Metall Detektor Schatzsuche welcher eignet sich wonach unterscheiden sich metalldetektoren?

4 Antworten

ganz abgesehen von der gesetzlichen Lage dort wo du suchen willst, hier meine Erfahrung aus über 35 Jahren intensiver Detektorbenützung im Wasser und an Land:

  • gute *akustische* Metallunterscheidung zwischen Eisen/nicht Eisen - alles darüber hinaus funktioniert so schlecht, dass es nur als Gimmick zu betrachten ist, bzw kannst du dauernd einen sich bewegenden Bildschirm betrachten, dh, du rennst durch die Geged wie ein Wackeldackel
  • Vergiss hunderttausend verschiedene "Programmiermöglichkeiten" und Spezialprogramme! Die durchschaust du kaum, und du verschwendest jede Menge Zeit beim Einstellen!
  • vergiss jede Bildschirmanzeige (Leitwerte etc), die stimmt mindestens die halbe Zeit nicht
  • keine Metallunterscheidung ist absolut verlässlich! stell diese so empfindlich ein, dass ca die Hälfte der Signale, die du gräbst, Eisen sind - nur so gehst du (ziemlich) sicher, dass du nix Gutes auslässt!
  • lass dir keinen Pulsinduktionsdetektor aufschwatzen! die sind sauteuer, bringen aber bei mitteleuropäischen-Landsuchebedingungen nichts: bei einer durchschnittlichen Suche gräbst du ca 100 Löcher bevor du die Schnauze voll hast für den Tag, von denen enthalten ca 95 was für den Mülleimer, und von den restlichen 5 Objekten sind 4,9 vielleicht in gewisser Weise interessant, aber trotzdem wertlos (zb ein verbeulter, korrodierter Pfennig von 1907). Bei einem PI-Detektor werden nur die Löcher tiefer...
  • Pinpointer brauchst du keinen, ist Zeit- und Geldverschwendung in der Anwendung (Ausnahme: Wald zwischen Wurzeln): du gräbst, schaust mit dem Detektor ob das Signal noch im Loch ist oder schon auf dem Erdhaufen - wenn noch im Loch, dann gräbst du weiter, wenn schon auf den Erdhaufen, dann ziehst du diesen mit dem Fuß auseinander, lokalisierst noch mal mit dem Detektor. Dann eine Handvoll Erde über die Spule schwenken - wenn das Metall da drinnen ist, Erde halbieren usw bis du es hast, ansonsten neue Handvoll. Dann Loch zu und weiter.
  • Die Preise für brauchbare VLF-Detektoren starten neu bei etwa 300-400 Euro. Leih dir zuerst mal einen aus zum Ausprobieren, on dir die Sach wirklich liegt, denn nach dem was du schreibst, hast du (derzeit noch) ziemlich falsche Vorstellungen...
  • eine gute Alternative sind gebrauchte ältere Detektoren, deren einziger Nachteil ggü neueren eine geringere Empfindlichkeit für Klein(st)teile und weniger Einstellmöglichkeiten (die du wie gesagt nicht wirklich brauchst, denn finden tust du beim SChwingen, nicht beim Knöpfchen drehen) darstellt.

Also ich bin was ein pinpointer betrifft ja komplett anderer Meinung und viele andere finden das sowas auch eine praktische hilfe ist. Bevor ich da vllt 5kg aushub vor dem Detektor händisch rumschwenke, und dann immer noch zwischen Steinchen und erdklümpchen mein Objekt suchen muss, geh ich lieber mit dem pointer in den Dreck rein und kann ganz genau sagen wo mein Objekt ist.

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@schlappeflicker

Und zum thema leitwert. Das ist ebenfalls eine gute hilfe. Wenn ich suche und krieg einen leitwert von ca 70 angezeigt, weiß ich, daß es zu 90% eine Patronenhülse sein wird. Ich Grave dennoch danach, wundere mich dann aber nicht, wenn es dann tatsächlich eine Hülse ist. Es hat seinen Grund, warum man heutzutage kaum noch detektoren ohne leitwertanzeige bekommt.

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@schlappeflicker

Mich hat noch nie ein Pinpointer-Nutzer in Punkto Schnelligkeit beim Fund ausgraben geschlagen. Allerdings habe ich auch nie 5 KG Aushub :) Ich habe eine gute Sonde und weiß auf den Punkt genau, wo und in etwa wie tief mein Fund liegt. Für eine Münze benötige ich selten mehr als 2, 3 Spatenstiche, auf dem Acker meistens nur einen.

