Mieter möchte das Bad vollständig renovieren. Mit wieviel % sollte sich der Vermieter an den Kosten beteiligen. Wie würdet ihr entscheiden?

Das Ergebnis basiert auf 4 Abstimmungen

Andere Lösung: 50%
Der Vermieter sollte gar nichts bezahlen. 25%
Der Vermieter zahlt nur eine einfache Ausstattung komplett 25%
Sie machen halbe / halbe! 0%

7 Antworten

Andere Lösung:

aus 30-jähriger Vermieter Erfahrung kann ich mich nur "bwhoch2" anschließen.

  1. selbst Mieter, zu denen man einen guten Draht hat und meint, sie zu kennen, haben einen anderen Blick auf die Mietsache als Vermieter. Einmal habe ich auf Wunsch eines Mieters ihm erlaubt, eine Wand zu ziehen, damit aus einem Durchgangszimmer ein separates wurde, und er über den Flur ins nächste kam. Das erschien mir sinnvoll und da er angeblich gelernter Maurer war, wollte er diese Wand selber ziehen und Materialkosten gingen auf uns. Nie wieder! Erstmal hat er über Jahre überall rum erzählt, was er da alles an unserem Haus gemacht hätte, er würde da quasi ständig alles für uns renovieren.... und deshalb wäre die Miete ok, aber als wir 10 Jahre später mal die Miete auf Mietspiegelniveau (!), also den tatsächlichen ortsüblichen Mieten, angepasst haben, da wurde er bockig und es kam zum Auszug....was uns aber ganz recht war. Die Wand war übrigens schief und konnten wir inklusive Tür dann abreißen und von Fachleuten neu bauen lassen.
  2. der Mieter kann jederzeit ausziehen, der Vermieter bleibt mit den Renovierungen/ Modernisierungen zurück und muss daher im Vorfeld entscheiden, welches Material und welche Farben etc. dann wirklich sinnvoll für die Mietsache sind, so dass es langlebig und neutral gehalten ist, um später auch den nächsten Mietern zu gefallen.
  3. Worum geht es hier genau? Tatsächliche Wertsteigerung oder "Schönheitserneuerungen"? Ein komplettes Bad zu erneuern macht erheblichen Lärm und Dreck und verursacht immense Kosten, woran kann man sparen und woran nicht? Das kommt natürlich immer auf den tatsächlichen Zustand an und wie hoch das geplante Budget maximal sein soll. Entsprechend sollte man die Entscheidungen treffen. [Denn auch wenn Mieter oft meinen, Vermieter seien reiche Pinkel, so entspricht das doch eher selten den Tatsachen, denn man zahlt das als Vermieter halt alles erstmal aus eigener Tasche, also muss man auch die Kosten/ das Budget im Blick haben.]
  4. Muss es wirklich ein neues Bad sein? Mit Fliesen abschlagen (Lärm und Dreck finden andere Mieter im Objekt dann immer gar nicht gut!!!), neuen Rohren, neuem Sanitärinventar.... oder geht es auch anders? (Ab den 80 ger Jahren wurden in den meisten alten Bundesländern keine Bleirohre mehr verlegt, die Trinkqualität ist also bleifrei und Kunststoffrohre etc. halten ewig, wenn nicht: Versicherungsschaden.)
  5. Alternative zum neuen Bad: Fliesen vorbereiten und dann mit Fliesengrund und Fliesenfarbe weiß streichen (wie neu, wenn man es richtig macht), Badewanne oder Duschtasse von einem Fachmann neu beschichten lassen, Armaturen, Waschbecken und Toilettentopf erneuern. Fertig ist ein modernes Bad. Hab ich selber in meiner eigenen Altbauwohnung so gemacht....

Durch den Mieter, der viele Beziehungen hat genießen wir viele Vorteile und haben Ersparnisse. Daher werden wir dem Mieter in Sachen Materialkosten entgegen kommen. Man muß nur miteinander sprechen, dann findet man immer eine Lösung für beide. Das neue Bad gestaltet der Mieter so wie es es möchte, aber natürlich mit der Zustimmung des Vermieters.

