Mieter verlangt nachträgliche Kostenerstattung Fußbodenbelag

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5 Antworten

Ich würde den Mieter vor die Entscheidung stellen, den Urzustand - mit Bodenbelag - wiederherzustellen oder aber das Laminat kostenlos zu überlassen, vorausgesetzt es wurde fachgerecht verlegt. Meistens müssen bei Verlegung von Laminat Türblätter eingekürzt werden - bei Rückbau ein Mangel, der nachträglich nicht zu beheben ist, es sei denn man setzt neue Türblätter ein.

Es ist nicht richtig vom Mieter, den Vermieter derart vor vollendete Tatsachen zu stellen. In gewisser Weiste stellt dies auch einen Vertragsbruch dar, da er sich an deinem Eigentum des Vermieters ( Bodenbelag ) ungefragt vergreift. D.h. der Mieter kann sich glücklich schätzen, wenn du das Laminat kostenfrei übernimmst und nicht darauf bestehst, dass der Urzustand wieder hergestellt wird.

Sorry hatte das in der Frage vergessen zu erwähnen: der entsorgte Teppich war schon 12 Jahre alt und wurde beim Einzug der Mieter damals verlegt. Das Laminat wurde "vor kurzem" eingebaut. Gilt dann das gleiche? Weil nach 12 Jahren ist ja jeder Teppich so gut wie verschlissen.

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@Janni87

Es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Nutzung von Teppichboden, wenn er verschlissen ist, dann ist der Vermieter zu informieren, der sich das in der Regel ansieht und dann enttscheidet, wie er mit seinem Eigentum weiter verfährt - man kann es drehen und wenden wie man es will, der Vermieter allein entscheidet, was mit seinem Eigentum passiert - wenn der Mieter ihn übergeht, dann hat der Mieter eben Pech.

Es gibt im übrigen auch viele Vermieter, die das Einbringen von Laminat grundsätzlich ablehnen - ich würde das in meinen Wohnungen auch nicht mehr verlegen ( Übertragung von Trittgeräuschen, zu empfindlich und anfällig gegen Reinigungsfehler - ich bevorzuge PVC- Beläge ). Auch diesbezüglich ist der Vermieter in seinem Entscheidungsrecht übergangen worden.

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bzw. was passiert, wenn der Mieter sich dann stur stellt und sagt: "gut, dann nehm ich das Laminat wieder raus, und sie erneuern mir dann den Fußboden, weil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war". ? Grundsätzlich ist der Vermieter ja verpflichtet nach einer solchen Nutzungsdauer was zu machen (außer er hat mit eine Mietminderung kein Problem). Es ist ein total blöder Fall, da der Mieter den Teppich einfach entsorgt hat...

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@Janni87

Ich gehe davon aus, dass der Mieter sowas sicher androhen könnte ( Laminat entfernen ), aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass er es auch macht - zumindest nicht solange er in der Wohnung wohnt. Der Mieter kann nicht das Eigentum des Vermieters entfernen und dann behaupten es wäre schlecht / abgenutzt gewesen. Es gibt höherwertige Teppichböden, welche wesentlich länger als 12 Jahre halten - es gibt wie bereits gesagt auch keine Frist, die dem Vermieter vorschreibt, den Boden nach xy Jahren automatisch zu erneuern.

Grundsätzlich hängt aber eine Entscheidung in einer solchen Sache davon ab, wie man sich mit den Mietern ansonsten versteht und weiterhin mit ihnen auskommen möchte. Bei einem guten Mietverhältnis ( hätte der Mieter sicher vorher gefragt! ), würde ich einen Betrag anbieten um die Sache abschließen zu können. Bei einem Mietverhältnis, auf das ich ggf. verzichten kann, würde ich mich absolut stur stellen und auf Schadensersatz, was den eigenmächtig entfernten Belag anbelangt, bestehen - als Schadensersatz könnte man das Laminat akzeptieren sofern dieses entsprechend fachgerecht verlegt wurde.

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Die Forderung des Mieters ist unberechtigt. Er hätte zur Regelung eine schriftliche Vereinbarung treffen müssen. Du darfst bei Auszug sogar die Wiederherstellung des alten Zustandes fordern (also Laminat raus, Teppichboden rein).

Nein - das Gegenteil ist der Fall. Der Vermieter kann sogar den Mieter bei Auszug auffordern, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Da der Mieter wahrscheinlich den alten Teppichbeleg (Dein Eigentum und ohne Dein Wissen) entsorgt hat, dürfte dies unmöglich sein.

Im übrigen besteht für den Vermieter keine Verpflichtung einen "alten Teppich" auszutauschen, nur weil dieser nicht mehr ansehnlich bzw. alt ist oder dem Geschmack des Mieters entspricht. Nur die Funktionalität muß vom Vermieter sicher gestellt sein ( z.B. Löcher usw.)

Sorry hatte das in der Frage vergessen zu erwähnen: der entsorgte Teppich war schon 12 Jahre alt und wurde beim Einzug der Mieter damals verlegt. Das Laminat wurde "vor kurzem" eingebaut. Gilt dann das gleiche? Weil nach 12 Jahren ist ja jeder Teppich so gut wie verschlissen.

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bzw. was passiert, wenn der Mieter sich dann stur stellt und sagt: "gut, dann nehm ich das Laminat wieder raus, und sie erneuern mir dann den Fußboden, weil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war". ? Grundsätzlich ist der Vermieter ja verpflichtet nach einer solchen Nutzungsdauer was zu machen (außer er hat mit eine Mietminderung kein Problem). Es ist ein total blöder Fall, da der Mieter den Teppich einfach entsorgt hat...