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@schlappeflicker

Der Leitwert hat einen rießengroßen Nachteil: Man merkt meistens recht schnell, dass bestimmte Leitwerte immer Müll wie Staniol, Alufolie u.ä. sind. Da wird man dann grabefaul, meistens noch bevor man merkt, dass sich kelt. Quinare, MA-Denare und Gold in nicht-runder Form ebenfalls in diesem Spektrum verbergen.
Ich war mal auf einer Obstwiese unterwegs, als deren Besitzer ankam und wenig freundlich wissen wollte, was ich da mache. Habe es ihm erklärt und er wollte dann sehen, wie eine Sonde funktioniert. Da ich nicht unbedingt Gier durch einen guten Fund wecken wollte, habe ich dann gezielt gesucht, bis mir der Leitwert "Alufolie" verraten hat. Im Loch lag dann allerdings keine Alufolie, sondern eine Brosche aus über 7 g 750'er Gold...

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@jabberwocky666

Nachtrag: Mein Bruder hat auch einen Detektor mit eingebauten pinpointer und einen normalen pinpointer. Bis der mal seine Objekte gefunden hat, hab ich 3x das Ding in der hand

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@schlappeflicker

das Schlüsselwort in deiner Aussage ist: "ich grabe dennoch danach" - also ist der Blick auf den leitwert völlig überflüssige Zeitverschwendung, 20 sec später SIEHST du zu 100%, ob Patronenhülse oder doch nicht, und nicht nur zu 90%...

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@horribiledictu

Naja wenn du nur eine zweiton Unterscheidung hast, kannst du zumindest schon mal grob sagen, was dich erwarten kann

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@schlappeflicker

wenn ich sowieso grabe, dann interessiert mich vorher nicht, was mich erwartet, verschwende ich keinen Gedanken und keine Sekunde Zeit dafür, denn dann seh ich es eh gleich. ich brauch nur die eine Entscheidungshilfe: graben - nicht graben, und das ist die Metallunterscheidung Eisen-Nichteisen. Und die stell ich so geizig ein, dass ca die Hälfte all dessen, was ich grabe, immer noch Eisen ist.

Der erste Detektor, der das verlässlich genug konnte, war der fisher 1265, als er rauskam: von der Einfachheit der Bedienung her immer noch ein TOP Detektor, aber natürlich nach 30 Jahren längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit, was Tiefe und Empfindlichkeit auf Kleinteile anbelangt.

(Wenn ich mir allerdings was wünschen könnte, dann wäre es die Möglichkeit, absolut sicher (= 100% Trefferquote) Alu udn Ziehlaschen ausscheiden zu können. Aber das gibts nicht udn wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben.)

(unter Wasser im Süßwasser hingegen ist der 1280X, obwohl auch aus den 1980ern, leistungsmäßig immer noch ungeschlagen, nur leider lässt bei dem die Verarbeitung sehr zu wünschen übrig, sodass er immer wieder absäuft, und das Service von Fisher ist unter aller Sau. (hab mir aber ein Gehäuse aus Alu drehen lassen und das Gerät insgesamt etwas modifiziert, und seither ist Ruhe) Aber UW-Suche ist ein anderes Thema, betrifft 99% aller Sucher nicht...

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Ich bedanke mich bei ihnen vielmals wonach unterscheiden sich die detektoren die 150€ kosten und die die 400-600€ kosten

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@KobalReis

Das eine Spielzeug, wo man froh. sein kann wenn man überhaupt was findet. Schlecht verarbeitet, kaum Ausstattung, das andere ist ernsthaftes gerät, wo man Ersatzteile und andere spulen. Gute detektoren suchen zudem in mehreren Frequenzen gleichzeitig, was sich auch nochmal auf das suchergebnis auswirkt, wasserdicht, lange Laufzeit.

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@KobalReis

Suchtiefe, Empfindlichkeit auf Kleinteile, Präzision/Trefferquote des Metallunterscheidungs-Algoritmus

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Genau so sehe ich das nach vielen Jahren Sondelerfahrung auch. Einen Punkt finde ich noch wesentlich: Keine Diskriminierung - auch wenn das Ausblenden von Alulaschen oder Eisen verlockend erscheint, so diskriminiert man dadurch auch Dinge, die man durchaus gerne hätte und zudem kostet jede Diskriminierung Suchtiefe.

