Merkwürdige Kündigung für Mietwohnung erhalten. Was tun?

...komplette Frage anzeigen Kündigung - (Kündigung, Miete, Mietvertrag)

11 Antworten

Es sieht aus als wenn es sich um einen Zeitmietvertrag bzw. befristeten Mietvertrag handelt.

Zumindest der Kündigung nach,sieht es so aus.

Sollte es so sein,dann muss der Vermieter nicht darauf hinweisen.


Ein Zeitmietvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Mietzeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Während der Laufzeit kann er weder vom Vermieter noch von den MieterInnen durch ordentliche Kündigung beendet werden. Eine Kündigung ist nur als außerordentliche fristlose Kündigung möglich und setzt voraus, dass eine der Vertragsparteien eine schwere Vertragsverletzung begangen hat.

http://www.palm-bonn.de/befristet.htm


Zeitmietverträge sind zulässig aber es muss auch der Grund der Befristung angegeben sein.Fehlt die Begründung so wird der Zeitmietvertrag als unbefristeter Mietvertrag angesehen!

Als Gründe werden vom Gesetzgeber anerkannt (§ 575 BGB):

Der Vermieter will nach Ablauf der Mietzeit

1) die Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder zu seinem Haushalt gehörende Personen nutzen (Eigennutzung) - oder

2) die Räume in zulässiger Weise beseitigen oder so wesentlich verändern oder instand setzen, dass die Maßnahmen durch eine Fortsetzung des Mietverhältnisses erheblich erschwert würden - oder

3) die Räume an einen/eine zur Dienstleistung Verpflichteten vermieten.


Der Mieter hat vier Monate vor Ende des Zeitmietvertrages das Recht zu erfragen,ob die der Grund für die Befristung noch vorliegt.

Sie müssen halt in Ihren Mietvertrag schauen was dort steht.

Ist er befristet oder unbefristet.

Sollte er unbefristet sein,ist die Kündigung unwirksam,da der Kündigungsgrund fehlen würde.

MFG

johnnymcmuff

Ohne Begründung/triftigen Grund ist die Kündigung schlicht und ergreifend wirksam.

Aber was genau heißt "... erfolgt 3 Monate vor Ablauf des Mietvertrages ..."?

Ist es evtl. ein befristeter Mietvertrag? Es wäre hilfreich zu wissen was genau im Vertrag steht.

muss heißen: .....schlicht und ergreifend unwirksam!!!**** Anmerkung: Sollte es sich um einen gültigen befristeten MV handeln, so wäre auch bei der Kündigung hinzuweisen, dass der Befristungsgrund nach wie vor besteht und deshalb das Mietverhältnis vertragsgemäß zum ......... endet. Daran glaube ich allerdings nicht - es wäre wirklich sinnvoll, den MV diesbezüglich zu prüfen.

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@BS3BM

@ BS3BM:

Und was ist hiermit,wenn es ein befristeter Zeitmietvertrag ist?

Ein Zeitmietvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Mietzeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Während der Laufzeit kann er weder vom Vermieter noch von den MieterInnen durch ordentliche Kündigung beendet werden. Eine Kündigung ist nur als außerordentliche fristlose Kündigung möglich und setzt voraus, dass eine der Vertragsparteien eine schwere Vertragsverletzung begangen hat.

http://www.palm-bonn.de/befristet.htm

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@BS3BM

muss heißen: .....schlicht und ergreifend unwirksam!!!****

Sollte es auch. Danke für die Berichtigung.

Daran glaube ich allerdings nicht -

Ich auch nicht so recht. Darum ja meine Frage nach dem Genauen Wortlaut. Es sind ja immer noch die abenteuerlichsten Vertragsformulare mit inzwischen unwirksamen Klauseln im Umlauf bzw. werden verwendet.

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@johnnymcmuff

Und was ist hiermit,wenn es ein befristeter Zeitmietvertrag ist?

Dann muß er nicht mit der Frist von 3 Monaten, wie laut Schreiben, gekündigt werden.

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@johnnymcmuff

"jonnymcmuff" Den befristete Zeitmietvertrag gibt es seit 01.09.2001 nicht mehr . Da die betreffende Wohnung erst vor 2 Jahren bezogen wurde, kann es sich insofern nur um einen qualifizierten Zeitmietvertrag mit den entsprechenden Vorschriften handeln, wenn überhaupt ein solcher geschlossen wurde. Da sollte uns der Fragesteller aufklären.

Ich halte die Kündigung für unwirksam. Denn, da hast du recht, ein gültiger qualifizierter MV braucht nicht gekündigt zu werden, sondern endet mit dem vereinbarten Zeitablauf. Der Mieter kann 4 Monate vor Ablauf Auskunft vom Vermieter verlangen, ob die im MV angeführten Gründe noch bestehen und wenn nicht , die unbefristete Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen. Von Vermieterseite aus gesehen, hätte ich dann keine "Kündigung" geschrieben, sondern einfach darauf hingewiesen, dass die angef. Gründe noch bestehen und das Mietverhältnis zum ....endet.

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Deine Tochter soll sich schriftlich an die kündigende Stelle,vermutlich eine Wohnungsbaugesellschaft, wenden und um Angabe des Kündigungsgrundes bitten.

