Mieter will nicht ausziehen was tun? Hilfe!

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10 Antworten

Selbst wenn die EB-Kündigung begründet und fristgerecht wirksam ausgesprochen wurde: Zieht er nicht aus, kannst du abwarten oder eben Räumungsklage und Schadensersatzforderungen anhängig machen, bis du einen vollstreckbaren Räumungstitel in Händen hälst.

Die Prozesskosten wären vorzustrecken und monatelang viel Geduld erforderlich, bis es soweit ist. Reden wir hier tatsächlich nur über 3, 4 Wochen Aufschub, kannst du dir den Aufwand sparen, zumal du die Kosten nicht erstattet bekommst, wenn er mittellos wäre.

G imager761

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Ich kann hierzu nur meine Erfahrungen in Österreich schildern, sie dürften allerdings in Deutschland sehr ähnlich sein. Als Vermieter ist man in Österreich grundsätzlich immer benachteiligt. Mein Rechtsstreit mit zwei slowakischen Staatsbürgerinnen zieht sich bereits über Jahre. Ich habe hierbei jeweils zwei Mieterinnen, die zwei nebeneinander liegende Wohnungen angemietet haben. Es sind beide Damen aus der Slowakei (an der ungarischen Grenze, wo Minderheiten leben), welche vom Sozialstaat Österreich jeweils monatlich 1500 Euro erhalten. Sie erhalten von Österreich auch kostenlose Verfahrenshilfe für alle Gerichtsverhandlungen. Ihre Rechtsanwälte finden immer wieder neue Begründungen, um sie in der Wohnung zu belassen. Sie verfügen über Häuser in der Slowakei, die sie sich mittlerweile von der Sozialhilfe leisten konnten, da sie keine Miete zahlen müssen. Beide waren bis vor kurzem hochschwanger. Offiziell sind sie alleinerziehend und alleinstehend, doch in Wahrheit lebt jede der beiden mit einem Angehörigen ihrer Volksgruppe zusammen, der ebenfalls Sozialhilfe vom Staat Österreich erhält. Ich bekomme keine Miete, selbst die Betriebskosten in Höhe von insgesamt 1200 Euro muss ich selbst zahlen. Die beiden Familien leben in einer großzügigen Wohnung und vermehren sich tüchtig, während ich und meine Frau in einer kleinen Wohnung leben müssen und uns kein Kind leisten können. Ich habe nichts dagegen, wenn sich andere Ethnien ordentlich vermehren, aber bitte nicht auf meine Kosten und mit Hilfe von Sozialbetrug. Zusammenfassend kann ich sagen, dass Österreich (und vermutlich auch Deutschland) für Investoren im Immobilienbereich äußerst unattraktiv ist. Ich kann nur jedem empfehlen, Mietverträge befristet auszustellen und bei der Herkunft der Mieter und Mieterinnen genau zu schauen.

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Kommentar von strongcheerful
06.12.2015, 16:18

Bezüglich Herkunft meine ich nicht nur aus welchem Land kommen die Leute, d. h. welche Mentalität usw. bringen sie mit, sondern vor allem auch aus welchem Milieu kommen sie, welchen Beruf üben sie aus, was denken sie über Arbeit, wo haben sie bisher gelebt, usw. Auch wenn die Sozialhilfe vor allem in Deutschland und in Österreich derzeit noch großzügig ist, so muss man wissen, dass es für bestimmte Leute "normal" ist, dass sie keine Miete zahlen. 

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Tja, so ist das Mieterrecht in in Deutschland. Wo soll der arme Kerl denn hin? Wo Du bleibst ist dem Staat schnuppe, denn es ist DEINE Wohnung und bist Eigentümer und damit hast Du viel Geld und der Arme hat nix und du willst ihm die Wohnung nehmen. Also Spaß beiseite Du musst ihn auf Räumung verklagen vor dem Amtsgericht, da wirst Du verlieren. Dann gehst Du zum Landgericht und bekommst Recht. Das Ganze dauert ungefähr 3 Jahre. Wenn Du Glück hast zahlt er zwischenzeitlich seine Miete von der Du Dir eine andere Wohnung mieten kannst. Also gehe unbedingt schnell zu einen guten Anwalt und hoffe, dass bei dem Mieter etwas zu holen ist, sonst bleibst Du auf den Kosten auch noch sitzen.

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Ist ja auch wohl etwas naiv von dir, deine eigene Wohnung zu kündigen - ohne dass die neue auch wirklich frei ist... das aber nur mal so am Rande.

