MG 42

7 Antworten

Ich wurde auch noch an der MG 42 ausgebildet und die paar, die wir davon hatten, hatten Baujahre von 1942 bis 1944. Ist ja eingestanzt. Wir durften aber auch nur im Liegen schießen und wer sich nicht gut genug dagegengepresst hat, damit der Rückstoss nicht so enorm ausfällt, der hatte dann die nächsten Tage Schmerzen in der Schulter und blaue Flecken ;)

Mein Stiefuropa (ja das gibt's) war 1944 selbst MG Schütze und meinte zu mir dass dieses Ding ein verdammtes Monster war. Wenn man nur ganz kurz abgedrückt hat kamen 20 Kugeln oder so raus. Tja wenn man dann 1-2 Sekunden auf den Gegner draufgehalten hat sah der lecker aus und teilweise fehlten auch Körperteile. Hatte man einmal eine gute Stellung, genügend Munition, Ersatzläufe und im Idealfall noch einen der den Gurt hält, war man quasi "unaufhaltbar"....Zumindest bei Infanterie.
Prost Mahlzeit.

Das MG 42 war der Nachfolger des MG 34 der deutschen WEhrmacht. Es stellte sich heraus, das diese eine der besten, wenn nicht gar die beste MG-Konstruktion aller Zeiten werden sollte. Das MG 42 wurde unter der Leitung von Dr. Gruner in den Großfusswerken bei Döbeln in Sachsen entwickelt. Dr. Gruner war auf die Massenfertigung spezialisiert und kein Waffenfachmann. Daher unterlag er auch nicht den Zwängen der anderen Waffenkonstrukteure. Er schaute sich einfach die Prinzipien anderer Maschinengewehre an und verband diese zum MG 42. Anstatt einer aufwändigen spanenden Herstellung mit engen Toleranzen entschied er sich für eine durch Um- und Urformtechniken geprägte Produktion und entwarf die Waffe aus Blechprägeteilen, Feingusselementen und Kunststoffen. Diese wurden durch Nieten und Schweißnähte zusammengehalten. Einzig der Lauf und die Innenteile wurden spanend bearbeitet. Diese grobe Verarbeitung bewährte sich im Einsatz an allen Fronten jedoch hervorragend. Die Anzahl der Werkzeugmaschinen, als auch die Zahl der Arbeitsgänge konnten durch diese Produktionsweise reduziert werden und senkten so auch den Stückpreis. Das MG 42 kostete nur noch 250 RM pro Stück, im Gegensatz zu den 312 RM des MG 34. Da man der Oberfläche nicht viel Bedeutung beimaß, reichte ein Oberflächenschutz gegen Korrosion. Mit der extrem hohen und bis dahin, bei Universalmaschinengewehren nicht erreichten Kadenz von 1.500 Schuss in der Minute, wurde es zum Mythos auf beiden Seiten der Front. Alliierte Soldaten fürchteten es und verwendeten das MG 42, wo immer man ihm habhaft werden konnte und Munition vorhanden war. Bei den deutschen Landsern genoss es ein sehr hohes Ansehen, es machte immerhin 75 bis 80 % der Feuerkraft einer nur mit Karabinern bewaffneten Kampfgruppe aus.

Ein einzelnes MG 42 stellte fast 75% der Feuerkraft einer normalen Infanteriegruppe

