionen sich stark verteuern sollten.

 

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Hi,

Mieterhöhung und Betriebskosten sind zwei verschiedene Dinge.

Die Mieterhöhung wird über den Mietspiegel geregelt.

Betriebskosten sind i. d. R. jährlich abzurechnen.

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Kommentar von Fubelt
03.02.2017, 23:23

Nebenkosten belaufen sich auf 100,- Euro.

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Es geht auf alle Fälle nicht so viel, wie er gerne würde. Und auch nicht so oft...

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Was haben Grundsteuer und Versicherung mit der Miete zu tun? Das sind Nebenkosten! Er hat doch sicher einen Vertrag abgeschlossen,  wo er die Nebenkosten umlegen kann?

Ich habe einer guten Mieterin über 15 Jahre die Miete nicht erhöht. Im Gegensatz zu anderen war sie ordentlich und hat zuverlässig bezahlt. Das ist mehr wert als das Maximum rauszuquetschen...

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