Miete zahlen trotz unterschriebenen Mietvertrages meines Nachmieters?

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7 Antworten

Selbst wenn durch Unterschrift am 2.9. ein Mietvertrag zustande kam, heißt das nun nicht, dass dieser auch Bestand hat. Irgend einen handfesten Grund wird die Vermieterin doch haben, dass sie den Mietvertrag nun anfechtet. Sie kann das auch mit Anwalt nur, wenn es einen Grund gibt, der wohl eher bei den neuen Mietern zu suchen ist, als beim Mietobjekt, der den neuen Mietvertrag unzumutbar macht. Nur dann hat die Vermieterin eine Chance, aus dem neuen Mietvertrag wieder raus zu kommen.

Bedeutet die Anfechtung des Mietvertrags, dass dessen Gültigkeit z. B. aufgrund einer handfesten Lüge bei der Selbstauskunft gar nicht zustande gekommen ist, gibt es ab 2.10. keine Nachmieter und Du musst weiter zahlen. Es ist dann nämlich so, als ob es nie einen neuen Mietvertrag gegeben hätte.

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Da sollte man zum Anwalt und das rechtlich prüfen lassen.

Normalerweise ist man raus, wenn es einen wirksamen Mietvertrag gibt.

Hier ist die Frage ob das auch gilt, wenn der Vermieter z.B. den Mietvertrag anfechtet.

Das geht aber bestimmt nicht so schnell und ein Anwalt schreibt das, was sein Auftraggeber will und nicht immer das was rechtens ist.

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Kommentar von imager761
29.09.2016, 22:01

Und warum soll man dann Geld für einen Anwalt ausgeben? Die Sachlage ist doch klar: Der MV der/des Fragestellers/in endet ohne übereinstimmende Aufhebung oder konkludente Beendigung durch Nachvermietung eben erst mit Ablauf der gesetzl. Kündigungsfrist.

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Selbstverständlich schuldest du bis zur ordentlichen Beendigung deines Mietvertrages Miete, wenn sich vorzeitig kein Nachmieter fände.

Da darf es dir egal sein, ob der vermeindliche Vertrag ab 01.10. deines Nachmieters ein Rücktrittsrecht beinhaltete, der Vertrag wegen unrichtiger Angaben in der Selbstauskunft für nichtig erklärt wurde, der Kandidat arbeitslos wurde oder im Urlaub die Liebe seines Lebens traf und ihr in ihre Heimat folgen möchte und dehalb um einvernehmliche Aufhebung bat :-(

G imager761

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Das geht ja überhaupt nicht. Ich bin zwar kein Anwalt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist. Das Geld würde ich auf gar keinen Fall überweisen und nochmal mit der Frau sprechen. Wenn Sie nicht locker lässt, würde ich auf jeden Fall zu einem Anwalt gehen. Wenn ich sowas höre, bin ich wirklich froh das ich rechtsschutzversichert bin.

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Und warum will die Vermieterin den neuen Mieter nicht? Da muss doch ein schwerwiegender Grund vorliegen - so einfach gehts nunmal nicht. Habt ihr der Vermieterin die neuen Mieter mit falschen Angaben aufs Auge gedrückt um rechtzeitig aus dem Vertrag zu kommen? Wäre sie in der Lage gewesen, solche Angaben vor Vertragsabschluss zu prüfen?

Aber dadurch, dass sie den Mietvertrag zum 01.10. mit den neuen Mietern geschlossen hat, hat sie ihr Einverständnis zur vorzeitigen Mietvertragsaufhebung gegeben. Wenn sie nun den Vertrag, aus welchen Gründen auch immer nicht einhält, ist das ihr Problem. Ihr konntet darauf vertrauen, dass ihr mit dem neu abgeschlossenen Vertrag aus der Nummer raus seid und keine Miete mehr schuldet - vorausgesetzt ihr habt keine falschen Angaben was den Nachmieter betrifft gemacht.

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Meine Nachmieter haben den mietvertrag am 02.09. zum 01.10 mit meiner alten vermieterin unterschrieben ( kopie davon hab ich),

Ist da auch die Unterschrift der Vermieterin darauf?

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Sobald der Nachmieter eingezogen ist, fällt deine Pflicht zur Mietzahlung weg. Das Datum seiner Vertragsunterzeichnung oder des Mietbeginns ist irrelevant.

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