Mieter vs. Vermieter?

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7 Antworten

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei Eurer "Anlage" um zwei Wohnungen handelt, von denen eine vom Vermieter selbst bewohnt wird, greift noch nicht die Heizostenverordnung, demzufolge man die Verbräuche genau ermitteln müßte.

Ihr habt einen Mietvertrag geschlossen, durch den ihr Euch jetzt benachteiligt fühlt. Offenbar ist der Prozentsatz, den Vermieter bezahlt zu gering, als dass man sorglos sein Häuschen mitheizen könnte.

Sicher geht es auch nicht nur um ein paar Euro, sondern um mehrere hundert pro Jahr. Da stellt sich wirklich die Frage, ob es sich nicht lohnen würde, Wärmemengenzähler in die Heizkreise einzubauen oder Heizkostenverteiler (elektronisch oder Röhrchen) an jeden einzelnen Heizkörper. Diese kommen von einer Firma, wie techem, Ista, Brunata. Diese verlangen eine Miete für die Geräte und eine Gebühr für die Jahresabrechnung. Da könnte ein Betrag von ca. 250 € pro Jahr ohne weiteres zustande kommen.

Wenn ihr sicher seid, dass ihr mindestens soviel weniger Heizkosten zu tragen habt oder wenn Euch die Sicherheit, dass ihr nicht übervorteilt werdet, soviel wert ist, dann sprecht mit dem Vermieter, dass die Kosten künftig auf diese Weise ermittelt und verteilt werden.

Ist das zu teuer, dann Aufteilung wenigstens nach m² Wohnfläche. Ihr könntet zusätzlich den Vermieter bitten, ein Thermometer in einem Wohnraum so anzubringen, dass ihr von außen ablesen könnt, wie warm es drinnen ist. Oder ein Funkthermometer. Um sicher zu gehen, dass die Heizung dort auch runter gedreht ist und nicht sinnlos über Wochen läuft.

Vielen Dank für die Tipps. Wir werden einen Termin mit einer Firma machen die unsere Anlage wartet und werden uns beraten lassen was hier das passende wäre. Natürlich ist es vorher mit dem Vermieter abgesprochen das er uns berät.

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Geht man davon aus, dass die Heizungsversorgung des Nebengebäudes nicht Gegenstand Ihres Hausmietvertrages ist, dann betrachten Sie die Räume die der Vermieter da gelegentlich ohne eigene Messeinrichtung nutzt, wirtschaftlich und Heizungstechnisch wie eine auch sonst übliche Wohnung.

Die Heizkosten werden dabei nach m² Wohnfläche im Verhältnis zur Gesamtbeheizten Fläche berechnet; dies natürlich durchgehend für das Abrechnungsjahr und nicht bezogen auf die zufälligen Anwesenheitstage.

Sofern der Vermieter eigene Verbrauchszähler für das Nebengebäude auf seine Kosten installieren läßt, kann nach dem tatsächlich gemessenen Verbrauch abgerechnet werden, wobei jedoch die Kotenbeteiligung an der Wartung der Heizanlage etc. nicht zu vernachlässigen ist.

Damit sollte so oder so eine für beide Seiten befriedigende Lösung geschaffen sein.   

er zahlt anteilmässig; er möchte anrufen wenn er kommt, dann schaltet ihr ein Tag vorher die Heizung ein. Wo ist das Problem?

Das sahen und dachten wir genauso. Wäre von uns aus null Problem. Er argumentiert, das bei ihm die Gefahr bestünde das es Schimmeln könnte wenn zu nass bzw feucht.

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Die Ansprüche, die ein Mieter gegenüber seinem Vermieter hat, sollte man meines Erachtens analog auch umgekehrt betrachten können.

Letztendlich geht es darum, dass man nicht friert und das die Wohnung/das Haus nicht auskühlt. Natürlich sollten die Heizkörper beim Vermieter während seiner Abwesenheit nicht auf volle Pulle gestellt sein!

