Mieter hat im Keller Wasserschaden verursacht durch Badewanne darüber

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5 Antworten

So wie beschrieben handelt es sich um einen Mangel an der Mietsache selbst. Den Mieter träfe hier ggfs. nur dann eine Mitschuld, wenn er von der Undichtigkeit gewusst und in Kenntnis dieses Mangels weiter die Dusche wie bisher genutzt hätte. Dann nämlich hätte er einen Sachschaden zumindest billigend in Kauf genommen.

Der Vermieter hat hier Schadenersatz zu leisten, ggfs. kann - wenn n och Gewährleistung vorliegt - auch der ausführende Betrieb in Regress genommen werde. Das aber muss den Geschädigten nicht kümmern. Es muss seine Ansprüche gegenüber dem Eigentümer einfordern.

Hallo Fordperfekt,

das wäre das was ich eigentlich auch am stimmigsten fand.

Im Widerspruch stehts eben mit der Meinug deines Vorredners rikariyoku, der sagt, daß die Verantwortung bis zum Abfluß (und da gehört die defekte Fuge wohl dazu obwohls eben gerade nicht durch den Abfluß geht sondern vorbei),

Meiner Meinung kann man von einem Nichthandwerker nicht verlangen, daß er zu schwierige Sachen selbst ausführt oder in Auftrag gibt.

Meine Meinung war bisher eigentlich genauso, daß die Verfugung schon im Verantwortungsbereich des Vermieters liegt.

Ja dem duschenden Mieter tritt sicherlich eine Mitschuld wenn er das Duschen wider besseren Wiissens weiterbetreibt (in diesem Fall war es vielleicht nicht so eindeutig, weil der Vormieter des darunterliegenden Kellers den kaum benutzt hat und deshalb nie aufgefallen ist....so wurde das eben nach der ersten Bekanntgabe noch etwas auf die "leichte Schulter" genommen). Der duschende Mieter wäre aber sicherlich aber auch berechtigt eine Mietminderung zu machen sollte der Vermieter seiner Instandsetzungpflicht nicht nachkommen (wenn man mal annimmt das das in den Aufgabenbereichs des Vermieters gehört).

Naja und wo der Vermieter das Geld herholt ist dann seine Sorge, Gewährleistung ist vollkommen richtig genannt (ich glaube die Sanitärsachen sind noch relativ neu) und Gebäudehaftpficht hat eigentlich jeder professionelle Vermieter (eigentlich auch jeder Privatvermieter),

Danke für die Antwort.

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@robespierre66

Danke nochmal wegen der Antwort hnter dem Kommentar von Blindi56.

Leitungswasserversicherung des VM ist hier bestimmt das richtige Stichwort.

Gruß

R.

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Bei mir wurde ein Wasserschaden, für den ich nichts konnte (Rohrbruch in der Wand) vom Vermieter übernommen.

Wenn der sich querstellt, solltet Iht mal zum Mieterschutzverein gehen - ist zwar nicht kostenlos, aber bestimmt billiger als wenn Ihr es selbst bezahlen müsst. Die Haftpflicht des Verursachers wird da wohl nicht einspringen.

Hallo beangato,

ja Mieterschutzbund ist gut. Das wäre dann sicherlich mit einem Jahresbeitrag verbunden.

Verursacher ist in diesem Fall eben 2-deutig. Ist der Verursacher derjenige der duscht (also mit der Privathaftpflicht) oder derjenige der (wahrscheinlich) in Ordnung halten muß (hier letztendllich bezahlt von Gebäudehaftpflicht evtl. sogar Gewährleistung des ausführenden Handwerkers).

Nach meiner Ansicht eine Haftpflicht den Schaden gegenüber Dritten (hier Kelllermieter) schon bezahlen. Egal welche von den beiden Haftpflichts. Und Haftpflicht zahlt sogar noch bei leichter Fahrlässigkeit.

Ich hatte selber mal einen Schaden als Vermieter an einem Dritten (Grundstücksbesiucher) verursacht. Und zwar habe ich ein Loch auf dem Grundstück ausgegraben und jemand ist mir reingefallen und hatte dadurch lange Arbeitsausfall. Das hat mir meine Gebäudehaftpficht auch sofort bezahlt (obwohl die Grube nach professioneller Sichtweise nicht genügend durch Markierungen gesichert war).

Also nach meiner Erfahrung ist eine Gebäudehaftlich bei der Schadensregulierung relativ kulant. Und zum Glück sind die meisten Sachen (es sind eigentlich die finanziellen Schäden, die man für die Haftung fürs Grrundstück hat) ja nicht Knochenbrüche usw. sondern eben nur so ein Wasserschaden.

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@robespierre66

Ich würde sagen, dass hier der Vermieter in der Pflicht ist. Er hat den baulichen Mangel zu vertreten - der Mieter kann da nichts dafür. Ich habe mit Verursacher eigentlich den Mieter gemeint.

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Es handelt sich um einen Leitungswasserschaden. Sofern Hausratsachen des Freundes betroffen sind, wird seine Hausratversicherung den Schaden regulieren. Für eventuell auch entstandene Schäden an Gebäudeteilen kommt die Gebäudeversicherung auf. Die Instandsetzung der mangelhaften Fugen an der Duschtasse ist Sache des Eigentümers / Vermieters.

danke,

sehr kurz und jetzt in jedem Punkt richtig so wie ich das jetzt sehe.

Gruß

R.

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@robespierre66

Ach so statt Hausratversicherung meinst du sicher auch Leitungswasserversicherung (man muß ja seinen Hausrat nicht gegen Schäden, die mir andere zufüg en versichern bzw. bei der Hausratversicherung des Verursachers wird sie den Hausrat ja nicht mehr versichern was fremder Hausrat ist).

