Merkwürdiger Rat vom Arzt?

5 Antworten

Wer weiß ob die Idee deines Arztes nicht vielleicht doch hilft. Ich würde den Ring allerdings ganz Frodo Like an einer Kette um den Hals oder in der Hosentasche tragen... Da du die Filme kennst weißt du das das Tragen des Rings am Finger die Erkennbarkeit der Ring-Geister verstärkt.... Also eher kontraproduktiv.

Bzgl der schreie, bzw. der negativen Gedanken kann ich nachvollziehen das du dich ihnen hin gibst eben, genau wie du es sagst , weil du dann etwas fühlst.... und manchmal ist negativ besser als gar nichts.

Es währe also generell sinnvoll positive Gefühle zu wecken, Leidenschaft für etwas schönes entwickeln... Was das sein kann weißt du selbst am besten. Vielleicht ist es Malen, in der Natur spazieren gehen und sich über kleine Dinge freuen ( Blüten, die Herbstfarben kommen bald , ein Kaninchen das über eine Wiese hüpft usw) , Musik hören, machen, singen.... Etc.
Ich wünsche dir alles gute

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Vielen Dank für diese Antwort! Ich werde mir  einen Ring zulegen und ihn als Kette tragen. Ich lasse nichts unversucht, was mir helfen könnte.
Negativ ist besser als gar nichts. Treffender hätte ich es nicht formulieren können. Aber Sie haben recht. Ich werd versuchen, etwas zu finden was mir ein bisschen Freude bereitet!
Vielen Dank nochmals für ihre Zeit und für diese Antwort. Hatte ziemlich Angst vor den Reaktionen.

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Ist das ein Allgemeinarzt oder ein Therapeut? Wenn Allgemeinarzt dann bitte such dir einen Profi. Allgemeinärzte haben nur marginal Wissen über psychische Probleme. Wird zwar immer besser aber bei so manchem fragt man sich noch immer ob er völlig plemplem ist.
Wenn es ein Therapeut ist kann ich mir vorstellen, dass es einfach nur ein Vorschlag war. Entscheiden tust du. Sofern du es machst wirst du schnell wissen, ob es hilft und wenn es hilft ist es ok. Du schadest keinem damit also wo sollte das Problem sein. Wichtig wäre halt mal rauszufinden woher das Alles kommt. 

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Er ist ein Therapeut. Ja, er meinte auch wir müssen den Ursprung von allem finden. Aber ich werde es versuchen, vielleicht klappt es ja (hoffentlich)
Vielen Dank!

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@einerder9

Ein Therapeut sollte dir nie sagen, was du zu tun hast. Alles was er macht sind Vorschläge und du als Patient solltest dir das raussuchen, was am Besten zu dir passt. Try and Error sozusagen. Grund ist, dass du nur deine Eigene Welt kennst (wie jeder von uns) - nachdem dich deine eigene Welt aber unglücklich gemacht hat, erzählt er dir Lösungen aus anderen Welten sozusagen. Was am Besten zu dir passt führt dich letztendlich auch zu dir selbst. Klingt etwas metaphysisch aber bin sicher irgendwann verstehst du, was ich meine.

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Wechsel den Arzt und gehe täglich mindestens zwei Stunden spazieren.

Weiter schreibe vor dem Einschlafen mindestens eine halbe Stunde von Hand auf Papier Tagebuch. Leserlichkeit und Sinn spielen keine Rolle. Schreibe ohne darauf zu achten, Was Du schreibst.

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Mit dem Spazierengehen versuche ich. Gelingt mir allerdings nur in Phasen in denen es mir nicht zu schlecht geht.

Würde eigentlich gerne bei meinem Arzt bleiben. Mag und vertraue ihm eigentlich und er hat mir bisher sehr geholfen insbesondere in meiner schlimmsten Phase.

Was solle das schreiben bewirken? Ablenkung oder welcher Sinn ist dahinter? Was wenn ich dann nur schlechte Gedanken aufschreibe? Zieht das nicht noch mehr runter?
Vielen Dank für deine Antwort!

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@einerder9

Beim Schreiben geht es IMMER darum die Dinge loszulassen. Indem man sie auf Papier schreibt tut man dies. Man "manifestiert" sie - sie werden greifbar und schwirren nicht mehr wirr durch die Gegend auch dann, wenn das Geschriebene wirr erscheinen mag. Man holt die Gedanken quasi in die Realität und vielen hilft es diese Gedanken dann anzusehen und im Zuge dessen auch gehen zu lassen. Deswegen so oft der Tipp mit Sachen aufschreiben. Hilft nicht immer gut genug aber ist ein einfacher Teil den man mal versuchen kann.

Und dieses "runterziehen" heißt nicht mehr, als dass dein Geist wissen will woher es kommt - auch dann, wenn er dafür leiden muss. Das ist üblich und normal bei Depressionen. Man stößt immer und immer wieder auf Dinge die einen "runterziehen" - man soll quasi daran lernen bzw. sich dem stellen.

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Vielen Dank für die Antworten von euch! Ich nehme mir das zu Herzen und werde es versuchen. Hoffentlich hilft es. Nochmals vielen Dank!

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@einerder9

Bitte beachte:

Es kann Zeit dauern, bis Tagebuch die Ursache Deiner Depression zutage fördert. Diese Zeit darfst Du Dir wert sein.

Es kommt vor, dass dann zunächst mal Wut wahrgenommen wird. Tatsächlich ist diese gesund - in der Regel. Wer einen Führerschein hat mag sich ins Auto setzen, etwas weg von Menschen fahren, Auto aus, Fenster zu und dann mal so richtig rumbrüllen. Diese Wut ist dann der Druck, der sich nun Luft macht. Zunächst halt mal sehr kräftig. Das ist vergleichbar mit einem Dampfkochtopf, der lange unter Hitze stand. Da schießt auch erst mal heiße Luft raus um den Überdruck los zu werden.

Bei Tagebuch ist noch ein wesentlicher Punkt zu nennen:

Wenn wir denken, dann immer mehrere Themen paralell. Wenn wir von Hand auf Papier schreiben bleiben wir bei einem Thema. Welches spielt keine Rolle. Wesentlich ist, dass die Gedankenwelt zur Ruhe kommt, sich sortieren kann. Auch und gerade wenn zu Beginn die Schrift unleserlich ist, jeweils Halbsätze zu sehr verschiedenen Themen auf Papier erscheinen.

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