Mich interessiert eine Rechtliche Sache. Es geht darum ein abgemeldetes Auto ohne Tüv von einem zum anderen Privatgrund über öffentliche Straßen zu Bewegen ?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Ohne jetzt einen juristischen Hintergrund zu haben, würde ich darauf tippen, dass das als gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr gewertet würde.

Und genau diesen Hintergrund brauche ich.

Suche jemand, der vielleicht einen verweis auf ein Urteil kennt.

Ich würde sagen man schafft ja kein vorsätzliches Hindernis, das an einer Stelle verbleibt. Es ist ja ein Transport, wobei das Kfz nicht die Straße berührt. Wie bei einem Trailer müsste es als Ladung gelten.

0
@Psyke

Das Problem dabei ist nur, dass du das Vehikel nicht bremsen kannst. Stell dir vor, du schiebst das auf eine Kreuzung zu und die Ampel wird rot. Bekommst du das dann schnell genug angehalten ohne dass du den Querverkehr gefährdest? Ein nicht verkehrssicheres Fahrrad (z.B. ohne Bremse) wird ja auch von der Polizei moniert. Aber schauen wir doch mal in die Straßenverkehrsordnung. Hier heißt es:

(1) Fahrzeuge müssen so gebaut und ausgerüstet sein, dass

1.
ihr verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet, behindert oder belästigt,
2.
die Insassen insbesondere bei Unfällen vor Verletzungen möglichst geschützt sind und das Ausmaß und die Folgen von Verletzungen möglichst gering bleiben.
0
@softie1962

Hmm dein Ansatz ist interessant. Ja, wenn ich den Wagen auf Rollbretten schiebe wird es bei abschüssigem Bodem evt Schwierig, auch mit mehreren Personen. Viel Schlimmer, denn wo man kann, muss man den Gehweg nutzen. Stell dir vor da spielen Kinder. Als Fußgänger ist aber die Privathaftpflicht zuständig und nicht die KFZ versicherung. Von daher wäre das der einzig legale, wenn auch gefährlichere weg..

Eigentlich ist der Wagen Fahrbereit und hat gute Bremsen, sicherer wäre es allemal ihn zu Fahren, da man dann wie mit einem Auto üblich, auch bremsen kann.

Die Reifen des Fahrzeuges berühren aber nicht den Boden. Eigentlich gilt man doch als Fußgänger mit sperrigen Gegenstand oder Handkarre.

Es geht priniziell um die definition wann ein Abgemeldetes KFZ am Straßenverkehr "teilnimmt". Solange die Reifen des autos die Straße nicht berühren (und auch sonst kein Teil des Pkw's) nimmt es ja nicht teil und müsste rechtlich und Versicherungstechnisch als Gegenstand und nicht als KFZ gesehen werden. Aus diesem Grund werden ja auch Trailer genommen.

Klar, ist irgendwo kleinkrämerei, aber rechtlich schon wichtig wie es definiert ist, wenn man diese Lücke nutzen will.

Der Unterschied wird dann klar, wenn man ohne anmeldung und Tüv einfach losfährt, unverschuldet einen Unfall hat. Einem Fährt einer bei Rot hinten drauf und wegen fehlender Versicherung und Co hat man enorme Probleme und Kosten...

Das Auto auf Rollbrettern hingegen kann sich selbstständig machen, genauso wie ein Sofa das auf gleiche Weise Transportiert wird. Das überrollt noch wen man hat rechtlich nichts zu befürchten, wenn Privathaftpflicht mit grober Fahrlässigkeit hat.

Vom rechtlichen her ad absurdum.

Aber das interessiert ja eh niemanden bis das eigene Kind drunter liegt.. Von daher möchte ich den Moralischen Aspekt bei diesem Utopischen Gedankenspiel mal weg lassen und wieder zum rechtlichen kommen.

 
§ 25 StVO

Fußgänger


Gehwege


(1) Fußgänger müssen die Gehwege benutzen. Auf der Fahrbahn dürfen sie nur gehen, wenn die Straße weder einen Gehweg noch einen Seitenstreifen hat. Benutzen sie die Fahrbahn, so müssen sie innerhalb geschlossener Ortschaften am rechten oder linken Fahrbahnrand gehen;
außerhalb geschlossener Ortschaften müssen sie am linken Fahrbahnrand gehen, wenn das zumutbar ist. Bei Dunkelheit, bei schlechter Sicht oder wenn die Verkehrslage es erfordert, müssen sie einzeln hintereinander gehen.


(2) Fußgänger, die Fahrzeuge oder sperrige Gegenstände mitführen,
müssen die Fahrbahn benutzen, wenn sie auf dem Gehweg oder auf dem Seitenstreifen die anderen Fußgänger erheblich behindern würden. Benutzen Fußgänger, die Fahrzeuge mitführen, die Fahrbahn, so müssen sie am rechten Fahrbahnrand gehen; vor dem Abbiegen nach links dürfen sie sich nicht links einordnen.



0

Was möchtest Du wissen?