Metonym vs Synekdoche

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2 Antworten

Hey Unkwon!

Ich möchte dem Antwortenden vor mir beipflichten: es ist Haarspalterei und dennoch gibt es einen Unterschied, der dennoch kaum ins Gewicht fällt. Allerdings machen es mittlerweile sogar die meisten Fachbücher falsch, da immer nur die gleichen Beispiele gewählt werden, die sich mitunter wirklich nicht unterscheiden.

Der wesentliche Unterschied zwischen Synekdoche und Metonymie ist, dass das Wort, das im Zusammenhang mit der Synekdoche eingesetzt wird, ein Teil dieses Begriffs ist oder eben das Ganze des "Teils". Also eine Art Ober- oder auch Unterbegriff.

Im Gegensatz dazu gibt es bei der Metonymie eine "reale" Beziehung zwischen den beiden Begriffen. Das meint, dass der eingesetzt Begriff kein Teil des ersetzten Wortes sein muss, sondern lediglich mit diesem in einer Beziehung steht.

Wenn Du beispielsweise sagst, dass Du zu Hause die ganzen Rolling Stones hast, dann meinst Du die CDs (MP3, whatever...) und nicht die Mitglieder der Band. Das wäre also eine Metonymie - hier ist nämlich eine Beziehung zwischen Erzeuger und Produkt gegeben, die ganz real ist - allerdings sind die CDs kein "Teil" der Band.

Wenn Du allerdings Google befragst, findest Du - mal von Wikipedia abgesehen - andere Seiten, die genau dieses Phänomen beschreiben. Beispielweise gibt es auf Wortwuchs einen recht passenden Abschnitt zum Thema:


Es sollte ersichtlich werden, dass die Grenzen zwischen Metonymie und Synekdoche fast fließend sind. Der wichtigste Unterschied ist also, dass die Synekdoche immer eine Beziehung zwischen Teil und Ganzem beschreibt und die Metonymie die Ersetzung durch einen Begriff meint, der in einem realen Bezug zu diesem steht. Die Synekdoche kann als Sonderform der Metonymie gelten. Quelle: http://wortwuchs.net/stilmittel/synekdoche/


Sodele. Ich denke, dass das Ganze nun "klarer" sein sollte. wenn nicht: stell einfach noch eine Frage und ich werde versuchen, sie zu beantworten :)

Liebe Grüße

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das hat mich nun auch interessiert. hat in kayser, das sprachliche kunstwerk, 1965 (11. Aufl.), nachgelesen. und schon damals heißt es: "zwischen S. und M. pflegt heute kein großer unterschied mehr gemacht zu werden. in beiden fällen ist eine verschiebung vorzunehmen, sei es vom teil auf ein ganzes ... aber auch das umgekehrte kann der fall sein, dass wir vom allgemeinen zum besonderen gehen müssen." // Ich hab dieses stilmittel IMMER NUR synekdoche genannt und bin damit immer gut gefahren. // ich hab nochmal "metonymie etymologie" gegooglet und bin dabei auf folgenden eintrag gestoßen: http://de.wikipedia.org/wiki/Metonymie#Synekdoche. unter dem link findest du dann weiter unten einen abschnitt: "metonymie vs. synekdoche". da werden unterschiede genannt. für mich bewegt sich das dann allerdings schon in richtung haarspalterei.

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