Messgenauigkeitsangabe

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3 Antworten

Die letzte Angabe wird auch oft als "Digit" angegeben. Das bedeutet dass die letzte Stelle um den angegebenen Wert höher oder niedriger sein kann.

+/-1 Digit ist unvermeidlich sofern der A/D Wandler im Meßgerät nicht höher auflöst als die Anzeige, denn auf der letzten Stelle ist ein Rundungsfehler unvermeidlich.

Zum Beispiel kann man technisch nicht gewährleisten dass bei z.B. 0,0005V auch wirklich korrekt auf 0,001 V aufgerundet wird oder bei 0,0004V auch tatsächlich abgerundet wird.

Auch wenn tatsächlich genau 0V anliegen, die Eingänge also kurzgeschlossen sind kann ein A/D Wandler immer noch das letzte Bit auf "1" setzen, das läßt sich nie ganz vermeiden!

Man rechnet erst den Prozentualen Fehler und schlägt dann noch die Digitfehler auf. Die Angaben stammen übrigens von einem sehr teuren, hochwertigen Meßgerät, ein Billigheimer aus dem Baumarkt hat im Meßbereich 1000V (Kann tatsächlich 2000V messen, man darf nur nicht mehr als 1kV wegen der Isolierung der Strippen und des Gehäuses) gerade mal 1V Auflösung, 1% genauigkeit (oder schlechter) und meistens +/- 4 Digits, die letzte Stelle der Anzeige kann man also getrost vergessen!

  • 1 Digit, das ist die niedrigste Stelle der Digitalanzeige. Zwischenwerte werden aufgerundet.

Hey JOberst,

Hat dein Messinstrument eine analoge oder digitale Darstellung?

Bei digitalen gilt immer +1Digit in der Genauigkeit, da die letzte Ziffer im Display natürlich togglen kann.

Die Auflösung ist die kleinste Veränderung der Messgröße die du durch eine Änderung deiner Anzeige beobachten kannst.

Hinweis: bei der Genauigkeit kommt es noch drauf an, ob die 0,1% als vom Messwert oder vom Bereichsendwert gelten!

JOberst 20.03.2012, 08:11

Danke! Es handelt sich um eine Übungsaufgabe mit einem Digitalvoltmeter. Die +1 gilt aber nur für den kleinsten Messbereich, danach geht es hoch bis zu +4 - eben das togglen? Ob die Genauigkeit Messwert oder Bereich betrifft kann ich dem leider nicht entnehmen, ich kenne es aus der Praxis aber als % vom Messwert. Wenn ich jetzt als MW 52 mV habe und das daraus resultierende Intervall bestimmen soll, dann gebe ich zuerst die 1,1% der Genauigkeit hinzu (oder ziehe ab) und nehme dann die 0,001 V der Auflösung in Bezug auf die signifikanten Stellen an?

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LiLiwantsGF 20.03.2012, 08:15
@JOberst

Es tut mir Leid, aber ein einsames "+4" ohne Einheit ist mir noch nie untergekommen.

Und ob Messwert oder bereichendwert habe ich bis jetzt immer gekennzeichnet gefunden.

Außerdem weiß ich nicht was du für ein Intervall bestimmen willst - den Bereich der zu erwartenden realen Spannung?

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JOberst 20.03.2012, 08:17
@LiLiwantsGF

Ja, das Intervall um die 52 mV herum sozusagen.

Die +1 ... +4 stehen zusammen mit den 0,1% in einer Klammer nach +- unter dem Punkt "Genauigkeit". Also ergeben sich insg. 1,1% schätze ich.

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