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@Janni87

bzw. was passiert, wenn der Mieter sich dann stur stellt und sagt: "gut, dann nehm ich das Laminat wieder raus, und sie erneuern mir dann den Fußboden, weil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war". ?

das kann der Mieter zwar machen, aber da der Mieter Dein Eigentum ohne Dein vorheriges Einverständnis entsorgt hat, hast Du sogar einen Schadenersatzanspruch, d.h. der Mieter nimmt dann zwar das Laminat wieder raus, er muß Dir aber als Ersatz - da er Dir den ursprünglichen Zustand ja nicht mehr herstellen kann - einen neuen Teppichboden legen.

Aufgrund der Nutzungsdauer ist der Vermieter nicht verpflichtet für einen neuen Bodenbelag zu sorgen. Er muß - wie ich schon geschrieben habe - nur funktionsfähig sein.eil der Teppich ja schon 12 Jahre alt und verschlissen war".

Schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn die vom Mieter vorgenommenen Ein- und Umbauten derart mit dem Mietobjekt verbunden sind, dass aus tatsächlichen Gründen eine Entfernung nicht mehr möglich ist. Beispiele hierfür sind die Verbesserung der Elektroinstallation, die Verfliesung des Badezimmers oder die Verlegung von Parkett. Hier kann der Mieter sein Wegnahmerecht nicht ausüben. Durch die feste Verbindung seines Eigentums mit dem des Vermieters verliert der Mieter sein Eigentum an den vorgenommenen Ein- und Umbauten. Aufwendungseratzansprüche wegen der ins Eigentum des Vermieters übergegangenen Mietereinbauten sind oftmals nur sehr schwer durchsetzbar.

Um Streitigkeiten über den Rückbau und den Ersatz der vom Mieter aufgewandten Investitionen bei einem Auszug vorzubeugen, sollte bereits bei Genehmigung einer Modernisierungsmaßnahme eine schriftliche Vereinbarung über den Umfang des Rückbaus und den Ersatz der Investitionskosten getroffen werden.

http://www.ivmieterschutz.de/mietrecht/modernisierung/mietermodernisierung/

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wenn der teppich im mietvertrag vermerkt ist und vom vermieter mit vermietet ist ,hast du auch nichts mehr damit zu tun und was der neue mieter macht und der vermieter im nachhinein alles ändert ,hat mir dir nichts mehr zu tun und fertig .wer will denn jetzt noch nachahlten wie abgenutzt der teppich war ?? der ist doch schon entsorgt und nicht mehr nachzuvollziehen ,also hat der vermieter pech gehabt und soll sich an die neuen halten und aus die maus . ich würde nicht dazu geben und mir auch nichts mehr davon annehmen ,denn das ist etwas sehr spät und er ist in der beweispflich darüber und kann es nicht ,weil der teppich nicht mehr existent ist ,oder ? so sehe ich das und kannst dich ja mal schalu googln --mietrecht ,nachträgliche forderungen an den mieter-vielleicht findest du etwas dazu und hoffe es hilft dir.

nächstes mal genauer lesen bitte: "Frage aus Vermietersicht"

Und nochmal zur Erklärung: Der Teppichboden lag beim Einzug des Mieters drin bzw. wurde zum Einzug verlegt durch den Vermieter. Es geht hier ausschließlich um die Sache, dass der Mieter Kosten für die Erneuerung des Fußbodenbelags verlangt, ohne vorher mit dem Vermieter gesprochen zu haben, ob und wie der Boden erneuert werden soll/muss/darf. Die Mieter wohnen dort schon seit 12 Jahren!

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Rein nach gesundem Menschenverstand geurteilt ein klares nein. Im Gegenteil, als Vermieter wurde ich Schadensersatz für meinen vermieteten Teppichboden verlangen, der einfach entsorgt wurde.

auch wenn dieser schon über 12 Jahre alt war?

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@Janni87

Der Teppichboden war bei Einzug des Mieters neu. Wann hat denn der Mieter das Laminat verlegt? Direkt nach Einzug?

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@StupidGirl

nein, "vor kurzem" (mehr weiß ich leider noch nicht). Hatte leider in meiner Frage vergessen zu sagen, dass die Mieter schon eine Weile dort wohnen.

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@Janni87

Nichtsdestotrotz hätte er für die Verlegung des Laminats deine Zustimmung gebraucht. Denn dann hätte man auch gleich klarstellen können, was bei Auszug mit dem Laminat passiert. Wenn der Mieter nun auch noch Geld sehen will, was ja nie vereinbart war, dann soll er das Laminat wieder ausbauen. Und da er es ja mit Teppich gemietet hat, dann müßte er den alten Teppich wieder reinlegen. Den hat er aber entsorgt. Pech für den Mieter. Ergo: Entweder baut er das Laminat aus und verlegt einen billigen Teppich oder er überlässt dir das Laminat kostenlos. So sehe ich das und so würde ich das auch mit meinem Mieter handhaben. Aus solchen Gründen, wie du beschrieben hast, mache ich bei meinen Mietern grundsätzlich eine Zusatzvereinbarung zum MV, dass kein Anspruch auf Kostenerstattung besteht.

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@Janni87

Egal, wie alt er war, es war deiner. Die Leute können nicht einfach dein Eigentum wegwerfen und auch noch Geld von dir verlangen für etwas, dass sie stattdessen kaufen.

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