Menschenrechte / Menschenwürd in der Bibel verankert?

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10 Antworten

Als Beispiel ein paar Bibelverse, die aufzeigen, wie Christen sich verhalten sollen. Ich denke, dass daran deutlich wird, dass die "geforderten" bzw. "erwünschten" Verhaltensweisen über die Menschenrechte hinausgehen. Ein Beispiel dafür ist, dass Jesus gelehrt hat, dass Christen ihre Feinde lieben sollen. Das findet sich in den Menschenrechten nicht...

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Matthäus 7,12a

"Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." Philipper 2,3

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"Freut euch mit dem Fröhlichen und weint mit den Weinenden." Römer 12,15

"Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott?" Micha 6,8

"So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist." Kolosser 3,12-14

"Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht." Philipper 4,8

"Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten!" Jesaja 1,17a

"Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt." 1. Thessalonicher 5, 21.22

"Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. " Jakobus 1,19+20

"Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt." Sprüche 16,32

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." Galater 5,22-23

"Zürnt ihr, so sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn!" Epheser 3,26

"Jesus Christus spricht: Selig sind, die Friedens stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Matthäus 5,9

"Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt. " 1.Petrus 3,9

"Wenn möglich, soweit es in eurer Macht steht: Haltet Frieden mit allen Menschen!" Römer 12,18

Hallo. :) Üner Menschenrechte wurde ja schon Einiges gesagt. Die Menschenwürde beruht auf dem Gedanken der Gottesebenbildlichkeit und der Gleichheit aller Gläubigen vor Gott. Dazu 1. Mose 1, 26: "Und Gott sprach: Lasset ums Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bikde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau."
Und zur Gkeichwertigkeit aller Gläubigen vor Gott z. B. Gal 3, 26: "Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. 28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus."

Nein, die Menschenwürde beruht nicht auf der Gleichheit aller Gläubigen, sondern aller MENSCHEN, Punkt. Ob gläubig oder ungläubig, spielt keine Rolle.

Und was heisst "vor Gott"? Wäre die Menschenwürde von einer fiktiven Gestalt abhängig, stünde sie auf tönernen Füssen.

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Ich meinte, dass der Sinn, der hinter der MW steckt, darauf beruht, dass alle Gläubigen vor Gott gleich sind. Und ja, alle GLÄUBIGEN, weil man das zur Zeut Jesu nunmal so gesehen hat. Steht in der Bibel. Und ja, das war früher so. Das war der Sinn, der dahinter steckt. Nun hat sich das ja natürlich alles weiterentwickelt. Also zusammenfassend gesagt, ich meinte, dass der Sinn der MW darauf beruht, nicht, dass es heute auch noch so ist. Und zweiteres ist vielleicht jediglich deine Position dazu. Das sehen viele anders.

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Es gibt viele Bibelstellen, die mit den Normen von Menschenrechten
und Menschenwürde konform gehen. Das Problem ist, dass diese keine Erfindung der Bibelschreiber und ihrer angeblich göttlichen Initiatoren sind.

Alle diese gab es schon weit vor den ersten Christen!

Im Übrigen hat der Vatikan als Staat („Heiliger Stuhl“) und angeblich
alleiniger Kenner der Bibel („Infallibilität des Pontifex maximus“)  bis heute die europäische Menschenrechtskonvention nicht ratifiziert!

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