Miete trotz zahlung verschwunden?

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15 Antworten

Wenn aus den Kontoauszügen der Überweisungstag und die vom Vermieter angegebene Bankverbindung zu entnehmen ist und darüber hinaus die Bank schon bestätigt hat, dass die Überweisung erfolgreich ausgeführt wurde, ist es seitens des Vermieters notwendig, zu seiner Bank zu gehen und nachzufragen, weshalb die Mieten nicht auf seinem Konto erscheinen. Sowas nennt man dann Nachforschungsauftrag.

Mehr als das, was Dein Bekannter getan hat, kann er auch nicht tun.

Weiteren Mahnungen und sogar einer fristlosen Kündigung kann Dein Bekannter daher gelassen entgegen sehen. Auf den Mahnkosten bleibt der Vermieter sitzen. Zahlungs- oder Räumungsklagen, die er verliert, kosten ihm zusätzliches Geld.

Ergänzung:

Der Kontoauszug des Mieters reicht zunächst einmal aus als Beweis. Vor Gericht wäre der Vermieter dann in der Beweispflicht, das exakte Gegenteil (Geld wurde nie überwiesen) zu beweisen.

Übrigens muss derjenige, der das Geld abschickt, gar nicht beweisen, dass es auf dem Ziel-Konto ankam. Der Absender des Geldes muss nur (ggf. mit Bestätigung der eigenen Bank) nachweisen, dass das Geld abgesendet wurde. Wenn das Geld dann in der Ziel-Bank verschwunden ist, ist das kein Problem des Schuldners. Dann ist das einzig das Problem des Geldempfängers, was er mit seiner eigenen Bank zu klären hat.

Weiteren Mahnungen und sogar einer fristlosen Kündigung kann Dein Bekannter daher gelassen entgegen sehen

Rechtlich gesehen ja. Ein Vermieter, der trotz Überweisung weiterhin das Geld fordert, wird vielleicht aber immer neue Probleme bereiten. Rein menschlich könnte es also sein, dass man lieber eine neue Wohnung sucht statt sich auf einen womöglich dauerhaften Kleinkrieg mit dem Vermieter einzulassen.

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@mepeisen

Genau mein Text nur verständlicher übersetzt. Hzl. Dank!

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@bwhoch2

Hab das auch mit Blick auf die übrigen Antworten nur noch einmal etwas klarer darstellen wollen :-)

Daher ja auch zuvor den Daumen hoch von mir ;-)

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Ausgehend von deinen übrigen Antworten würde ich persönlich folgendes machen:

Mit der Bestätigung der eigenen Bank, dass alles korrekt ist würde ich Strafanzeige erstatten bei der Polizei. Wegen Unterschlagung. Allerdings gegen Unbekannt.

Folgende Argumentation: Es ist alles korrekt (inklusive Kontodaten). Man glaubt dem Vermieter auch, dass das Geld nicht an kam. Die Lösung kann also nur sein, dass irgendjemand bei der Bank des Vermieters das Geld unterschlagen hat.

Dem Vermieter würde ich dann höflich folgendes schreiben: "Werter Vermieter. Ich habe wiederholt geprüft und auch in den Kontodaten lässt sich kein Fehler feststellen. Meine Bank hat mir ebenfalls bestätigt, dass das Geld korrekt überwiesen wurde. Da es bei Ihnen nicht ankam, war ich soeben bei der Polizei. Ich habe den unbekannten Bankmitarbeiter ihrer Bank angezeigt, der das Geld offenbar hat verschwinden lassen. Ich würde Ihnen empfehlen, bei ihrer Bank vorzusprechen und Schadensersatz zu verlangen. Es tut mir leid, aber ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn in ihrer eigenen Bank Gelddiebe herumlaufen. Wenn Sie kurzfristig ein anderes Konto benennen bei einer anderen Bank, kann ich das Geld zukünftig dort hin überwiesen. Falls nicht, kann ich Ihnen auch nicht weiter helfen."

Und dann kann man ja mal abwarten, was da raus kommt. Vielleicht hat der Vermieter auch finanzielle Probleme und ihm werden die Mieteinnahmen weggepfändet oder ähnliches. Das ist dann aber sein Problem, nicht das von deinem Bekannten.

Hier liegt keine Straftat vor.

Der Bekannte kann die Mietzahlungen nachweisen. Ob der Vermieter das akzeptiert oder nicht ist nicht das Problem des Bekannten.

Ein Problem könnte allerdings eine falsche Bankverbindung sein.

Weswegen genau mahnt der Vermieter eigentlich?

Kann es sein das dein Bekannter regelmäßig zu spät zahlt?

Hier liegt keine Straftat vor.

