Metalle im Kraftstoff?

10 Antworten

Hallo,

ganz einfach, weil Kraftstoffe über Rohre und Tankanlagen und wieder Rohre und Tankfahrzeuge usw. transportiert werden.

Es gibt nun einmal keine metalllische Oberfläche in diesem Bereichen, die absolut 100 % glatt und rein ist.

Daher werden ja auch bei allen Abfüllanlagen bis hin zum Fahrzeug Filter verbaut.

Trotzdem lässt sich nun einmal das "Durchschlüpfen" von Metallteilchen (oder anderen Beimengungen) nie ganz verhindern.

Denn man muß immer einen Kompromiß zwischen Möglich und Praktisch wählen.

Denn wer möchte schon den ganzen Tag an der Tanke warten, bis sein Auto vollgetankt ist ?

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Aber 3gramm pro Tonne hört sich dann verhältnismäßig schon viel an für dass das sies abrieb ist.

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@Frage667

Na dann denk doch mal darüber nach, wieviele Tonnen so durch die Gegend kutschiert werden :-)

Angefangen in der Raffinerie, wo aus der Produktion erst mal die großen Tanks gefüllt werden und dann die Schiffe oder die Pipeline usw. usw.

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Im ppm Bereich sind dort Al und Ba (und wohl auch ein paar andere Metalle) drin. Die werden auch nicht zugesetzt, sondern sind schon im Kraftstoff drin, wahrscheinlich aus dem umgebenden Gestein (Al ist ein häufiges Metall in der Erdkruste). Zusätzlich kann noch ein wenig Abrieb von den Maschinen reinkommen (in die Abgase).

Woher ich das weiß:Beruf – angestellter Chemiker (Dr. rer. nat.)

" ah ja … so so … und in welchen gesteinsschichten ist aluminium???

das muss erst durch elektrolyse aus bauxit gewonnen werden da es nicht frei vorkommt … ;-) "

Aber kleinkirmit hat das gesagt

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@Frage667
sondern sind schon im Kraftstoff drin, wahrscheinlich aus dem umgebenden Gestein (Al ist ein häufiges Metall in der Erdkruste).

nein - Ollibjoern hat das gesagt!

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@Frage667

Aluminium als dritthäufigstes Element ubd häufigstes Metall der Erdkruste ist in fast allen Gesteinen und nicht nur in Bauxit zu finden.

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Das ist in einem so minnimalen Bereich das ist quasi der Abrieb den es gibt wenn der Kraftstoff an einer metallenen Oberfläche und durch pumpen geleitet wird....

Diese kleinstpartikel können sogar durch den Verdampfungsprozess kommen weil sie einfach an dem Dampf anhaften und mit nach oben wandern.

Der Logik nach müsste in Schweröl am meisten sein und in Benzim an Wenigsten weil die Benzindämpfe in der Raffenerie erst deutlich weiter oben wieder Kondensieren.

Woher ich das weiß:Beruf – KFZ Meister

Ist das so, dass im Schweröl mehr sind?

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@Frage667

Ich habe "müsste" geschrieben. Beruflich habe ich mit der Kraftstoffproduktion nix am hut aber man hat sie in der Berufsschule mal erklärt bekommen.

Das Prinzip der Verdampfung und das auf unterschiedlichen höhen und damit Temperaturen an solchen Kuppeln der Stoff kondensiert das kennst du ja?

Ich würde behaupten an der ersten Kuppel würden schon die allermeisten Partikel im Kondensat anhaften.

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@Frage667

Genau der Logik nach ja

Ist ja glaube die reihenfolge:

Schweröl

Leichtöl (Diesel)

Kerosin

Benzin

Erdgas

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@Nonameguzzi

Diese Kleinstpartikel sind aber im Rohöl auch schon vorhanden oder?

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@Frage667

Klar in gewissem Maße sicherlich immerhin kommt das Zeug ja zwischen verschiedenen Gesteinsschichten raus...

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@Nonameguzzi
Klar in gewissem Maße sicherlich immerhin kommt das Zeug ja zwischen verschiedenen Gesteinsschichten raus…

ah ja … so so … und in welchen gesteinsschichten ist aluminium???

das muss erst durch elektrolyse aus bauxit gewonnen werden da es nicht frei vorkommt … ;-)

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@Nonameguzzi
Erdgas

ehh … seit wann wird erdgas durch fraktionierte destillation gewonnen?

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Diese kleinstpartikel können sogar durch den Verdampfungsprozess kommen weil sie einfach an dem Dampf anhaften und mit nach oben wandern

leider falsch - solche partikel sinken im rohöl im destillationsturm ab AB da sie spezifisch schwerer sind als öl!!! wie sollen sie da an die oberfläche kommen wo das product abdampft???

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@kleinkirmit

Ja aber andererseits ist das Öl wahrscheinlich bei diesen Temperaturen auch nicht "ruhig" sondern durchmischt sich ständig. Könnte man doch eigentlich mit einem Wasserkocher vergleichen.