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@jabberwocky666

Man kann ja auch hingehen und gewisse leitwerte ausblenden. Ich will mich ja nicht gestehen, aber wenn ich zb in der Nähe eines hochsitzes suche, gebe ich dir Stein und Bein drauf, das ein leitwert um die 70 eine Patrone ist. Da wäre dann ein ausblenden von genau diesem Bereich nicht schlecht. Ich finde eine balkenanzeige wie sie mein Detektor hat nicht schlecht. Der zeigt quasi an, welches Material quasi unter einem ist. Schwachpunkt ist der, das große eisenteile als hochwertig angezeigt werden. ABER: dafür zeigt er sehr verlässlich an, ob man alufolie unter sich hat oder nicht. Die verschiedenen metalle haben einen breiten Bereich in dem man was angezeigt bekommt. Liegt zb der Balken bei alufolie eher Richtung nickel, kann es was wertvolles sein. Liegt die Anzeige eher mittig oder mehr Richtung Eisen Gewand, ist es auch Folie.

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Für diese Preisspanne findest du nix. 200-300€ sollten es mindestens sein, eher mehr.

https://www.detektormarkt.de/detektoren/land-detektoren/noktamakro/180/nokta/makro-simplex-metaldetektor?c=155

https://www.idc-detektor.de/webshop/metalldetektoren/minelab/detail/2129/minelab-vanquish-340-metalldetektor.html?gclid=Cj0KCQiAvvKBBhCXARIsACTePW8xPDD95nwcnitxVlEvctQFvB0TxPiR0GAmRuK3ldGFCiZEoc8S0wEaAlKtEALw_wcB

https://www.idc-detektor.de/webshop/metalldetektoren/quest/?gclid=Cj0KCQiAvvKBBhCXARIsACTePW9DlUemBHM4qdX1_xqGOE3l89zxEV0vWac4bqiwR5oYNjWQa1GUuZAaAoRWEALw_wcB

Das sind jetzt so die aktuell typischen metalldetektoren für Einsteiger.

Und man geht nicht mal einfach so auf eine "lustige Schatzsuche". Du brauchst die Erlaubnis vom Grundstücksbesitzer, Wald ist komplett verboten, du musst darauf achten das du nicht auf einen grabungsschutzgebiet bist, wertvolle funde müssen gemeldet werden, eine Nachforschungsgenehmigung kann nötig sein.... Man vergleicht das immer mit dem angeln gehen. Du weißt ganz genau, dass du einen angelschein brauchst bevor du dich ans nächste Gewässer stellst, obwohl du angelruten und Zubehör sogar schon in baumärkten bekommst. Du weißt auch, das es ärge r gibt wenn man dich ohne angels Hein erwischt, und so verhält es sich auch mit der Schatzsuche

Vorallem hast du für das geld sonst weiter nix. Wie willst du was ausgraben? Brauchst du noch nen pinpointer? Grabungsgerat kostet auch nochmal jenachdem 30-40€, guter pinpointer zum schnellen finden des Gegenstands im Dreck ca 100€

Woher ich das weiß:Hobby – kenne mich in vielen Dingen aus

Bevor du damit anfängst, mache dich mit den gesetzlichen und allgemeinen Grundlagen der archäologischen Denkmalpflege in deinem Zielgebiet vertraut.

Hab von sowas keine Ahnung, tut mir auch leid, aber das einzige was du findest würdest in Deutschland sind Kronkorken und Cent Münzen. 😅 vielleicht auch eine Granate🤔

Hahahahha mach ich ja auch nur zum spaß :)

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@KobalReis

... zum Spaß???

Wenn man dieses Hobby ernsthaft und mit Sachverstand ausüben will, hat man auch einige Verpflichtungen. Wie z. B. eine ordentliche Dokumentation, Fundmeldung und Fundkonservierung.

Es gehört noch einiges mehr dazu, als nur ohne Sachverstand Löcher in den Boden wühlen, und coole alte Dinge aus zu buddeln.

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Wieso sollte er nur kronkorjen und Cent Münzen finden? Deutschland hat eine lange Geschichte, und man findet von den Römern an bis zur heutigen Zeit alles mögliche

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