Mieter zahlt unbewusst freiwillig Nebenkosten inklusive Eigentümeranteil. Was erwartet mich eventuell?

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5 Antworten

Die Frage ist doch, wie der Mietvertrag gestaltet wird. Zahlt die Gemeinde eine Pauschale für die Nebenkosten oder lt. Mietvertrag eine monatliche Vorauszahlung und Du rechnest dann jährlich einmal über die Nebenkosten ab. Vermutlich letzteres, denn alles andere wäre für Dich ein Risiko, denn Du weißt nicht, wie die Kosten innerhalb der nächsten 5 Jahren, womöglich gerade durch diese Art von Nutzung, steigen werden.

Nimm die monatliche Vorauszahlung von 200 € jetzt an, wenn es lt. Mietvertrag eine solche ist, denn besser Du bekommst jetzt mehr und in der Abrechnung stellt sich heraus, dass Du eher zurück zahlen musst, als dass es eine hohe Nachzahlung gibt, die letztlich für Dich auch nichts anderes bedeutet, als dass Du letztlich Geld vorstrecken musst.

Es ist weder unsittlich noch sonst irgendwie verwerflich, wenn Du jetzt 200 € pro Monat bekommst, statt nur 120  €, wenn nach Ablauf eines Abrechnungsjahres sowieso abgerechnet wird.

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Nur 200 € Hausgeld, also umlegbare und nicht umlegbare Betriebskosten?

Wie groß bzw. klein ist denn die Wohnung und welche umlegbaren BK-Arten sind  enthalten?

Aber eigentlich egal. Du mußt ja, wenn mit dem Mieter monatliche Vorauszahlungen vereinbart sind, 1 x jährlich abrechnen.

Da darfst Du ja nur die umlegbaren BK berücksichtigen. Ergibt sich da ein Guthaben für den Mieter werden die Vorauszahlungen anschließend nach unten angepaßt.

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Kommentar von anitari
10.03.2016, 08:24

Noch was wäre zu bedenken.

Die Personenzahl die künftig in der Wohnung wohnen wird. Schon allein in Bezug auf den Wasserverbrauch (kalt + warm) und das höhere Müllaufkommen.

Aus meiner Sicht brauchst wegen der unbewußten "Falschangabe" kein schlechtes Gewissen zu haben.

Sollte sogar eine Pauschale vereinbart werden/sein würde noch mindestens 50 € dazu rechnen.

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Man wird nach einem Jahr Nebenkostenvorauszahlung eine Abrechnung von Ihnen verlangen. Dann wird exakt der umlagefähige Betrag transparent, der dann auch Basis für die künftige Höhe der umlagfähigen Kosten sein dürfte.

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Da es sich hier um eine Neuvermietung handelt kann man sich zwar als Vermieter und auch Mieter bei der Einigung des Mietpreises am Energieausweis oder auch den bisherigen Nebenkostenabrechnungen orientieren, muß sich aber letztlich nicht stoisch danch richten, zumal wir in Deutschland immer noch ein  freies Vertragsrecht haben. Die tatsächlich anfallenden Kosten hängen dann vom persönlichen Verbrauch der Mieter ab - der kann durchaus unterschiedlich zu Deinen früheren Mietern sein.

Ich habe auch schon von anderen Gemeinden oder Städte gehört, die die Wohnungen für Flüchtlinge für ca. 5 Jahren anmieten und mit den Vermietern dann eine Inklusivmiete, also mit Strom, Heizung und Wasser usw. vereinbaren. Dann würdest Du unter Umständen sogar draufzahlen.


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Ich würde die 80 € extra legen,du weißt ja auch nicht was dich nach den 5 Jahren erwartet.

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