Merkmale sozialismus DDR?

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5 Antworten

Kein Privateigentum an Produktionsmitteln ist das wichtigste Merkmal. Indirekt dann eben kostenlose Bildung, medizinische Versorgung und Sicherung von solchen Rechten wie Recht auf Arbeit sowie eine Reihe von Institutionen und Gesetzen, die ein soziales Netzwerk afbauten in Bereichen wie Familienförderung, Versorgung mit wichtigsten Lebensmitteln, Wohnraum usw.

Hast du das aus dem ND abgeschrieben? 

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@Fuchssprung

Das ist von allen hier bis jetzt stehenden Antworten die einzige, die die Frage richtig beantwortet.

Alle anderen Antworten versagen kläglich bei der Benennung des bestimmenden Merkmals. Die versuchen sich an der mehr oder (meistens) weniger korrekten Beschreibung von Erscheinungen, die aber keine wesensbestimmenden Merkmale sind. Das kann man ganz besonders an deiner Antwort sehen, Fuchssprung.

Bei diesen Antworten manifestiert sich die allenthalben anzutreffende Unfähigkeit das Wesentliche vom Unwesentlichen zu scheiden, die Unfähigkeit etwas analytisch zu durchdringen.

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Für solche Aufgaben stellt die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung sehr vielseitige und seriöse Informationen bereit.

Schau mal, hier, da findest du eine Menge Fakten und Zusammenhänge:

http://www.bpb.de/izpb/9766/gesellschaft-und-alltag-in-der-ddr?p=all

Z.b an extremen Subventionen quer durch alle Bereiche. In der DDR z.B kostete ein Brötchen ca. 5 Pfennig. Real aber hätte es 15 Pfennig kosten müssen, der Staat hat also 10 Cent draufgelegt.
Nur mal ein Beispiel unter hunderttausenden. Daran ist schlussendlich die DDR auch pleite gegangen.

Nullnummern in Wirtschaft sollten sich nicht so ausschweifend über Subventionen auslassen. Woher hast du die glorreichen Zahlen? Selbst erdichtet?

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Eine Mietwohnung hat 30 Mark im Monat gekostet. Der Vermieter hatte keinen Einfluss darauf wer in seinem Haus eine Wohnung bezog. Es wurde vom Wohnungsamt geregelt, wer eine Wohnung bekam und wer nicht. Von diesen 30 Mark konnte der Vermieter gerade einmal eine Glühbirne austauschen, aber er konnte weder die Fassade, noch das Dach erneuern lassen. Denn anders als der Bäcker für seine Brötchen, bekam der Vermieter keine Subventionen vom Staat. Er musste seine Verluste ganz allein tragen, oder er ließ sein Haus einfach verfallen. Wenn er sich gegen diese Praxis auflehnte, nahm man ihm kurzerhand sein Haus weg und überführte es in das Volkseigentum. Nach 40 Jahren sahen die Städte aus als hätte man ihnen ins Gesicht geschlagen. Dieser Verfall war allgegenwärtig und typisch für den Sozialismus. Egal ob in Erfurt oder in Wladiwostok, der Sozialismus sah überall gleich aus. Investitionen wurden erst dann getätigt, wenn System relevante Dinge aus zu fallen drohten. 

Ich frage mich ob du bei solch umfassenden Unwissen in der LAge bist dir die Schuhe zuzubinden ohne hinzufallen.

Du hast weder vom Mietwesen in der DDR eine Ahnung noch darüber wie die sozialistische Wirtschaft allgemein funktionierte.

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@ArjunasPfeil

Wie lange hast du denn in der DDR gelebt? Bei mir waren es mehr als dreißig Jahre. Die Familie meiner Freundin besaß damals eine große Villa mit mehreren Wohnungen. Den Mietern wurden die Wohnungen vom Wohnungsamt zugewiesen. Ich habe es selbst erlebt wie das war, als ich meine eigene erste Wohnung bezogen habe. Auch da habe ich kein einziges Wort mit der AWG (Arbeiter Wohnungsbau Gesellschaft) gewechselt. Den Mietvertrag habe ich im Büro des Wohnungsamtes unterschrieben. Also erzähle mir hier nicht, dass ich keine Ahnung hätte, wenn du dein Wissen nur aus Büchern und vom Hörensagen hast. 