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Andere Lösung:

Was Vermieterin vergessen hat, ist der Austausch der unter Putz liegenden Wasserleitungen. Die jetzigen sind 35 Jahre alt und womöglich schon angegriffen oder mit Kalkablagerungen teilweise zugesetzt. Es wäre nun ziemlich doof, wenn man auf den Austausch der Rohre verzichtet und nach 2 oder 3 Jahren wieder alles aufschlagen muss, weil es einen Rohrbruch gab. Das würde zwar dann die Versicherung bezahlen, aber sehr ärgerlich wäre es trotzdem.

Mit diesem Rohraustausch ist mit einer Investition von ca. 15000 € zu rechnen, die mindestens wieder 30 Jahre halten soll.

Aus meiner Vermietersicht würde ich den Mieter nur dahin gehend in die Pflicht nehmen, dass er bei der Auswahl der Fliesen auf Deine Vorstellungen Rücksicht nimmt, also schaust Du Dir seine Wünsche an und wenn Du überein stimmen kannst, schließt Du Dich dem an. Andersrum könntest Du ein paar Vorschläge machen und der Mieter sucht aus. Auf diese Weise hast Du Gewähr, dass der Mieter nicht einen Extremgeschmack durchsetzt, der nach seinem Abgang an andere kaum vermittelbar ist. Zudem ist es Dein Geld, was Du ausgibst.

Des weiteren sollte er die Arbeiten so wenig wie möglich behindern und auf Mietminderung verzichten. Er sollte zudem aktiv dabei mitwirken, dass Termine der einzelnen Handwerker gut abgestimmt vereinbart werden können.

In jedem Fall würde ich Dir einen Dienstleister empfehlen, der alle Arbeiten gut koordiniert und für den Gesamtablauf verantwortlich ist. Bei uns hat das ein Fliesengeschäft gemacht, der auch die Sanitärarbeiten mit einem Partnerunternehmen koordiniert hat. So ging alles Hand in Hand und in 3 Wochen war alles vorbei incl. Rausbrechen der alten Teile und Fliesen. Das flutschte nur so!

Kostenaufteilung: Da alles funktionsfähig ist, sollte der Mieter einverstanden sein, dass alles als Modernisierung gilt und Du dementsprechend eine Modernisierungsmieterhöhung vereinbarst. 11 % pro Jahr = 137,50 € pro Monat. Auch wenn sich das schrecklich anhört, so wäre doch die Investition in 10 Jahren bezahlt und falls der Mieter vorher auszieht, zahlt er nur soviel, wie er selbst genutzt hat und der nächste zahlt weiter. Wohnt er länger als 10 Jahre drin, hat er zwar prinzipiell einen Nachteil, aber er musste jetzt nicht eine große Summe vorstrecken, von der er nicht wußte, ob er sie jemals komplett ausnutzen kann.

Es kommt zu keiner Mietminderung, denn der Mieter renoviert alles in Eigenregie und das ist vom Vermieter auch so gewollt. Der Vermieter ist außen vor. Ich denke es ist logisch, daß die Kosten der neuen Wasserleitungen der Vermieter übernimmt.

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@christl10
und das ist vom Vermieter auch so gewollt.

OK. Wenn der Vermieter meint, dass das so in Ordnung ist, soll er so vorgehen. Ich habe meinen Vorschlag gemacht und wenn schon feststeht, dass der Mieter in Eigenregie im Haus des Vermieters rumfuhrwerkt, ist das Haus ansonsten wohl auch nicht viel wert.

Wer meint, dass er damit besser fährt, soll es so machen. Ich würde das als Vermieter nicht tun.

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Die entscheidende Frage ist ob es als eine Modernisierung oder eine Renovierung anzusehen ist.

Renovierung: Die Sache auf gleichem Stand zu erneuern - das ist 100% Vermietersache (auf einen vernünftigen gebauchbaren Zustand; schick und modern muss es nicht sein)

Modernisierung: Irgendwas neues besseres einbauen (typischer Fall: Aufzug in Altbauten). Das zahlt auch der Vermieter, darf aber 11% der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen (mit der Idee, dass die Investition nach 9 Jahren abbezahlt ist).

Also: Bad Renovierung ist eigentlich 100% Vermietersache... wenn sie notwendig ist.

So: ab jetzt kann man Anfangen zu diskutieren :-) Ist sie notwendig, ... ba bla. Das ist jetzt Verhandlungssache. Wenn die Miete gut ist würde ich 50/50 vorschlagen.

Ist nicht notwendig würde ich sagen.

Aber dennoch irgendwann fällig!

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