Miet-Nachzahlung und Nebenkostenabrechnung

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3 Antworten

Nur zur Info: Bei der NK-Abrechnung wäre lediglich eine "Nachforderung" (nicht: die gesamte Abrechnung) ausgeschlossen, wenn die Abrechnung später als 12 Monate nach hausindividueller Abrechnungsperiode zugegangen ist (§ 556 Abs. 3 BGB).

Eine Nachforderung der NK-2007 hätte spätestens 31.12.2008 erhoben werden müssen. Da ändert der Auszug im Sept. 2009(?) auch nichts dran. Über 2008 kann man nachdenken, ob der Vermieter bei der Beendigung des Mietvertrages in 2009 nicht selber geschlafen hat, und deshalb die Nachforderung NK-2008 selber verwirkt hat.

Die Nachforderung umfaßt auch die nicht gezahlten € 180 und wird definiert als "Gesamte NK der Wohneinheit abzüglich geleistete Vorauszahlungen". Die nicht geleisteten Vorauszahlungen haben hier keinen Forderungssonderstatus, sondern sind Teil der Nachforderung. Und die ist wahrscheinlich für 2008 wegen Fristablauf ausgeschlossen (nicht: "verjährt"!).

Wie der Vermieter die eingegangenen Zahlungen auf die Haupt- und Nebenforderungen verrechnen kann, wird meistens im Mietvertrag geregelt. Vermutlich wäre der Vermieter besser beraten gewesen, die eingegangenen Zahlungen zunächst auf die NK zu verrechnen; denn dann hätte er immer noch eine offene Mietforderung (anstelle einer offenen, aber ausgeschlossenen NK-Forderung) von € 180.

Ich denke, es waren nur jeweils 20 Euro Nebenkosten. Aber meines Wissens kann er es nachfordern, weil es halt die regulären Zahlungen betrifft - und die hat sie ja nunmal versäumt. NK verjähren meines Wissens nur, wenn die Schlußrechnung zu spät gestellt wurde - aber nicht, wenn sie nicht geleistet wurden.

Vielen Dank. 20€ sind der Monatsabschlag.Der Vermieter hat aber in den folgenden 9 Monaten die 20€ für seine Miete verwendet und nicht für die Abschlagszahlung.Somit wäre ja auch keine Mietschuld mehr vorhanden. Aber Sie wird das Geld schon überweisen - war halt nur aufgefallen.

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wann ist die Tochter denn ein- bzw. ausgezogen? Die NK 2007 hätte ja, wenn der Abrechnungszeitraum 1.1-31.12. eines Jahres ist, bereits am 31.12.08 vorliegen müssen.

Wenn ein Nachsendeauftrag vorhanden war, kann man dies dem Vermieter nachweisen, dann kann er sich nicht raus reden, die neue Anschrift nicht gehabt zu haben, die man eigentlich dem VM immer mitteilen sollte.

Dass der VM die fehlenden Beträge von 180 € den NK zugeschlagen hat, ist eigentlich nicht korrekt, hätten nur 40 € sein müssen. Ich denke mal, er will schnell an sein Geld kommen, wobei die Abrechnungen m.E. nach verspätet sind und die Tochter lediglich die fehlenden 180 € zahlen müsste.

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