Methanolgehalt in Wein

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3 Antworten

Das liegt an der Herstellung. Bei Weißwein wird nur der Traubensaft vergärt, bei Rotwein die gesamte Maische, also der Saft und die Schalen der Trauben. Dies ist zusammen mit den dunklen Trauben für die Farbe des Rotweines verantwortlich. Wenn sofort die Maische abgezogen wird, dann entsteht auch aus dunklen Trauben Weißwein.

Der Methanolgehalt im Wein ist aber nicht weiter tragisch, sowohl bei Weiß-, also auch bei Rotwein. Erst bei der Destillation, also wenn aus dem Produkten der Gärung Schnapps gewonnen wird, kann, bei nicht sachgemäßer Anwendung, Methanol in gefährlich hohen Mengen entstehen.

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Kommentar von BOE1ng
03.11.2012, 12:23

Danke, du hast mir echt geholfen.

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http://landarzt.wordpress.com/2008/09/29/ein-kater-was-ist-das-und-was-hilft-dagegen/

Auf die Schnelle habe ich das hier gefunden. Ist allerdings keine Erklärung, warum Rotwein mehr Methanol haben soll, das ist auch neu für mich.

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Kommentar von Karl37
04.11.2012, 17:00

Der Landarzt hat wenig Ahnung wenn er behauptet in Gin und Whyski sei Methanol enthalten. Selbst Spuren von Methanol würde nämlich beim Brennen (Destillieren) mit dem Vorlauf verschwinden. Es gibt natürlich immer wieder diese Methanolskandale, letztens erst in Tschechien, die aus profitstreben mit Methanol gestreckt haben.

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Methanol hat im Wein nichts zu suchen. Ist ein geringer Anteil nachweisbar und Panscherei ausgeschlossen, dann liegt der Fehler in der Herstellung. Methanol entsteht bei der alkoholischen Gärung aus Pektinen, die in Stengel und Blätter vorkommen. Das Lesegut, die Trauben, sind also nicht richtig entstielt und entblättert. Einem guten Winzer passiert so etwas nicht.

Einen möglichen Unterschied zwischen Rot- und Weißweinen besteht in der Methanolfrage nicht, denn beide Weinsorten können liederlich hergestellt werden.

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