metallische Bindung oder unpolare Bindung?

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3 Antworten

1.: Eine metallische Bindung liegt immer dann vor, wenn der metallische Zustand gegeben ist. Sprich: Auch bei ÜbergangsMETALLEN und sogar bei Halbmetallen wenn hier die äußeren Bedingungen vorliegen, die den metallischen Zustand hervorrufen (hängt aber auch vom jeweiligen Halbmetall speziell ab...) Die metallische Bindung ist vor Allem dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronen im Leitungsband delokalisiert werden können; Stichwort: "Elektronengas"

2.: Ja, die sind dann unpolar! Silicium ist ein gutes Beispiel. Im "nichtmetallischem Zustand" ist es vierbindig und die Bindungspartner haben natürlich alle genau die gleiche EN, daher sind die Bindungen dann völlig unpolar.

noch zu 3.: Sowohl bei metallischen als auch bei umpolaren (kovalenten) Bindung gibt es in der regel keine DEN sonst wäre die Bindung ja polar. Allerdings spricht man natürlich auch bei ganz leicht polaren Bindungen (z.B. C-H) von kovalenten, also unpolaren Bindungen, obwohl es da eine gewisse DEN gibt... Die Übergänge sind da zum teil fliessend

bluff 21.03.2012, 14:03

meine worte ;-)

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allesmurks 21.03.2012, 14:06
@bluff

na ja, eher meine worte... habs ja vor Dir gepostet... ;-)

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Typisch für metallische Bindungen ist die Leitfähigkeit. Viele Stoffe können in bestimmten Zuständen (Bindungsart, Druck, Temperatur) metallischen Charakter annehmen (z.B. Graphit). Halbmetalle zeigen Eigenschaften von Metallen und Nichtmetallen. Metallische Bindungen können Metalle natürlich nur untereinander eingehen.

Der Bindungstyp zweier Atome hängt von der Elektronegativitätsdifferenz ab. Eine geringe Differenz zwischen zwei Nichtmetall-Atomen führt zu einer apolaren Bindung, eine große Differenz zu einer polaren Bindung.

Bei Metall-Metall-Verbindungen liegt keine wirkliche Bindung vor, sondern ein Gitter dass durch Elektronenwolke/Energiebänder zusammengehalten wird.

Bei Halbmetallen ist die Bestimmung des Bindungstyps nicht mehr so leicht. Je nach Element und Bindungspartner haben Halbmetall-Bindungen einen mehr oder weniger starken Metallcharakter. Es gibt also kein Entweder-oder; es gibt einen schleichenden Übergang zwischen kovalenter und metallischer Bindung. Beispiel: Silicium verhält sich als Reinstoff wie ein Metall, aber als Monosilan (SiH4) verhät es sich wie ein Nichtmetall und bildet polare Bindungen. Halbmetalle verhalten sich also teils wie Metalle, teils wie Nichtmetalle.

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