Mieter verlangt nachträgliche Kostenerstattung Fußbodenbelag

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Ich würde den Mieter vor die Entscheidung stellen, den Urzustand - mit Bodenbelag - wiederherzustellen oder aber das Laminat kostenlos zu überlassen, vorausgesetzt es wurde fachgerecht verlegt. Meistens müssen bei Verlegung von Laminat Türblätter eingekürzt werden - bei Rückbau ein Mangel, der nachträglich nicht zu beheben ist, es sei denn man setzt neue Türblätter ein.

Es ist nicht richtig vom Mieter, den Vermieter derart vor vollendete Tatsachen zu stellen. In gewisser Weiste stellt dies auch einen Vertragsbruch dar, da er sich an deinem Eigentum des Vermieters ( Bodenbelag ) ungefragt vergreift. D.h. der Mieter kann sich glücklich schätzen, wenn du das Laminat kostenfrei übernimmst und nicht darauf bestehst, dass der Urzustand wieder hergestellt wird.

Sorry hatte das in der Frage vergessen zu erwähnen: der entsorgte Teppich war schon 12 Jahre alt und wurde beim Einzug der Mieter damals verlegt. Das Laminat wurde "vor kurzem" eingebaut. Gilt dann das gleiche? Weil nach 12 Jahren ist ja jeder Teppich so gut wie verschlissen.

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@Janni87

Es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Nutzung von Teppichboden, wenn er verschlissen ist, dann ist der Vermieter zu informieren, der sich das in der Regel ansieht und dann enttscheidet, wie er mit seinem Eigentum weiter verfährt - man kann es drehen und wenden wie man es will, der Vermieter allein entscheidet, was mit seinem Eigentum passiert - wenn der Mieter ihn übergeht, dann hat der Mieter eben Pech.

Es gibt im übrigen auch viele Vermieter, die das Einbringen von Laminat grundsätzlich ablehnen - ich würde das in meinen Wohnungen auch nicht mehr verlegen ( Übertragung von Trittgeräuschen, zu empfindlich und anfällig gegen Reinigungsfehler - ich bevorzuge PVC- Beläge ). Auch diesbezüglich ist der Vermieter in seinem Entscheidungsrecht übergangen worden.

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bzw. was passiert, wenn der Mieter sich dann stur stellt und sagt: "gut, dann nehm ich das Laminat wieder raus, und sie erneuern mir dann den Fußboden, weil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war". ? Grundsätzlich ist der Vermieter ja verpflichtet nach einer solchen Nutzungsdauer was zu machen (außer er hat mit eine Mietminderung kein Problem). Es ist ein total blöder Fall, da der Mieter den Teppich einfach entsorgt hat...

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@Janni87

Ich gehe davon aus, dass der Mieter sowas sicher androhen könnte ( Laminat entfernen ), aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass er es auch macht - zumindest nicht solange er in der Wohnung wohnt. Der Mieter kann nicht das Eigentum des Vermieters entfernen und dann behaupten es wäre schlecht / abgenutzt gewesen. Es gibt höherwertige Teppichböden, welche wesentlich länger als 12 Jahre halten - es gibt wie bereits gesagt auch keine Frist, die dem Vermieter vorschreibt, den Boden nach xy Jahren automatisch zu erneuern.

Grundsätzlich hängt aber eine Entscheidung in einer solchen Sache davon ab, wie man sich mit den Mietern ansonsten versteht und weiterhin mit ihnen auskommen möchte. Bei einem guten Mietverhältnis ( hätte der Mieter sicher vorher gefragt! ), würde ich einen Betrag anbieten um die Sache abschließen zu können. Bei einem Mietverhältnis, auf das ich ggf. verzichten kann, würde ich mich absolut stur stellen und auf Schadensersatz, was den eigenmächtig entfernten Belag anbelangt, bestehen - als Schadensersatz könnte man das Laminat akzeptieren sofern dieses entsprechend fachgerecht verlegt wurde.

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Die Forderung des Mieters ist unberechtigt. Er hätte zur Regelung eine schriftliche Vereinbarung treffen müssen. Du darfst bei Auszug sogar die Wiederherstellung des alten Zustandes fordern (also Laminat raus, Teppichboden rein).

Nein - das Gegenteil ist der Fall. Der Vermieter kann sogar den Mieter bei Auszug auffordern, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Da der Mieter wahrscheinlich den alten Teppichbeleg (Dein Eigentum und ohne Dein Wissen) entsorgt hat, dürfte dies unmöglich sein.

Im übrigen besteht für den Vermieter keine Verpflichtung einen "alten Teppich" auszutauschen, nur weil dieser nicht mehr ansehnlich bzw. alt ist oder dem Geschmack des Mieters entspricht. Nur die Funktionalität muß vom Vermieter sicher gestellt sein ( z.B. Löcher usw.)

Sorry hatte das in der Frage vergessen zu erwähnen: der entsorgte Teppich war schon 12 Jahre alt und wurde beim Einzug der Mieter damals verlegt. Das Laminat wurde "vor kurzem" eingebaut. Gilt dann das gleiche? Weil nach 12 Jahren ist ja jeder Teppich so gut wie verschlissen.

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bzw. was passiert, wenn der Mieter sich dann stur stellt und sagt: "gut, dann nehm ich das Laminat wieder raus, und sie erneuern mir dann den Fußboden, weil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war". ? Grundsätzlich ist der Vermieter ja verpflichtet nach einer solchen Nutzungsdauer was zu machen (außer er hat mit eine Mietminderung kein Problem). Es ist ein total blöder Fall, da der Mieter den Teppich einfach entsorgt hat...

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@Janni87

bzw. was passiert, wenn der Mieter sich dann stur stellt und sagt: "gut, dann nehm ich das Laminat wieder raus, und sie erneuern mir dann den Fußboden, weil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war". ?

das kann der Mieter zwar machen, aber da der Mieter Dein Eigentum ohne Dein vorheriges Einverständnis entsorgt hat, hast Du sogar einen Schadenersatzanspruch, d.h. der Mieter nimmt dann zwar das Laminat wieder raus, er muß Dir aber als Ersatz - da er Dir den ursprünglichen Zustand ja nicht mehr herstellen kann - einen neuen Teppichboden legen.

Aufgrund der Nutzungsdauer ist der Vermieter nicht verpflichtet für einen neuen Bodenbelag zu sorgen. Er muß - wie ich schon geschrieben habe - nur funktionsfähig sein.eil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war".

Schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn die vom Mieter vorgenommenen Ein- und Umbauten derart mit dem Mietobjekt verbunden sind, dass aus tatsächlichen Gründen eine Entfernung nicht mehr möglich ist. Beispiele hierfür sind die Verbesserung der Elektroinstallation, die Verfliesung des Badezimmers oder die Verlegung von Parkett. Hier kann der Mieter sein Wegnahmerecht nicht ausüben. Durch die feste Verbindung seines Eigentums mit dem des Vermieters verliert der Mieter sein Eigentum an den vorgenommenen Ein- und Umbauten. Aufwendungseratzansprüche wegen der ins Eigentum des Vermieters übergegangenen Mietereinbauten sind oftmals nur sehr schwer durchsetzbar.

Um Streitigkeiten über den Rückbau und den Ersatz der vom Mieter aufgewandten Investitionen bei einem Auszug vorzubeugen, sollte bereits bei Genehmigung einer Modernisierungsmaßnahme eine schriftliche Vereinbarung über den Umfang des Rückbaus und den Ersatz der Investitionskosten getroffen werden.

http://www.ivmieterschutz.de/mietrecht/modernisierung/mietermodernisierung/

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