Wie auch das MG 34 verschoss das Maschinengewehr 42 die dt. Infanteriepatrone 7,92 x 57 mm (auch bekannt als 8 x 57 IS). Eine der Neuheiten war eine einfach zu bedienende Laufwechselvorrichtung. Mit dieser war es einem eingespielten und erfahrenem Team ohne weiteres möglich, einen Laufwechsel in weniger als 4 Sekunden durchzuführen. Dies war angesichts der hohen Kadenz auch von Nöten. Längere Feuerstösse brachten den Lauf schnell zum Überhitzen. Man bedenke: Ein eine Sekunde andauernder Feuerstoß brachte 25 Geschosse in Richtung Feind. Der Verschluss des MG 42 funktioniert nach dem Prinzip des so genannten Rollenverschlusses. Er verriegelt im Lauf. Der Lauf besitzt daher einen Verriegelungsansatz mit Einfräsungen für die Verriegelungsrollen. Es wird ein zuschießender Mechanismus verwendet. Das heißt, der Verschluss drückt beim Vorlauf eine Patrone aus dem Gurt und führt diese zu. Der Verschluss verriegelt in Lauf. Dann erst zündet der Schlagbolzen die Patrone. Nachdem der Schuss gebrochen ist, laufen Verschluss und Lauf ein Stück zusammen zurück. Hierbei wirkt der Restgasdruck im Rückstoßverstärker zusätzlich auf die Laufstirn. Über die Steuerkurven im Verschluss werden die Verriegelungsrollen nach innen gedrückt, woraufhin sich Lauf und Verschluss trennen. Der Lauf bleibt stehen. Der Verschluss aber zieht die Patronenhülse aus und läuft weiter zu seinem Anschlag zurück. Hierbei spannt er die Schließfeder. Während des Rücklaufs, transportiert der Mechanismus im Deckel die gegurtete Patrone um eine Position weiter. Der Verschluss wird von der Schließfeder nach vorn gedrückt und nimmt eine neue Patrone mit. Das ganze Spiel beginnt von vorn, und dauert so lange, bis der Abzug losgelassen wird. Die Munitionszuführung wird von einem Rollenbolzen auf der Oberseite des Verschlusses gesteuert. Dieses Prinzip funktionierte so gut, dass es in vielen nachfolgenden Waffenkonstruktionen Verwendung finden sollte. Am MG 42 änderte man während das Krieges allerdings recht wenig. Hier ist vorrangig ein verbesserter Rückstoßverstärker zu nennen. Das Zwei- und Dreibein wurden vom MG 34 übernommen, zudem gab es für das MG 42 auch Flugabwehrlafetten. Diese waren für ein oder zwei Waffen ausgelegt. Fernbedienbare Fahrzeuglafetten wurden ebenfalls eingesetzt. Die Munitionszuführung erfolgte ausschließlich durch Metallgurte. Die Verwendung von Webriemen war angesichts der hohen Kadenz und durch die Konstruktion nicht möglich. Des weiteren gehörten zu jedem MG im Regelfall drei Wechselläufe in Transportbehältern und eine Gurtfüllmaschine. Im Laufe des Krieges fertigten fünf große und eine unbekannte Anzahl kleiner Unternehmen über 750.000 MG 42. Das 42er ist auch heute noch im Einsatz. Die Bundeswehr rüstete es in den 1960er Jahren auf die NATO Patrone 7,62 x 51 mm um und im ehemaligen Jugoslawien ist es als Sarac M53 anzutreffen. Das in Österreich verwendete MG 74 basiert ebenfalls auf dem MG 42, nutzt aber auch die 7,62 x 51 mm. Albanien, Algerien, Angola, Äthiopien und Somalia verwenden jedoch noch immer das MG 42 in Originalausführung. Es tauchte ebenfalls bei der Fremdenlegion auf, dort oft zusammen mit seinen ehemaligen Benutzern. Und auch die Milizen im Libanonkonflikt wie auch Rebellen in fast allen Bürgerkriegen Schwarzafrikas nutzten die hervorragende Konstruktion des Dr. Gruner. Die Bundeswehr übernahm das MG, es wurden aber im Laufe der Jahre einige Veränderungen vorgenommen. NATO - Bremse Die so genannte "NATO - Bremse" ist nichts anderes als die Verschlusssperre im inneren des Verschlussgehäuses. Diese soll verhindern, das sich der Verschluss nach der Schussabgabe zu früh entriegelt. Dieses war beim MG42 oft mit üblen Folgen für Benutzer und Waffe verbunden, da der Gasdruck noch nicht auf eine sicheres Niveau abgesunken war. Die Sperre wirkt auf den Verschlusskopf und wurde erstmalig beim MG 1 eingeführt. Warum aber NATO - Bremse? Da sich im Laufe der Entwicklung auch die Kadenz um ca. 300 Schuss senkte, wurde das neue Bauteil dafür verantwortlich gemacht. Dieses stimmt aber nur zum Teil, denn die Hauptlast der Reduzierung trägt die geänderte Verschlussfeder http://www.waffensachkundepruefung.de

das hast du bestimmt aus dem buch waffentechnik im zweiten weltkrieg.

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Marsch bei der Bundeswehr im Gleichschritt?

Hallo. Wir hatten heute den so genannten "Eingewöhnungsmarsch" in der AGA von 6 Kilometern. Mich hat es gewundert dass wir diesen im Gleichschritt und in Rotten laufen mussten. Oder lag es daran um uns eben diese Strecke zu zeigen? Denn soweit ich weiß ist ein normaler marsch im Wald durchs Gelände oder bei der Rekrutenabnahme der 12 Kilometer Marsch nicht im gleichschritt. Wie soll dass denn auch voll beladen mit Waffe etc funktionieren? Weiß das jemand ob man dann alleine läuft? Bzw halt nicht mehr im gleichschritt, weil ja auch eine Zeit Vorgabe besteht.

