Merkmale Impressionistische und Expressionistische Werke??

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1 Antwort

Der Impressionismus verkehrte eine klassische Regel der Malerei, "Linie vor Farbe", ins Gegenteil. Die Farbe wurde wichtiger als Detailtreue. Der Künstler wollte die Welt nicht mehr so präzise wie möglich abbilden, sondern seinen Eindruck von der Welt vermitteln, sie so wiedergeben, wie sie sich ihm in einem Augenblick präsentierte. Auf Skizzen wurde weitgehend verzichtet, das Gemälde selbst nahm Skizzencharakter an.

Vor allem die Darstellung des Lichts war den Impressionisten wichtig. An die Stelle mythologischer oder historischer Szenen traten Alltagsdarstellungen. Nicht mehr das Bedeutende gelangte zur Abbildung, sondern der flüchtige Moment.

Üblicherweise lässt man den Impressionismus mit Monet in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts beginnen. Es gibt aber einige Vorläufer, so z.B. William Turner, dem Maler des Lichts, und das schönste Gemälde der Kunstgeschichte, Adolph Menzels Balkonzimmer.

Der Expressionismus folgte um die Jahrhundertwende auf den Impressionismus. Er ist durch einen sehr freien Umgang mit Farbe, Form und Perspektive gekennzeichnet. Pferde konnten nun blau sein (Franz Marc), Körper wurden abstrahiert und erschienen z.B. als Ansammlung rechteckiger Flächen (Kubismus) oder hässlich entstellt (z.B. Ernst Ludwig Kirchner, Neue Sachlichkeit). Die perspektivische Tiefe löste sich auf (besonders deutlich bei Max Beckmann).

Impressionistische Gemälde sind weitaus harmonischer und lieblicher als expressionistische. Expressionistische Maler waren dagegen nicht selten politisch.

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