Miete massiv gestiegen, darf man das?

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6 Antworten

http://www.schweizerischer-mieterschutz.ch/xml_1/Internet/de/application/d272/d276/f38.cfm

auch in der Schweiz gibt es einen Mieterschutzbund

ansosnten gilt scheinbar dasselbe wie in D .... entweder sind die Nebenkosten im Mietzins enthalten (als Pauschale), dann ist keine Erhöhung möglich - oder die Nebenkosten werden vorausgezahlt und im Rahmen einer jährlichen Abrechnung abgerechnet ... diese Nebenkostenvoruaszahlungen können selbstverständlich erhöht werden, wenn sie zur Deckung der laufenden Betriebskosten nicht mehr ausreichend sind

näheres wie gesagt beim Mieterschutzverein - Schweiz

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Der Grund: Ölkosten steigen und zu viel Wasser wird verbraucht. Dieses Brief bekamen meine Nachbarn alle auch.. Nochmal meine FrageDarf man die Miete so sehr steigern?

In Deutschland darf man die Nebekostenvorauszahlungen nur anhand der letzten Abrechnung anpassen.

Muss man z.B. 120 € nachzahlen, so darf die Vorauszahlung monatlich nur um 10 € angehoben werden.

Frag mal bei der Mietervereinigung/Mieterbund nach, onb das auch i n Österreich so ist.

MfG

Johnny

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Kommentar von johnnymcmuff
09.06.2014, 10:32
onb das auch i n Österreich

Meine natürlich Schweiz.

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Ein Mietverhältnis besteht aus 2 Teilen. Ein mal zahlt man für das (ab-)nutzen der Wohnung. Also für das Recht die Wohnung und alles was dazu gehört benutzen zu dürfen. Dazu gehört aber nicht Heizung, Wasser und alles andere was man "verbraucht", deswegen nennt man das auch "Kaltmiete". Die ist sehr streng geregelt, kann nicht einfach so vom Vermieter verändert werden. Erlaubt sind Mietanpassungen, die müssen aber viele Kriterien erfüllen. Auf jeden Fall kann nur "selten" und auch nicht besonders stark erhöht werden.

Was man als Mieter zahlt ist die sogenannte "Warmmiete". Der Vermieter bezahlt in der Regel Wasser, Heizung, Versicherungen, Müllabfuhr, Abwasser, Schornsteinfeger uvm. Diese Kosten werden Anteilig auf die Mieter aufgeteilt. Teilweise pro m², teilweise pro Kopf und je nachdem mit Zählern (Wasserzwischenzähler, Wärmemengenzähler an Heizkörpern, usw). Diese Kosten die der Mieter also durch seinen Verbrauch erzeugt muß der Mieter völlig selber bezahlen, also das Geld für "verbrauchtes" an den Vermieter geben der damit dann die Rechnungen bezahlt.

Am Ende jedes Jahres wird abgerechnet, d.h. alle Kosten durch Verbrauch werden vom Vermieter bezahlt und ausgerechnet was jeder Mieter anteilig zu zahlen hat. Damit nicht am ENde des Jahres der Vermieter viele tausend Euro Vorkasse leisten muß und die Mieter dann ihre Anteile nicht auf einen Schlag aufbringen müssen, wird jeden Monat ein Abschlag gezahlt. Hier werden in der Regel die Kosten des Vorjahres durch 12 geteilt und davon die Anteile gebildet die dann die Mieter jeden Monat zusätzlich zur Kaltmiete zahlen sollten, das ist die sogenannte "Warmmiete". Am Ende des Jahres wird abgerechnet und die Mieter bekommen Geld das sie zu viel gezahlt haben wieder zurück oder müssen nach zahlen wenn die mehr Verbraucht haben oder der Preis für den "Verbrauch" gestiegen ist.

Damit kann also die Warmmiete steigen wenn z.B. Wasser und Öl/Gas teurer geworden sind. Man muß nicht mehr Abschlag bezahlen, aber dann muß man das zu wenig gezahlte Geld am Ende des Jahres auf jeden Fall nach zahlen und das kommt ja auf das gleiche raus. Der Vermieter macht keinen Gewinn dadurch, ist also keine Abzocke.

Neben gestiegenen Kosten und größerem Verbrauch können auch Modernisierungen auf die Mieter umgelegt werden, dann können 10% der Umbaumaßnahmen für die Modernisierung auf die Mieter anteilig umgelegt werden. So kann also eine neue, umweltfreundlichere Heizungsanlage durchaus die Mietkosten steigern, dafür ist aber zu erwarten, dass die Nebenkosten runter gehen. Eine neue Heizung verbraucht in der Regel ja weniger Gas oder Öl.

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Kommentar von johnnymcmuff
09.06.2014, 10:48
Man muß nicht mehr Abschlag bezahlen,

Deutsches Mietrecht:

Der Vermieter kann/ muss anhand der letzten Nebenekostenabrechnung die Vorauszahlung anpassen. Muss man z.B. 120 € nachzahlen, darf die monatliche Vorauszahlung um 10 € ( 1/12) erhöht werden.

Schweizer Mietrecht: Da weiß ich es nicht, Du?

Nur das habe ich gefunden:

Erhöhung der Akontozahlungen (für bestehende Nebenkosten)

. •Anzeige auf dem amtlichen Formular •unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfrist auf den nächsten Kündigungstermin •zusätzliche Beachtung der 10-tägigen Bedenkfrist •Angabe der neuen Nebenkosten •Art der Erhebung (akonto) •Begründung, weshalb die Erhöhung erfolgt (z.B. Anpassung an die gestiegenen Ölpreise)

http://www.mietnebenkosten.ch/erhoehung-der-akontozahlungen-fuer-bestehende-nebenkosten

Neben gestiegenen Kosten und größerem Verbrauch können auch Modernisierungen auf die Mieter umgelegt werden, dann können 10%

In Deutschland sind es 11% der Umbaumaßnahmen für die Modernisierung auf die Mieter anteilig umgelegt werden.

Sind es in der Schweiz 10% ? ______________________________________________________________

Falls Dein Beitrag kopiert ist, denke daran immer die Quelle angeben.

MfG

Johnny

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Damit ist doch nicht die Miete gestiegen, sondern die Nebenkosten. Wenn mehr verbraucht wird oder die Kosten gestiegen sind, ist das normal. Das ist immerhin besser, als am Ende eine horrende Nachzahlung leisten zu müssen.

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Kommentar von Nacak95
08.06.2014, 13:12

Da sieht man, dass ich mich noch nicht gut auskenne. Bin auch nur der Sohn haha :-) aber eben.. 300.- ist doch zuviel des guten

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Eure Miete ist gleich geblieben.

Aber die Vorauszahlung für die Neben Kosten (Strom/Wasser/Heizung/etc) wurden angehoben.

Das ist das gute Recht des Vermieters - warum sollte er Euch 1 Jahr im Voraus so viel Geld vorschießen.

Die Nebenkostenvorauszahlung sollte in etwa so hoch sein, wie der tatsächliche Verbrauch.

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nicht die Grundmiete aber die Nebenkosten. Verlangt die Berechnung der Einzelkosten

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Kommentar von BeraterNo1
08.06.2014, 13:16

falls die gleiche Summe auf alle Nachbarn eingetragen ist wurde nicht gemessen sondern überschlägig auf Gesamtverbrauch berechnet und das kann unzulässig sein da ihr den Mehrverbrauch eurer Nachbarn mitzahlen müsst. Deshalb lasst euch den Berechnungsbogen der Betriebskostenabrechnung zeigen und erklären

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