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@Frage667

kann man vergleichen … muss man aber nicht … LOL

vergleich mal den unterschied des spezifischen gewichts und dann wirst du sehen dass Al absinkt wie ein stein im wasser. jedenfalls ist es kein kondensationsobjekt da es genau die gleiche temperatur hat wie das rohöl

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@kleinkirmit

Ja aber wenn man Wasser mit beispielsweise kleinen Partikeln umrührt verwirbeln sicj diese ja auch und sinken erst langsam wieder zu Boden

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@Frage667

lies einfach mal oben nach!

jedenfalls ist es kein kondensationsobjekt da es genau die gleiche temperatur hat wie das rohöl
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@Frage667

DURCH VERUNREINIGUNG BEIM UMGANG MIT DEM PRODUKT!!!

ebenso wie eisenpartikel, staubpartikel oder orangenkerne … ;-)

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@kleinkirmit

Aber wie kann es dann sein, dass in der Umgebung des Meeres die Luft "salzig" ist? Das Salz muss ja auch irgendwie aus dem Meer kommen

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@Frage667

wie wärs mal mit denken? an der küste gibt es immer brandung und der wind verträgt die wassertröpfchen - was verdampft kommt als regen wieder runter und ist SÜSSWASSER! - klar?

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@kleinkirmit

" Wenn eine Flüssigkeit siedet, bildet sich nicht sofort Gas, sondern Dampf. Dampf ist somit ein Zweiphasensystem;er besteht aus Flüssigkeitströpfchen und der gasförmigen Luft. Das gilt auch für Wasser. Wasserdampf besteht aus feinsten Wassertröpfchen, die mit der umgebenden Luft eine Art Emulsion bilden. (So zeigt auch Nebel den Tyndall-Effekt.) Man spricht von einem Aerosol. In Aerosol von Salzwasser sind dazu noch die beim Verdampfen mitgerissenen gelösten Salze enthalten. "

http://www.chemieunterricht.de/dc2/nacl/salz-aerosol.htm

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@kleinkirmit

Ja ok da hast du Recht aber beim Sieden siehts anders aus.

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@Frage667

wie sagte doch einst Einstein? du beginnst zu lernen wenn du alles vergessen hast das du in der Schule gehöhrt hast

Wenn eine Flüssigkeit siedet

an der küste siedet aber das meer nicht! es siedet nirgendwo ergo ist regen süsswasser - oder etwa nicht?

by the way - es dampfen auch metallpartikel vom glühfaden einer glühlampe ab und der befindet sich immer im ersten aggregatszustand.

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@kleinkirmit

Ja das mit der Küste war mein Fehler stimmt. Aber trotzdem bei der Raffinerie wird das Rohöl ja auch gesiedet.

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@Frage667

ok - das ist jetzt meine letzte antwort: das durch fraktionierte destillation gewonnene produkt -auch raffinat genannt- ist im falle von benzin oder was auch immer absolut rein -> stichwort wundbenzin!

diese raffinate sind so aber nicht für motoren geeignet weswegen additive (zb. esso=vitan, shell=M400) und farbstoffe (steuer und verwechslungsgefahr!) beigegeben werden. für alle weiteren verunreinigungen ist die manipulation respektive lagerhaltung verantwortlich - nichts weiter.

die teurere variante ist das crack verfahren bei dem die molekülstruktur verändert wird. auch diese produkte sind -zunächst- absolut rein.

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Das sind Additive, die dem Kraftstoff oder auch Schmieröl zugesetzt werden. Sie dienen u.a. als verschliessschutz oder um Ablagerungen zu vermeiden. Auch Silikonöl wird als Entschäumer zugesetzt. Früher auch Blei, um das „Klopfen“ (spontanes durchzünden außerhalb der Flammenfront) zu vermein.

Fluhbenzin für Kolbenmotoren ist heute noch hoch verbleit.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Wie viel wird denn da zugesetzt?

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@Frage667

Die Rezeptur verrät dir (vielleicht) der Kraftstoffhersteller.

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@ampmark

Wird da auch Aluminium oder solche Metalle hinzugefügt

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@Frage667

das additiv ist bleitetraethylen und wird im zehntel promille bereich beigesetzt.

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Fluhbenzin für Kolbenmotoren ist heute noch hoch verbleit.

aber nur avgas mit 110 oktan

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@kleinkirmit

Es ist doch nur noch die Sorte AVGAS 100LL erhältlich und LL bedeutet Low lead, also wenig Blei. Hochverbleites Flugbenzin wird schon lange nicht mehr hergestellt und ist auch nicht mehr im Handel.

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@Luftkutscher

damit war gemeint 'noch verbleit' im gegensatz zu bleifrei! früher hatte avgas 110 oktan - sorry

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Aluminium im Tank findest du auch aufgrund der Korrosion des Metalls im Motor sowie im Tank, wenn du Aluminiumbauteile hast. Passiert normalerweise bei E10 oder größeren Anteilen von Ethanol, da dieses bei höheren Temperaturen auf das Aluminium oxidierend wirkt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Chemieingenieurwesen an der TU Dortmund

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