Methoden zum Bestimmen von wem ein Gemälde ist

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4 Antworten

Der Vorgang lautet bei Kunsthistorikern "Zuschreibung".

Es gibt hauptsächlich

  • chemische und physikalische Laboranalysen und
  • stilistische Vergleiche.

Labore haben inzwischen für die materielle Analyse auch "zerstörungsfreie" Methoden zur Verfügung. Eine erhebliche Sachkenntnis erfordert besonders der stilistische Vergleich. Man muss sich auskennen mit den Darstellungs- und Ausdrucksweisen der einzelnen Epochen und Personen. Nicht immer gelingt das präzise und so gibt es umschreibende Zuschreibungen wie "Donauschule" oder "Nürnberger Meister" ...

Dafür gibt es sehr viele. Das würde hier den Rahmen sprengen und es gibt dafür hervorragende, auch dem Laien zugängliche Fachbücher. Aber insbesondere ältere, berühmte Maler sind oft über die Zusammensetzung ihrer Farben zu identifizieren (damals benutzte ja kein echter Künstler Farbe aus der Tube, sondern sie wurde selbst gemischt). Wie schwierig das Thema allerdings wirklich ist, wird klar, wenn selbst fachleute sich nicht wagen, ernsthaft zu beziffern, wieviele Fälschungen oder falsch zugeordnete bilder auch heute noch in berühmten Galerien hängen.

Man/frau sollte einen ausgeprägten Hang zur investigativen Recherche haben, Sachkenntniss und viele entsprechende Verbindungen und Kontakte, Malstile kennen, Kunstepochen und einen nicht nur rudimentären Einblick in die Zusammenhänge künstlerischen Schaffens besitzen, etc.

Macht es das Alter oder die Geschichte eines Werkes den Wert aus ?

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