Natürlich könnte eine Straftat vorliegen. Wenn denn der Vermieter das Geld erhalten hat und lügt, wenn er somit mit Vorsatz eine doppelte Zahlung erzwingen will.

Pure Schlamperei beim Vermieter ist aber nicht unbedingt eine Straftat.

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@mepeisen

Erzwingen kann er Garnichts. Er könnte es versuchen, wird aber verlieren. Vor Gericht könnte er sogar wegen uneidlicher Falschaussage strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Falls der Vermieter mit den Beschuldigungen hausieren ginge, wäre dass strafbare Verleumdung.

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@albatros

Erzwingen kann er Garnichts

Ja. Ich meinte damit aber auch nicht auf rechtlicher Ebene. Wie das ggf. vor Gericht aussieht, hat bwhoch2 schon geschrieben und ich da noch einmal etwas übersetzt.

Vor Gericht könnte er sogar wegen uneidlicher Falschaussage strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden

Richtig, je nach Situation.

Falls der Vermieter mit den Beschuldigungen hausieren ginge, wäre dass strafbare Verleumdung.

auch korrekt.

Vielleicht an dieser Position noch ein Mini-Hinweis zu der Frage mit der Schlamperei und der Falschaussage: Wenn der Vermieter mich auffordert, auf Kontonummer A das Geld zu überweisen und in Wahrheit gehört ihm das Konto nicht, dann hat der Vermieter Schuld. Sprich: Wenn der Vermieter eine falsche Kontonummer nennt, hat er erst mal Pech gehabt und muss sich das Geld von Kontoinhaber des falschen Kontos zurück holen.

Als Schuldner hat man seine Schuldigkeit getan, wenn man die Miete gemäß den Zahlungsanweisungen des Vermieters überweist.

Ggf. wäre das dann alles nicht strafrechtlich relevant, wenn der Fehler dem Vermieter einfach nicht auffällt. Aber Pech hat er dann trotzdem gehabt.

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Ist der Bekannte sicher, dass es das richtige Konto bei der richtigen Bank war? Dann kann er die Mahnungen ignorieren, selbst wenn der Vermieter ein Inkasso vernlasst oder einen Anwalt einschaltet, könnte er das dann mit Hilfe der Kontoauszüge beweisen.

Da du beweisen kannst, dass die Miete gezahlt wurde, kann der V. Mahnungen schicken so viel er lustig ist. Lass dich also nicht wuschig machen. Wenn er meint, du hättest Schulden, soll er dich verklagen, er wird verlieren.

In der Mahnung muss konkret stehen für welchen Monat und wie viel jeweils (angeblich) Miete geschuldet wird. Ohne diese Angaben ist die Mahnung für die Katz (ohne Wert). Das träfe auch so für einen Rechtsstreit zu.

Welches Konto für die Mietzahlung steht im Mietvertrag?

Steht in der Mahnung eine Bankverbindung?  Die müsste der V. wohl auch angeben um behaupten zu können, dass auf diesem Konto kein Eingang ist.

Wenn du einen Zahlendreher oder anderen Fehler angegeben hättest, käme nach dem jetzigen Zahlverfahren automatisch das Geld zurück auf dein Konto.

Eine Straftat begeht der Vermieter nicht, er kann mit seinen Mieteinnahmen machen was er will, ist für dich uninteressant.

Wenn du dir sicher bist, dass deinerseits alles richtig gemacht wurde, würde ich ab sofort schweigen und abwarten.

Nein, eine Straftat ist nicht erkennbar. Vielleicht hat der Vermieter eine schlampige Aktenführung. Oder dein Bekannter hat die Miete versehentlich immer (per Dauerauftrag?) auf ein falsches Konto überwiesen oder er hat die Miete tatsächlich nicht bezahlt.

Sage deinem Bekannten, er soll prüfen, ob die Empfängerkontonummer bei den Überweisungen richtig war und der im Mietvertrag angegebenen Kontonummer des Vermieters entsprach.

Wenn alles in Ordnung ist, kann der Vermieter so lange mahnen, wie er will. Dein Bekannter kann die Mietzahlung nachweisen. Vermieter können ziemlich schnell kündigen, wenn die Miete nicht pünktlich eingeht. Da muß man sich fragen, warum der Vermieter immer mahnt und keine Kündigung schickt. Das ist merkwürdig.

Vermieter können ziemlich schnell kündigen, wenn die Miete nicht pünktlich eingeht. Da muß man sich fragen, warum der Vermieter immer mahnt und keine Kündigung schickt.

Wenn der Vermieter kündigen wollte, müsste dieser das Verhalten abmahnen (hier scheint aber nur der Verzug gemahnt worden zu sein). Und dann wäre für eine Kündigung eine zweite ausbleibende oder zu spät gezahlte Miete notwendig.

