Methoden Salz aus Meerwasser zu gewinnen....?

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4 Antworten

Eine billige Entsalzung von Ozeanwasser in großem Stil würde das Energieproblem der Menschheit auf absehbare Zeit lösen, denn mit der heute noch ungenutzten Sahara steht eine ausreichend besonnte Anbaufläche für Bambus und Zuckerrohr zur Verfügung. Der benachbarte Atlantische Ozean könnte als Wasserquelle dienen. Mehr als einen Cent dürfte ein Kubikmeter Agrikulturwasser aber nicht kosten. Der einfachste Prozess ist die Destillation des Salzwassers mit Sonnenwärme. Auf Patmos steht eine Versuchsanalge der TU Athen: Ein Bassin ist in Rechteckbecken unterteilt und mit schwarzem Gummi ausgelegt. Über den Wasser führenden Teilen wurde ein schräges, doppeltes Glasdach angebracht, jede Wasserfläche wurde in einem geschlossenen Kasten isoliert. Das durch die Sonneneinstrahlung verdampfende Wasser kondensiert innen am Glas und läuft über Rinnen in einen Speicher. Das zurückbleibende konzentrierte Salzwasser wird nach zwei Tagen ins Meer abgelassen, neues Seewasser wird eingepumpt. Eine Verdunstungsfläche von 10 000 m2 liefert 30 m3 Süßwasser am Tag. Die Investitions- und Betriebskosten (Pumpe, Glasreinigung) sind gering. Zweitens kann man aus Wasser salzfreie Eisbrocken ausfrieren. Man dachte zuerst an das Abschleppen von Eisbergen aus der Antarktis; der erste konkrete Versuch aber wurde in Eilath (Israel) mit Abkühlen im Vakuum durchgeführt. Eine konzentrierte Salzlösung wird bei einem Druck von 3 Torr so weit heruntergekühlt, dass sie zufließendes Meerwasser zu Eis gefrieren lässt. Alternativ kann man festes Wasser in der Kälte in abtrennbaren, festen Hydraten fixieren, zum Beispiel als Propanhydrat, C3H817 H2O. Daraus lässt man das Propan einfach bei Raumtemperatur abdampfen und führt es wieder dem Kälteaggregat zu. Drittens gibt es poröse Harze (Ionenaustauscher), die Natrium- und Chlorid-Ionen aufnehmen und stattdessen Protonen und Hydroxylionen (also Wasser) abgeben. Mit Salzsäure und Natronlauge lässt sich das Harz dann wieder regenerieren. Viertens lässt sich das Kochsalz „abfiltrieren“, indem man das Salzwasser mit hohem Druck durch Membranen presst, die für Salze undurchlässig sind („inverse Osmose“). Ein fünftes Verfahren, die sehr ähnliche Elektrodialyse, reichert die Natrium-Ionen an einer negativ geladenen und die Chlorid-Ionen an einer positiv geladenen Elektrode an. Zwischen beide Elektroden bringt man eine Reihe von natrium- und chloridselektiven Filtersystemen und erhält so in den Elektrodenräumen entsalztes Wasser. Das funktioniert gut bis zu 0,5% Salzgehalt, dann wird die Leitfähigkeit des Wassers zu gering und das Verfahren sehr langsam. Kombinierte Osmose/Dialyse-Verfahren brauchen für die Entsalzung von 1000 L Meerwasser nur 5 kWh. Sie wären für viele Anwendungen brauchbar, wenn stabiles, leicht zu reinigendes und billiges Filtermaterial in großem Maßstab zur Verfügung stünde. Das ist heute noch nicht der Fall. So bleiben vorerst wohl nur die Atommeiler als Energiequelle übrig, um den Schatz der Sahara zu heben: Man nutzt sie erst zur Stromerzeugung, die übrig bleibende Wärme dient zur Destillation. Ein großer Reaktor kann täglich 400000 m3 entsalztes Wasser liefern, was zur Erzeugung von 200000 Tonnen Zucker reicht. Vielleicht aber züchtet eines Tages jemand eine Bambuspflanze, die in Salzwasser wächst – das wäre sicherlich die sauberste Lösung.

Aus: Jürgen-Hinrich Fuhrhop und Tianyu Wang "Sieben Moleküle"

GANZ EINFACH als erstes nimt man salzwasser und stellt das glas auf ein dreibein über einen brenner dann lässt man das wasserverkochen und dann bleibt das salz über ich hoffe das hilft

Es gibt gleich mehrere Verfahren: Dialyse. Damit kann man die Salzkonzentration von 3 auf etwa 30% steigern. Dann verdunsten. wobei man auch die Vakuumdestilation benutzen kann. Diese hat den Vorteil, dass durch die Destilation Energie verbraucht wird. Diese wird der Lösung entzogen und man erzeugt somit auch Kälte!! man kann Salz auch ausfällen: Dazu muss die Konzentration allerdings schon recht hoch sein. Aber im Prinzip giesst man zu der Salzlösung einfach destilierten alkohol. Natürlich ist letzteres Verfahren nur im Labormassstab praktikabel.

Googel einmal nach "Saline" - eine andere praktikable Möglichkeit ist mir nicht bekannt.

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