Mieter einer Eigentumswohnung (nicht umgewandelt) wird wegen Eigenbedarf gekündigt, wie kann er die Wohnugsräumung maximal verzögern?

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4 Antworten

Ausdenken gar nichts.

Entweder es bestehen Gründe der Kündigung wegen besonderer Härte zu widersprechen oder die Kündigung ist unwirksam.

Grundlose Verzögerungstaktik kostet nur Nerven und jede Menge Geld. Dein Geld.

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Kommentar von neuerprimat
26.02.2016, 12:28

Was wären denn Gründe besonderer Härte? Examensarbeiten?

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Ist die Eigenbedarfskündigung rechtswirksam, dann hast du keine Chance. Zumindest keine, die dich nicht eine Menge Geld kosten wird. Die einzige Chance wäre, sich mit dem Vermieter in Verbindung zu setzen und eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das funktioniert natürlich nur, wenn du ein angenehmer und pünktlich zahlender Mieter warst.

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Ausdenken? Gar nichts. Wenn du einen Vergleich willst, finde etwas, womit du dem Vermieter entgegen kommen kannst. Ansonsten dürfte kein Vermieter der Welt bereit sein, dir irgendwelches Entgegenkommen zu zeigen.

Das was du vorhast, ist Abzocke. Darauf reagiert jeder zurecht allergisch.

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Kommentar von neuerprimat
26.02.2016, 12:44

Also Abzocke ist das ja wohl nicht.

Es ist eher eine Form der Gerechtigkeit, denn der Mieterschutz ist gerade bei den Eigentumswohnungen unter aller Sau. Es geht auch eher in die Richtung, dass ich schadlos bleiben will, als dass ich hier vorhabe einen gewaltigen Schnitt zu machen.

Was passiert mit meiner Kaution, welche Rechte habe ich bei Auszug, wenn der Vertrag vom Vermieter gekündigt wurde? Eben. Keine besonderen. Ich muss die Wohnung genauso besenrein hinterlassen, genauso mit meiner Kaution erst mal für etwaige noch zu findende "Mängel" einstehen, etc ... als wenn ich von mir aus ausziehen würde.

Und von daher denke ich ist eine Abfindung nicht nur fair sondern dringend notwendig. Wo soll man denn, wenn die Kündigung kommt, in DREI MONATEN!!, eine vergleichbare Wohnung mit ähnlich guten Rahmenbedingungen und vergleichbarer Miete finden?

Wenn das ginge, dann ginge das doch NUR mit einem erheblichen Zeitaufwand für die Suche und Besichtigungen. Und wenn man das neben der Arbeit machen muss, dann geht es fast überhaupt nicht. Dazu die Umzugskosten, zeitlicher Aufwand des Eingewöhnens etc ...

Also ich denke dass muss fairer gehen. Das kann einfach nicht richtig sein.

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Wenn die Kündigung rechtens ist, dann hast du keine Chance. Du kannst zwar gegen die Kündigung durch alle Instanzen klagen, wirst aber alle Prozesse verlieren. Du trägst die Kosten sämtlicher Prozesse, also Gerichtskosten und Anwaltsgebühren, auch die Anwaltsgebühren des Vermieters. Das wird sehr teuer!

Es wäre also ziemlich dumm, irgendetwas "ausreizen" zu wollen, das schon von Anbeginn an zum Scheitern verurteilt ist.

Wie gesagt, das alles unter der Prämisse, dass die Kündigung wegen Eigenbedarfs rechtens ist. Für das Kündigungsschreiben gibt es bestimmte gesetzliche Vorgaben, die du ergooglen und danach Inhalt und Formulierung des Kündigungsschreibens prüfen kannst.

Es wäre viel sinnvoller, wenn du dich mit dem Vermieter darauf einigst, den Auszugstermin etwas zu verschieben bzw. die Kündigungsfrist zu verlängern.

Ansonsten lasse dich beim Mieterschutzbund beraten.

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