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Kontoauszüge muss der Vermieter akzeptieren.

Ist es möglich, dass Dein Bekannter die Miete auf ein falsches Konto überweist (Zahlendreher)?

Wenn er die Miete überwiesen hat, kann er über SEINE BANK nachforschen, wo das Geld hin gegangen ist. Leider ist er verpflichtet, den Beweis zu erbringen, dass er ordnungsgemäß überwiesen hat.

Der Vermieter kann ja nicht beweisen, dass er es NICHT erhalten hat.

Geldschulden sind Bringschulden.

Der Vermieter kann ja nicht beweisen, dass er es NICHT erhalten hat.

Natürlich kann er das. Kontoauszüge...

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@DerHans

Egal wie oft du das wiederholst. Das ist einfach nur falsch.

Du verbreitest hier im Forum nicht zum ersten Mal Falschinformationen. Warum machst du so etwas immer wieder? Du musst es doch besser wissen.

Wenn A behauptet, dass er auf Konto B Geld überwiesen hat, dann kann der Kontoauszug des Kontos B sehr wohl das Gegenteil beweisen.

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@albatros

Was soll dieser Unsinn? DerHans hat korrekt kommentiert.

Wo hat er korrekt kommentiert?

DerHans behauptet, dass dem Vermieter unmöglich sei, die fehlende oder falsche Überweisung nachzuweisen.

Das ist Quatsch. Wenn er das Geld nicht erhalten hat, dann zeigt sein Kontoauszug den Geldbetrag auch nicht. Oder anders: Dann bestätigt ihm seine Bank sicherlich, dass das Geld nie überwiesen wurde.

Die Beweislast des Schuldners ist mit der Bestätigung seiner Bank, dass das Geld korrekt überwiesen wurde, getan. Wenn der Vermieter das nicht akzeptiert, hat er einen Gegenbeweis anzutreten bzw. die Angaben des Schuldners als gelogen/ gefälscht anzugreifen. Das geht bei einem echten Kontoauszug des Schuldners nicht mit einer puren Behauptung, dazu muss er beweisen, dass es gelogen oder gefälscht ist.

Und was den Satz, dass Geldschulden Bringschulden angeht: Das geht nur bis zur Bank des Vermieter bzw. bis zu der Bank, die der Vermieter benannt hat. Alles andere liegt jenseits des Einflussbereiches des Schuldners und ist weder von ihm zu verantworten noch hat er bei verschwundenem Geld erneut zu überweisen.

Es geht mir darum, dass der Hans hier als Community-Experte für Recht gilt aber schon oft gezeigt hat, dass er von vielen Details keine Ahnung hat. Solche Sätze, unreflektiert, stehen ihm eigentlich nicht gut zu Gesicht.

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@albatros

Vielleicht ein Nachtrag zu SEPA bzw. GDPDU: Was womöglich niemand ohne etwas Hintergrundwissen weiß: Die Banken verwenden eindeutige Transaktionsnummern für Geldbewegungen. Die jeweils gegenläufigen Buchungen müssen eindeutig zusammen gehören. Da hier ggf. einige Stellen dazwischen sind, ist es zwar in Wahrheit etwas kompliziert. Aber ganz einfach ausgedrückt: Geld verschwindet normalerweise nicht. Wenn es mit Buchungs-ID A auf einem Konto abgebucht wird, wird es auch mit Buchungs-ID A auf dem anderen Konto aufgebucht.

Wie gesagt ist das eine vereinfachte Sichtweise darauf, wie das in Wahrheit funktioniert.

Aber am Ende des Tages ist die Aussage einer Bank, dass das Geld erfolgreich zum Clearer gegeben wurde durchaus etwas, was so hohes Gewicht hat, dass du das nicht einfach so angreifen kannst. Du brauchst einen konkreten Gegenbeweis, was mit der Buchung passiert ist. Der Kontoauszug des Vermieters ist so ein Gegenbeweis. Dann kommt es drauf an, wo das Geld tatsächlich verschwand und wer dann dafür verantwortlich ist. Ist es die Bank des Schuldners, mag der Schuldner ein Problem haben (wobei die Bank den Schaden ersetzen muss).

Ausgehend von diesem Hintergrundwissen ergibt sich, was hier an Beweisen auf welcher der Seiten notwendig ist.

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Kontrollieren ob die Bankdaten stimmen und mit dem Vermieter reden. Wenn die Zahlungen nachvollziehbar fristgerecht stattgefunden haben sind die Mahnungen des Vermieters gegenstandslos.

ich will nicht wissen ob kontodaten korrekt sind..es ist alles korrekt kontrolliert und geprüft...bank hat richtigkeit bestätigt...möchte wissen ob es seitens des vermieters ne straftat ist und welcher paragraph weil er trotz beglaubtigen beweis behauptet nicht gezahlt zu haben...miete ordentlich korrekt bezahlt....