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Wie wird entschieden welche Waffen, innerhalb einer Kompanie oder im Zug, die Soldaten tragen?

Hallo, wie und wer entscheidet eigentlich, welche Waffen die Soldaten im Zug, oder in der Gruppe haben. Neben dem Gewehr G36 gibt es ja noch, das Maschinengewehr, Maschinenpistolen und Panzerabwehrwaffen. Sucht sich jeder Soldat selber aus, was er im Einsatz, oder in einer Übung trägt, oder Entscheiden das Zugführer oder je nach dem wer welche Waffe, in der AGA am besten zu beherrschen verstehte? Und wie ist eine typischer Zug, in der Bundeswehr, aufgebaut mit den Waffen z.B. 2 mit MP, ein MG und der Rest G36?

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MG 42 - warum kein Magazin?

Ich interessiere mich sehr für Waffen des Zweiten Weltkrieges. Mir ist aufgefallen, dass in Videos, in denen das MG 42 benutzt wird, die Munitionskette immer "an der frischen Luft hängt" und meistens von einem zweiten Soladten gehalten wird. Warum wurde kein Magazin dafür entwickelt? Wie etwa bei der russischen PPSh 41? Dann hätte der zweite Soldat, der für die Munitionszuführung zuständig war, ebenfalls aktiver an den Kampfhandlungen teilnehmen können? Deutschland war doch sehr fortschrittlich, was Waffentechnik anging?! Ich weiß, dass es Magazine für das MG 42 gibt, aber warum wurden die im WWII nicht benutzt?

Ich habe schon danach gegoogelt, bin aber nicht wirklich schlau geworden und Wikipedia war auch keine große Hilfe.

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Schusswaffe mit der höchsten Feuerrate?

Bedingungen:

  • Nur einen Lauf
  • Wirklich im Einsatz (keine Prototypen oder Modelle mit massiven Problemen)
  • Normales Kaliber
  • Von Personen bedienbar (MG mit Dreibein zählt auch dazu)
  • Klassische Schusswaffe mit Patronen
  • Einsatztauglichkeit: Nicht unbezahlbar für Militär und auch für den Kampf geeignet
  • Halbwegs verbreitete Waffe, die eben auch mal vom Militär aktiv benutzt wurde

Spontan fällt mir da das MG42/MG3 mit 1500 Schuss pro Minute ein, aber vielleicht wisst ihr ja noch mehr.

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Ärztliche Befunde zur Musterung mitnehmen?

Hallo allerseits,

Ich habe mich für die Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr beworben und soll morgen zur Musterung nach Köln. Unter anderem soll man auch Befunde über eventuelle Krankheiten mitnehmen. Ich war mal im Krankenhaus und dort meinte man ich könnte Epileptiker sein. Sicher ist das zwar nicht. Aber es könnte halt sein. Ich fühle mich in meinem Alltag allerdings Null beeinträchtigt und habe deshalb Angst, dass ich deswegen nicht genommen werde. Wenn ich sie allerdings nicht mitnehme, könnte es ja sein, dass die Bundeswehr es irgendwann über die Krankenkasse durch Zufall rausbekommt, oder? Deshalb bin ich gerade etwas verzweifelt. Denn im Prinzip kann ich ja nur verlieren, wenn man es mitnimmt, weil man es mitgenommen hat und wenn man es nicht mitnimmt, dann weil man es nicht mitgenommen hat. Zur Bundeswehr zu gehen ist mein großer Traum und nun scheint er an den Befunden zu scheitern, was für viele andere die kleinste Hürde ist. Ich würde gerne wissen, ob jemand von euch schon mal in so einer ähnlichen Situation war und wie er reagiert hat. Natürlich kann ich die Bundeswehr auch verstehen, dass sie kein Risiko eingehen wollen, und gerade als Epileptiker ist man bei der Bundeswehr natürlich ein Risikofaktor, auch an der Waffe. Aber kann man sich nicht eventuell mit der Bundeswehr einigen, dass man auf irgendwelche Ansprüche verzichtet, die aus einem Unfall resultieren, der einem Anfall geschuldet wäre, falls man einen bekommt. Und man dann sofort austritt?

Danke

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Welches ist das beste Maschinengewehr ich meine die großen Dinger?

ich meine die großen Mgs wie z. Bsp das frühere MG 42 oder die M60 .

Ich meine heutzutage

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