Gruß

R.

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Wenn der Mieter den Schaden eindeutig erkannt und seinem Vermieter gemeldet hat, muss dieser für Abhilfe sorgen.

Wasserschäden an Hausrat eines anderen Mieters müsste dessen Hausratversicherung bezahlen, dafür ist die da.

Die Haftpflichtversicherung des "Verursachers" kommt dafür nicht auf, es war ja nicht fahrlässig von ihm, bzw. nicht direkt durch ihn verursacht.

Und Gebäudeversicherung zahlt nur Reparaturen und Schäden am Gebäude.

Das erstgesagt sehe ich auch so.

Nur Versicherungstechnisch sehe ich das Umgekehr:

Eine Hausratversicherung umfaßt Meiner Ansicht nur den Hausrat der eigenen 4 Wände. Und nicht mehr den Hausrat der Nachbarwohnung. Die Hausrat ist eine Sachversicherung dessen Umfang sich über den geschätzten Einrichtungswert der Einzelwohnung berechnet.

Die Haftpflicht ist eine Vermögensversicherung d.h, sie schützt das eigene Vermögen gegenüber Haftungsansprüche der geschädigten Dritten (hier der Kellermieter). Hier ist wahrscheinlich die Genossenschaft=Vermieter haftbar.

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@robespierre66
Die Haftpflicht ist eine Vermögensversicherung d.h, sie schützt das eigene Vermögen gegenüber Haftungsansprüche der geschädigten Dritten (hier der Kellermieter). Hier ist wahrscheinlich die Genossenschaft=Vermieter haftbar.

Ich sehe hier allerdings keinen Haftpflichtschaden, für den die HP eine Deckungszusage geben würde. Denn von einen Verschulden des Vermieters ist hier nicht auszugehen, und das wäre die Voraussetzung für jegliche HP-Ansprüche. Das entbindet den VM aber nicht von den Haftungsansprüchen Dritter.

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@FordPrefect

Nachtrag: In der Tat handelt es sich um ein versichertes Risiko als Leitungswasserschaden.

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@FordPrefect

Danke Fordperfect,

bis jetzt scheinen mir deine Antworten am schlüssigsten zu sein.

Also "Leitungswasserversicherung" und Haftpflichten eher bei den Bekafnnten Unfällen auf dem Grundstück (Glatteis, Dachziegel usw.).

Denke, daß in diesem Fall sowas vielleicht vorliegt weil es ne Genossenschaft ist(also Gesamtvermieter) bei ner normalen WEG wo es einzelne Vermieter gibt ist vielleicht jeder einzelne VM selbst verantwortlich, daß so ne Leitungswasser für seine Wohnung vorliegt.

Schönen Gruß

R.

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@robespierre66

Robbespierre: deshalb ersetzt ja auch die Hausratversicherung des geschädigten Mieters die Sachen. Ob allerdings im Keller gelagertes grundsätzlich mit zum Hausrat gehört, hängt von dem Kleingedruckten ab.

Hier liegt überhaupt kein Fall für eine Haftpflichtversicherung vor! Das erst, wenn bei der Reparatur (oder nachweislich beim Einbau der Dusche) gepfuscht würde, und dabei ein Wasserschaden aufträte. Dann wäre die HV des Verursachers, also Monteurfirma zuständig....

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Sobald die Leitungen in der Wand liegen und dort ein Defekt auftritt, ist die Hausversicherung zuständig.

Wenn beim Duschen das Wasser bauartbedingt nicht in den Abfluss kommt, ist derjenige zuständig, dem diese Wohnung gehört. Dann sollte dessen Versicherung (Haftpflichtversicherung) zahlen.

Der duschende Mieter hat - sobald er von dem Mangel Kenntnis erhält - das Duschen einzustellen und den Vermieter auf den Defekt aufmerksam zu machen. Duscht er weiter - zahlt er auch!

Alle Schäden dokumentieren. Neben die Gegenstände eine aktuelle Tageszeitung legen und ggf. einen Zollstock... Einen Zeugen mitnehmen!

Bisher ist das hier für mich die Antwort, die ich am schlüssigsten finde.

Du differenzierst eben sehr an welcher Stelle schon der Schaden entsteht. Also es ist da bei dir ja so, daß bis zum Abfluß (und die Silikonfuge ist ja noch vor dem Abfluß) die Verantwortung beim Mieter liegt.

Also llegt dann die technische Beobachtung (und evtl. auch die Reperatur) der Wanne (vielleicht reicht ja schon Silikon) im Verantwortungsbereich des Mieters. Möglicherweise gehört das ja auch zu den sogenannten "Kleinreperaturen" die bis zu einem bestimmten Jährlichen Betrag (in einigen Mietverträgen steht z.B., daß Mieter bis zu 1MM im Jahr für Kleinreperaturen bis z.B. 50Euro/Einzelreperatur selber aufkommen muß)

Auf jeden Fall kanns ja nicht schaden, wenn der Mieter die Verantwortungsbereich mit der Hausverwaltung klärt.

Du hast sicherlich richtig erkannt, daß das mit der Hausratsversicherung (von irgendjemandem) wenig zu tun hat). Nach meiner Meinung deckt ne Hausrat auch nur ab was in den "eigenen 4 Wänden" rumsteht und nicht was in Nachbarwohnungen oder Nachbarkellern als Schaden an Dritten passiert (dafür ist ja immer Haftpflicht da),

Danke für deine Antwort.

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