Miete versteuern und Rückzahlung Betriebskosten?

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3 Antworten

Wenn der Vorbesitzer (Eigentümer?) des Hauses darin wohnt und es wurde vereinbart, dass er mietfrei unbegrenzt lange darin wohnen bleiben darf, dann muss er auch keine Mieteinnahmen versteuern. Irgend etwas wird dazu im Kaufvertrag stehen.

Wenn es mit dem anderen Mieter nur einen Mietvertrag gibt, der auf 350 € lautet und damit ist alles abgegolten, kann er nicht einfach eine ortsübliche Vergleichsmiete "annehmen" und den Rest zurück fordern. Er hat sich mit Vertragsunterzeichnung darauf eingelassen, dass er 350 € bezahlt und damit womöglich mehr bezahlt, als er müßte, wenn er bspw. 250 € kalt bezahlt + 100 € für Betriebskosten, über die dann nach jedem Jahr abgerechnet wird. Was wäre gewesen, wenn er die Wohnung intensiv genutzt hätte mit hohem Wasserverbrauch und Heizung immer bis zum Anschlag auf? Dann hätte er wohl auch nichts nachgezahlt, sondern auf das Risiko des Vermieters verwiesen.

Die mietvertragliche Regelung, dass einfach ein Mietbetrag bezahlt wird, ohne das näher aufzuteilen, entspricht exakt dem §535 BGB und ist somit der vom Gesetzgeber ursprünglich gemeinte Normalzustand.

Aber Achtung: Wenn jetzt die Wohnung neu vermietet wird, hat Dein Bekannter, anders als früher, als das Haus noch dem Voreigentümer gehörte, zwei fremde Miet- bzw. Wohnparteien im Haus. Da kann es gut sein, dass nun die Heizkostenverordnung greift, nach der zumindest die Heizkosten und die Kosten der Warmwassererwärmung separat erfasst und abgerechnet werden müssen. Das sollte er möglichst bald klären und ggf. die Voraussetzungen dafür schaffen.

Da er 0 Erfahrung hat, empfehle ich dringend, zum Verein Haus & Grund zu gehen. Für wenig Mitgliedsbeitrag kann er sich umfassend informieren und rechtlich beraten lassen. Außerdem gibt es für kleines Geld hochaktuelle Mietverträge.

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Kommentar von bwhoch2
11.01.2016, 14:18

Danke für die Auszeichnung.

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Betriebskosten sind ja mehr als nur Wasser und Heizung.

Es sei denn der Bekannte war so blond nur diese 2 BK-Arten vertraglich zu vereinbaren.

Heizkosten müssen zum Teil, meist 30 %, verbrauchsunabhängig nach der Wohnfläche abgerechnet werden.

Was genau ist denn vertraglich vereinbart?

Ich hoffe doch monatliche Vorauszahlungen.

Darüber muß der Bekannte ja 1 x jährlich abrechnen. Und das binnen 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes.

Wann ein Mieter während dessen aus- oder einzieht spielt keine Rolle.

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Kommentar von Caudex
03.01.2016, 13:17

Hallo, es war nichts weiter vereinbart als 350€ monatlich. Es sind weder Kaltmiete noch Nebenkosten irgendwie im Vertrag fest geschrieben. Der Mieter hat jetzt die ortsübliche miete als Grundlage genommen und diese als Kaltmiete genommen und den Rest als BK angesetzt.

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Aber er wird doch wohl wissen, wie die einzelen Perioden abzurechnen sind, oder etwa wirklich nicht? Ich rege zudem ggf. an, einen Blick in die mietvertraglichen Vereinbarungen zuwerfen. Und was bitte soll denn eine fiktive >Miete sein, wenn es weder Vereinbarungen noch die EURonen gibt? Da wird ein Finanzamt nicht spielen wollen, wetten?

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Kommentar von Caudex
03.01.2016, 13:18

Na ich dachte, dass die ortsübliche Miete pro qm angerechnet wird.

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