Lese mal hier:

http://www.recht-gehabt.de/ratgeber/meine-rechte-als-mieter/wann-muss-der-vermieter-die-heizung-einschalten.html

Danke Dir. Werde ich mal in Ruhe lesen. Sehe es wie Du. Er soll ja auch nicht frieren. Nur er ist echt selten da. Und wer gibt mir die Garantie das er die Heizung nicht dauerhaft auf 4 zB stehen hat. Und dann würden wir mehr zahlen mit unserem Teil weil wir das so früh nicht bräuchten. Bin gespannt welchen Weg wir finden...

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Also Dein Vermieter hat doch garnicht verlangt, dass Ihr die Heizung das ganze Jahr laufen lasst sondern erst im Herbst. Also nicht im Sommer.

Ausserdem zahlt er ja seinen Anteil, leider sagst Du nicht wie hoch sein Anteil ist, wäre der zB. 50% dann könnte Dir das egal sein.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier gerade mit Kanonen nach Spatzen geschossen wird.  Du könntest Dir ja die Kosten einmal ausrechnen, die entstehen, wenn Ihr die Heizung ein paar Wochen früher startet.

Ausserdem hast Du einen Einfluss auf den Energieverbrauch der Heizung indem Du die Vorlauftemperatur entsprechend einstellst, da macht es dann nicht soviel aus wenn die Heizkörper auf voll stehen. Dein Vermieter scheint ein fairer zu sein. Rechne doch einfach aus, was Dich das kostet und ob das mit dem Anteil den der Vermieter bezahlt passt. Wenn es nicht passen sollte dann sprich mit dem Vermieter.

Ich weiß nicht wie Sie darauf kommen das mit Kanonen geschossen wird..zumal Sie Dinge genannt haben die nicht stimmen. Also so blöde sind wir nicht um nicht allein darauf gekommen zu sein die Kosten ab zu wägen. Und bei 50% was es aber nicht ist, ist auch dann nicht recht. Und nein, das gilt nicht nur für den Herbst. Das empfinden der Kälte ist halt in unseren Gefilden unterschiedlich. Was auch ok ist. Aber egal. Ich habe hier nette Ideen und Anregungen bekommen und werden reagieren.

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@DogoMelli

hui, da fühlt sich aber jemand auf den Schlips getreten scheint mir.

Also wenn man seine Frage so ungenau stellt wie es in diesem Fall geschehen ist und dann so reagiert wie hier geschehen, das gibt zu denken. Merke: Präzise Frage ermöglicht präzises Antwort.

Ungenaue Frage ermöglicht eben auch nur ungenaue Antworten.

Wer rechnen kann ist klar im Vorteil, bei 50 % Beteiligung wäret ihr klar im Vorteil da Euer zu beheizendes Raumvolumen sehr wahrscheinlich mehr als 50% des Gesamtenergiebedarfes verbraucht.

Und welche Dinge habe ich bitte genannt, die angeblich nicht stimmen?

Sachlichkeit hilft auch hier weiter und da sind dann Fakten gefragt und keine Parolen mit Stammtischniveau.

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Ja, er hat natürlich das Recht, seine Bude zu beheizen, wie ihm das passt.

Und Du musst ihm das tatsächlich ermöglichen!

Ihr müsst eben eine faire Abrechnungsmethode finden.

Tja fair ist in unseren Augen nicht gegeben. Denn nur als Beispiel wenn das ganze Jahr die Heizung läuft und bei uns alles aus...klar bis auf Wasser...zahlen wir Monate im Durchschnitt gerechnet mehr als was wir bräuchten. Dann muss man ihm ggf vorschlagen einzel Zähler einbauen zu lassen.

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Leider ist Deine Frage etwas ungenau. Gibt es Heizkostenverteiler an den Heizkörpern? In unserer grösseren Anlage wird schon seit über einem Monat geheizt. Kannst Dich ja bei einem Mieterschutzverein o.ä. erkundigen

Sorry weiß nicht genau was Du meinst. Hoffe es Dir trotzdem halbwegs richtig erklären zu können. Wir haben an allen Heizkörpern ganz stink normale Thermostate. Wir haben eine Heizungsanlage wo keinerlei zwischenzähler zwischen hängt. Zur Jahresabrechnung wird gerechnet was wir gebunkert haben für das Jahr und davon trägt er seinen im Vertrag genannten Prozentsatz. Vielleicht sollten wir ihm vorschlagen einen Zähler oder so etwas zwischen bauen zu lassen.

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