Metastasen gefunden aber vom eigentlichen primär Tumor keine spur. Warum und was kann passieren?

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4 Antworten

Nein, kein Patient wird "abgestempelt".

Meist ist es durch eine genaue Untersuchung des Gewebes aus der Metastase und evtl. auffälligen Lymphknoten möglich, zumindest eine gewisse Eingrenzung zu machen, wo der Tumor sitzen könnte (Gewebstyp).

Dann gibt es Untersuchungen, die manchmal(!) DOCH einen Tumor nachweisen können, die aber z.T. aus Kostengründen nicht routinemäßig durchgeführt werden (können), weil sie durch die Kassen nicht bezahlt werden. Dazu gehört in manchen Fällen das PET-CT.

Das Ganze nennt sich CUP-Syndrom (Carcinoma of Unknown Primary, also Krebs mit unbekanntem Primärtumor).

Mit diesem Begriff solltest du weitere Informationen finden können.

Einen guten Link hat Superfuxi ja bereits genannt.

Viel Erfolg und Alles Gute!

Prinzipiel gibt es 3 Ursachen für die Metastasen ohne Primärtumor:

  1. der Primärtumor ist so klein, dass er bei den Diagnoseverfahren nicht gefunden wird
  2. der Primärtumor sich zurückbildet
  3. die Ärzte haben den kleinen Ursprungstumor unbemerkt beseitigt.

Die Bezeichnung dafür ist "CUP-Syndrom". Hier gibt es mehr darüber: http://krebs-tumoren.de/cup-syndrom-metastasen/

.

Das wüßte ich auch gern, haben akut den gleichen Fall in der Familie. Nichts bisher gefunden, auch nach CT und Proben nicht.

Unheilbar sicher nicht, aber man kann keine gezielte Therapie erhalten. Chemo oder Bestrahlung könnte ggf mehr schaden als helfen je nach dem. In jedem Fall müßte in kürzeren Abständen kontrolliert werden, ob der Primärtumor irgendwo weiter wächst. Hier in unserem Fall muß die Person jetzt alle 2 oder 3 Monate zum Check, aber eine Therapie konnte jetzt noch nicht angeordnet werden.

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