Methylalkohol nachweisen

7 Antworten

Aus Zucker (Saccarose) entsteht bei der Vergärung praktisch kein Methanol, dies fällt z. B. bei der Vergärung von Kartoffeln in relevanten Mengen an. Du solltest also praktisch keinen Vorlauf (unter 78 °C) bekommen. Hast Du eine geeignete Destille und ein genaues Thermometer? Dies ist wichtig, aber eher um den Nachlauf (Fuselöle) abzutrennen.

Die Boraxprobe ist mir bei den kleinen Mengen zu ungenau, da auch Ethanol die Flamme leicht grün färbt.

Hast Du Borax oder Borsäure? Privat darfst Du die als CMR-Stoffe nicht mehr erwerben (aber durchaus besitzen und verwenden). Der Unterschied zwischen der minimalen Grünfärbung mit Ethanol und der deutlichen mit Methanol ist unverkennbar, probier das mal mit einem Vorlauf aus.

Wenn Du nicht panschst, brauchst du vor zu viel Methanol keine Angst zu haben. Bei der Vergärung von Zucker in Fruchtsäften durch Hefe enteht Wein der nur sehr wenig Methanol enthält. Wenn man von diesem Wein den Ethanol abdestilliert erhält man Spirituosen. Wenn man nun von solchen Spirituosen blind werden sollte, heißt das ja automatisch, daß man von dem ursprünglichen Wein auch blind werden müßte. Der oft genannte Vorlauf bei der Destillation dient eigentlich nur dazu unangenehm richende und schmeckende leichtflüchtige Bestandteile vom erwünschten Destillat fernzuhalten. Aus steuerrechtlichen Gründen müssen Brennereien aber ein festgeschriebenes Maß an Vorlauf an das Branntweinmonopol der Bundesrepublik Deutschland abtreten. Mit einer normalen Destillations-Apparatur, wie sie in konvetionellen Schnapsbrennereien verwendet werden, ist man technisch auch gar nicht im stande Methanol von Ethanol zu trennen. Grund dafür ist der zu geringe Unterschied der Siedepunkte dieser beiden Komponenten.

Methanol siedet bei 64,7°C und Ethanol bei 78,3°C.

Um Stoffe mit so dicht beieinander liegenden Siedepunkten effektiv trennen zu können, braucht man eine Destillations-Apparatur mit einer sog. Kolonne, was in den üblichen Brennereien nicht zum Einsatz kommt.

An der Universidad de los Andes in Bogotá ist ein Gerät dazu entwickelt worden: Der wenige Millimeter große drahtlose Mikrosensor nutzt Veränderungen in den elektrischen Eigenschaften der Lösung, um das Verhältnis von Ethanol zu Methanol zu bestimmen. Ab einem Anteil von 0,2 Prozent Methanol in einer 40-prozentigen Alkohollösung schlägt der Sensor an, berichten die Forscher. Laut "Science" dürfte ein ihrem Prototyp vergleichbarer Sensor knapp vier Euro kosten. Eine alltagstaugliche Version, die mit Hilfe eines Smartphones ausgelesen werden kann, ist in Arbeit und soll in zwei Jahren marktfähig sein.

Alkohol selber machen/brauen gefährlich?

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LG Blackjack22

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Was denkt ihr dazu ?

Ich freue mich auf Antworten, ratschläge und Tipps

MfG bk

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Ethanol (also der Alkohol, der in Bier und Co. drin ist) ist ja offensichtlich wasserlöslich. Das sieht man ja an verdünnten Spirituosen und an Getränken wie Weißwein-Schorle. Jetzt habe ich aber gelernt, dass Ethanol ein organischer Stoff ist. Irgendwie verwirrt mich das. Sollte sich Ethanol nicht wie andere organische Stoffe (z.B. Alkane) eigentlich in Benzin und anderen unpolaren Lösungsmitteln lösen?

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Hallo, heute wollte ich mit meiner Destille Wein selber destillieren. Soweit so gut. Ich habe mich jetzt soweit informiert, auch besonders auf toxische Inhaltstoffe.

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Grüße Felix

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