Bitte kommentiere in Zukunft die Antworten.

Nein, es ist keine Straftat von Seiten des Vermieters.

Das

..es ist alles korrekt kontrolliert und geprüft...bank hat richtigkeit bestätigt

ging aus der Frage nicht hervor.

Da alles korrekt ist, wendet Euch an den Mieterschutzbund oder die Verbraucherzentrale (in Sachsen wird da auch zum Mietrecht beraten).

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Könnte unter Mobbing fallen ! Mfg.

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@schoschi06

Mobbing ist es nicht wirkllich. Bestenfalls wäre es Nötigung, wenn eine fristlose Kündigung angedroht wird.

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ich will nicht wissen ob kontodaten korrekt sind.

Warum reagierst du so gereizt unhöflich? Bei der Schildertung in deiner Frage ist es naheliegend, dass es an der Kontonummer liegen könnte. Sei froh, dass sich alle Nutzer so viel Gedanken gemacht haben!


ob es seitens des vermieters ne straftat ist und welcher paragraph weil er trotz beglaubtigen beweis behauptet nicht gezahlt zu haben...miete ordentlich korrekt bezahlt....

Angesichts deiner völlig inadäquaten und unangebrachten Reaktion habe ich keine Lust, dir weiterhin zu helfen.

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Der Vermieter hat sich nicht strafbar gemacht nur weil er scheinbar zu Unrecht die bereits erfolgte Mietzahlung fordert und mahnt. Das Problem kann hier tatsächlich die Bank des Vermieters sein, die einen Fehler gemacht hat.

In dem Fall weise Deinen Vermieter schriftlich darauf hin, dass Deine Bank Dir bestätigt hat, dass die Überweisung ausgeführt worden ist und er bitte seine Bank zu einer Nachforschung veranlassen möge (Kopie des Kontoauszugs und der Bankmitteilung beifügen).

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... das kenne ich auch und warum sollte die eingestellte Kontoverbindung richtig sein? Wurde dies kontrolliert?

liegt da seitens des vermieters eine straftat vor...veruntreuung etc ?

Nein.

Veruntreuen kann man nur Fremdvermögen von Dritten.

Wenn er Kontoauszüge hat die dies nachweisen dann ist der Vermieter im unrecht. Wenn möglich würde ich mir da einen Anwalt suchen.

LG 

Der Vermieter soll klagen, nicht der Mieter! Letzterer hat keine Veranlassung.

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@albatros

Letzterer hat keine Veranlassung.

Was ihn nicht hindern würde. es gäbe hier ein Rechtsschutzbedürfnis des Mieters, im Rahmen einer negativen Feststellungsklage das Nicht-Bestehen der Forderung feststellen zu lassen.

Gerade damit die Folgeprobleme, die drohen könnten (fristlose Kündigung etc.) vermieden werden.

Aber das wäre für mich auch nur der letzte Ausweg. Wenn alles Reden nicht mehr hilft und der Streit weiter eskaliert. Und dann würde ich mir auch eine neue Wohnung suchen. Gerichtliche Auseinandersetzungen mit einem Vermieter sind meist nur der Anfang einer langen Streits und das will man im privaten Umfeld, wo man eigentlich einen Ruhepol haben sollte, bestimmt nicht.

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Fall für den Anwalt. Der Mieter hat ja einen Nachweis über die Zahlung. Eventuell nochmal die Kontodaten prüfen, nicht dass es einen Zahlendreher gibt.

hmm..warum soll der Mieter zum Anwalt gehen, wenn er Zahlungen geleistet hat.

Vielmehr müsste der Vermieter zum Anwalt, wenn er seine Zahlungen einklagen will

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@ChristianLE

Der Anwalt ist auch nur für den Fall, dass der Vermieter mehr macht als Mahnungen zu schicken. Eventuelle Mahngebühren würde ich auch nicht bezahlen.

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@Patilla9

Was sollte er mehr machen?

Mahnbescheid? Um dem zu widersprechen, braucht man keinen Anwalt.

Fristlose Kündigung?

Einfaches Schreiben, in dem nochmal die Zahlungen belegt werden, genügt. Der Vermieter müßte auf Räumung klagen.

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Die Rechtslage ist klar, Anwalt unnötig.

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@albatros

Jaja, habs ja verstanden. Ich braucht nicht alle das gleiche brabbeln

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Wenn er nachweisen kann ( Kto Auszüge ) das die Bank abgebucht und überwiesen hat, ist er auf der sicheren Seite ! Da kann eigendlich nichts nachkommen.

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