Fast richtig. Bitten würde ich hier um gar nichts. Schreibt einfach: Hiermit nehmen wir Bezug auf Ihr Schreiben vom... und teilen Ihenen mit, dass die Kündigung gegenstandslos ist, da sie nicht dem BGB entspricht.

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Hier stellt sich wirklich die Frage - Was steht im Mietvertrag?

Wenn es ein befristeter Mietvertrag ist, dann wäre eine solche Kündigung nicht erforderlich, da Vertrag würde nach Ende der Laufzeit automatisch enden.

Wenn es kein befristeter Mietvertrag ist, dann ist eine so formulierte Kündigung unwirksam, da kein Kündigungsgrund angegeben ist.

Mein Rat: Deine Tochter soll zuerst den Mietvertrag ansehen, was genau da drin steht. Ist es aus ihrer Sicht nicht eindeutig ein befristeter Mietvertrag soll sie mal mit dem Mietvertrag und dem Kündigungsschreiben zum Mieterbund gehen. Kostet zwar etwas Geld, aber die werden helfen, ein entsprechendes Schreiben an den Vermieter auszusetzen.

Das ist so ein ganz normaler Mustermietvertrag, den man überall kaufen kann.

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@angy2001

Da steht drin, dass er sich jeweils um ein Jahr verlängert wird, wenn er nicht gekündigt wird. Das ist Standard so im vorgedrucktem Mietvertrag.

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Liebe Leute! Ich weiß nicht was Ihr unter Mieterbund versteht. Ich hatte damit zu tun-Fazit die machen überhaupt nichts und wenn dann einen Dreizeiler an den Vermieter.Im übrigen hat man bevor die Einschreiten erst mal die Pflicht den Jahresbeitrag zu entrichten dann hast du 6 Monate Wartezeit. Dieser sogenannte Mieterbund müsste verboten werden,da er trotz Ankündigung einer Hilfe für sozial Schwache nichts unternimmt.Warum begreift das keiner??? Ich habe mich sogar darüber beschwert beim Dachverband in Berlin aber auch da nur Ausflüchte.Also vergesst den "Mieterverein"ich nenne den immer "VERmieterverein.Sollte es zu einem Prozess kommen sind sie nicht mehr zuständig sondern haben Vetragsanwälte aber die musst du dann bezahlen.Lasst also bitte den Blödsinn den Mieterbund zu beschönigen.

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Da kein Kündigugnsgrund angegeben ist, könnt ihr den Zettel eigentlich wegwerfen. Ich würde den Zettel dem Mieterverein zeigen. Wahrscheinlich ist es das beste, den Vermeter garnicht über die Unrechtmässigkeit zu informieren...

,,, das wäre sicher nicht das beste, weil er dann zur Wohnungsübergabe ankommen würde und spätestens dann.... gibt es Stress.

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@angy2001

Na und? Sollte man ihm schon jetzt erklären, wie er kündigen muss? Dann schicket er nächsten Monat ne richtige raus. Stress gibt es sowieso, da muss man den Anwalt ranholen.

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Kündigen dürfen sie, es ist eine sozial verträgliche Kündigung. Haben auch andere Mieter im Haus diese Kündigung erhalten?

Falsch.

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Wohnt die Tochter im 2-Familienhaus und der Vermieter mit drin? Und was ist so "merkwürdig" an der Kündigung?

Außer bei einem 2-FH hat ein Vermieter nur die Möglichkeit bei 2 MM Mietrückstand zu kündigen, wenn der Mieter wiederholt gegen die Hausordnung verstößt, wenn der Mieter körperliche Gewalt gegenüber dem Vermieter anwendet.

Ansonsten gibt es keine Kündigungsgründe.

Deine Tochter soll die Kündigung als unbegründet schriftlich zurückweisen.

Es ist ein Dreifamilienhaus. Die Vermieterin, eine Lehrerin wohnt nicht drin. Die Kündigung kam halt aus heiterem Himmel und nicht nachvollziehbar. Miete hat sie immer pünktlich bezahlt und Partys hat sie auch nicht gemacht.

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@Tippelbruder

dann gibt es keinen Kündigungsgrund. Schreibt ganz einfach zurück: Kündigung erkennen wir nicht an, da kein Kündigungsgrund besteht.

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Wenn die Kündigung fristgemäß ausgesprochen wurde, ist eine Begründung nicht erforderlich.

Vielleicht sollte sie sich mit dem Vermieter in Verbindung setzen, um ein wenig mehr Zeit für die Wohnungssuche zu bekommen.

Miteinander reden kann schon viel bewirken.

Denkfehler.

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Diese Antwort ist nicht richtig und entspricht nicht dem BGB. LG

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Denkverbot sollte ein Schreibverbot, jedenfalls zum Thema Mietrecht, ausgesprochen werden.

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Es ist eine fristgerechte Kündigung.

Sie muss nicht begründet sein.

Sie kann ja nachfragen, warum.

Doch, muss sie. Eine Kündigung einfach so ist unzulässig. LG

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falscher Rat.

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@helfegern

Nicht falscher Rat,

Rheinflips Kommentar bezieht sich auf die Antwort von Findelkind.

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@helfegern

Falscher § !!!unter § 573 BGB steht:Vorausverfügung über den Mietzins!!

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