Ich habe in der DDR an einer Maschine gearbeitet, die aus der Zeit vor dem Krieg stammte. Sie war qualitativ deutlich besser, als die Maschinen aus der Produktion der DDR und so musste diese Maschine laufen, laufen, laufen. Im Krieg hatte das Gebäude in dem diese Maschine stand, einen Bombentreffer erhalten und die Maschine war beschädigt worden. Man hat sie provisorisch geflickt, ohne die beschädigten Teile auszutauschen. Investitionen gab es in der Zeit in der ich dort gearbeitet habe keine. Keine einzige Maschine wurde ausgetauscht und alle liefen auf der letzten Rille. Die Produktionszahlen sanken wegen der langen Standzeiten immer weiter in den Keller. Einmal fehlte es an Ersatzteilen, einmal fehlte es an Material, dann war wieder einmal das Auto kaputt mit dem das Material gebracht wurde oder es gab wieder einmal eine politische Schulung, die uns an der Arbeit hinderte. Aber die Zahlen die die Parteibonzen nach Berlin meldeten erzählten eine ganz andere Geschichte. Deshalb kursierte in der DDR auch ein Witz der die Lage der Betriebe recht gut beschreibt. 

In einer LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) fragt der Parteisekretär seinen Betriebsleiter nach den neu geborenen Kälbern. Der Mann will ihm einen Erfolg melden und behauptet einfach, dass jede Mutterkuh in diesem Frühling ein Kalb geboren hat obwohl das gar nicht stimmt. Bei ein paar wenigen Kühen hat es nicht geklappt. Der Parteisekretär will vor dem SED Vorsitzenden des Bezirkes natürlich auch gut da stehen. Deshalb meldet er ihm, dass alle Mutterkühe in seinem Betrieb zwei Kälber geboren haben. Da der Mann natürlich auch gut da stehen will, meldet er an das Politbüro, dass alle Mutterkühe drei Kälber geboren haben. Honecker liest diese Meldung und freut sich. "Das ist ja wunderbar, da gehen jeweils zwei Rinder in den Export und eines bleibt hier."

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@Fuchssprung

In einer LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) fragt der Parteisekretär seinen Betriebsleiter nach den neu geborenen Kälbern. Der Mann will ihm einen Erfolg melden und behauptet einfach, dass jede Mutterkuh in diesem Frühling ein Kalb geboren hat obwohl das gar nicht stimmt. Bei ein paar wenigen Kühen hat es nicht geklappt. Der Parteisekretär will vor dem SED Vorsitzenden des Bezirkes natürlich auch gut da stehen. Deshalb meldet er ihm, dass alle Mutterkühe in seinem Betrieb zwei Kälber geboren haben. Da der Mann natürlich auch gut da stehen will, meldet er an das Politbüro, dass alle Mutterkühe drei Kälber geboren haben. Honecker liest diese Meldung und freut sich. "Das ist ja wunderbar, da gehen jeweils zwei Rinder in den Export und eines bleibt hier."

Erstens aben solche Witze wenig mit Realität zu tun. Zweitens st die Vorstellung naiv in der Parteispitze sässen nur verblödete Greise. Sie haben sehr wohl um die tatsächliche Lage in der Wrtschaft gewusst. Aber das ist in der heutgen BRD auch nicht anders. Die Regierenden werden das "gemeine Volk" ganz sicher nicht mit den ecten Wirtschatsdaten und -problemen konfrontieren. In den Nachrichten wird Schönwetter gemacht: "die Wirtschaft wächst", "die Arbeitslosigkeit sinkt". Das diese Daten schonamal so nicht stimmen weil sie manipuliert und schöngedichet sind ist eine Sache. Die offensichtliche Unfähigkeit der Regierenden ein Konzept zu entwickel eine andere.

Und du bist ein barves Opfer der Propaganda, die dir einredet: "alles schlimme das war in der DDR damals, bei uns ist alles anders. Bei uns ist alles gut. Wir schaffen das!" Hat Honecker auch gesagt.

P.S. Ich habe mein halbes Leben im Ostblock gelebt. Und die UdSSR hatte übrigens sehr wenige wesentliche Unterschiede im Vergleich zur DDR. Das was du da erzählst hätte auch in der SU oder Polen so ablaufen können. ABER was hat das mit den wesntlichen Merkmalen des Sozialismus zu tun?

Ausserdem gibt es auch im Kapitalismus florierende und kränkelnde Betriebe, so wie in der DDR auch.

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@ArjunasPfeil

Genau da liegst du falsch. In der Parteispitze saßen tatsächlich verblödete Tattergreise. Aus diesem Grund ist die DDR ja implodiert. Ich bin kein Opfer der Propaganda, das kann ich dir versichern. Aber dein Beitrag zeigt deutlich dass du ein Opfer der DDR Propaganda bist. Anscheinend glaubst du wirklich was man dir damals ins Hirn gehämmert hat. Vermutlich warst du ein Hauptamtlicher und trauerst noch heute der "schönen" alten Zeit hinterher.   

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füchslein, als ob Du schon mal in Wladiwostok gewesen wärst :-)

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