Hier hilft jetzt nur eine Räumungsklage - dass er keine Wohnung gefunden hat muss und darf dich nicht interessieren, er hatte ja wohl lange genug Zeit sich was neues zu suchen.

Wenn gegen die Kündigung nicht angegangen wurde, hast du die Grundlage zur Räumungsklage ja auf der Hand und ggf kann man bei eindeutiger Sachlage ja noch eine einstweilige erwirken.

Du kannst ihm jetzt alle daraus entstehenden Kosten aufdrücken - doch zahlen musst du zunächst einmal.... Möglichkeiten hast du ja genug dein Anspruch durchzusetzen

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such Dir rechtlichen Beistand/kompetente Beratung und dann handle schnell.

Diese Verfahren dauern zum mäusemelken lange und nerven wirklich. Fang lieber gleich an, sonst dauert es Jahre, bis Du in Deine Wohnung kannst.

Einigen kann man sich immer, auch während die Verfahren laufen.

Ich hatte das auch mal, die Frau hatte einen befristeten Mietvertrag und irgend jemand hatte ihr scheinbar gesagt, daß sie selbstverständlich auch nach Ablauf der Frist trotzdem drinbleiben könnte. Sie hat sich also gar nicht um eine neue Wohnung bemüht.

Ich war wirklich in Schwierigkeiten dadurch, es hingen ja viele Dinge und Pläne daran.

Da wir im selben Haus waren, habe ich ihr dann das Leben unangenehm gemacht, selbstverständlich nur verbal und legal. Nach 2 oder 3 Monaten ist sie dann gegangen.

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Wenn die Kündigung wegen Eigenbedarf hieb- und stichfest war, also rechtlich wirksam und du auch die eventuell verlängerten Kündigungsfristen beachtet hast, für Mieter die entsprechend lange wohnen, dann würde ich ihm einfach sagen, dass er die Kosten für die Lagerung deiner Möbel und den Hotelaufenthalt zu tragen hat. Wenn er das nicht will, soll er sich schleunigst umsehen und bis zum 31. aus der Wohnung raus sein.

Bei Kündigungen wegen Eigenbedarf ist es EIGENTLICH immer ratsam, die Wohnung nicht wirklich nahtlos zu benötigen. Es kann immer mal sein, dass sich Mieter da quer stellen, die Kündigung wegen z.B. Formfehlern unwirksam war (und keiner einem bescheid gesagt hat) usw. Dann steht man da und guckt doof.

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Teile ihm mit das er die Wohnung zu räumen hat, da Du sonst eine andere Wohnung nehmen musst oder in ein Hotel gehst. Außerdem musst Du ja Deine Sachen und Möbel irgend wo einlagern. Die Kosten hat er auch alle zu bezahlen.

Ggf. würde ich sofort zu einem Anwalt gehen.

Die Sache kann für ihn sehr teuer werden.

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Wende dich an den Vermieterschutzbund oder nen Anwalt für Mietrecht.... wenn du fristgerecht gekündigt hattest, dann hatte der Mieter genug Zeit sich was anderes zu suchen.... er muss also raus aus der Wohnung

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Kommentar von flirtheaven
25.01.2013, 08:21

vermieterschutzbund...... der war klasse

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versuch,dich mit ihm gütlich zu einigen,immerhin hat er bescheid gegeben,alles andere,gericht,räumungsklage etc.kostet nur geld und nerven,hilft aber kein bisschen weiter.

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Kommentar von user2145
25.01.2013, 12:00

Immerhin hat er eine Woche vor Einzug des Nachmieters(Eigentümer) Bescheid gegeben? Das war ja wirklich eine sehr lange Vorlaufzeit Ironie aus

Wie soll so eine Einigung aussehen? Der Mieter hat noch keine neue Wohnung, es wird vermutlich monate dauern, bis er in eine andere Wohnung einziehen kann.

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Kommentar von strongcheerful
05.12.2015, 22:51

Ein Anwalt ist sicherlich sinnvoll. Abgesehen davon muss man damit rechnen, dass der Rechtsstreit über Jahre gehen kann, denn Mieter und Mieterinnen werden in Österreich (und vermutlich auch Deutschland) tendenziell bevorzugt. Das bedeutet, dass man als Vermieter weiterhin die Betriebskosten zahlen muss, weiterhin die Kreditraten begleichen muss und zusätzlich Kosten für Rechtshilfe anfallen.

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