Menschenrassen vs. Hunderassen?

19 Antworten

Mal von der schwer belasteten Geschichte des Wortes "Menschenrasse" abgesehen ist das rein Biologisch gesehen falsch den Mensch in Rassen einzuteilen.

Ein Afrikaner und ein Europäer zum Beispiel sind von der Genetik so nah beieinander, dass man nicht von einer anderen Rasse sprechen kann. Das gilt übrigens für alle Menschen. Bei Hunden ist das anders: ein Schäferhund und ein Boxer unterscheiden sich von der Genetik stärker, daher kann man von Rassen sprechen.

Wir Menschen sind ja eigentlich auch nur eine Rasse der Menschenaffen aus der Ordnung der Primaten.


Wir Menschen sind ja eigentlich auch nur eine Rasse der Menschenaffen aus der Ordnung der Primaten. 

Das ist falsch wäre dem so so könnten Menschen und Menschenaffen gemeinsame fruchtbare Nachkommen zeugen da dies jedoch nicht möglich ist liegt hier eine Artbarriere vor.

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@Darkmalvet, UserMod Light

ein afrikaner bleibt eine andere rasse - nämlich negroide, und ein vietnameser ist ein asiate, das sind doch andere rassen als europäer...

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Es ist nicht "verpönt", es ist wissenschaftlich nicht haltbar.

Man weiß heute mehr über die Genetik des Menschen als noch vor 50 Jahren (oder mehr). Die ältesten "Äste" des Stammbaumes von Homo sapiens (moderner Mensch) finden sich in Afrika.

Daher sind auch die größten Unterschiede (!) in Afrika zu finden. Das heißt, wenn man "schwarze Menschen" zusammenfassen würde, würde dies genetisch keinen Sinn ergeben, denn sie sind ja sehr unterschiedlich.

Ein Buschmann kann also genetisch gesehen stärker von einem Nordafrikaner (oder Westafrikaner) abweichen als z.B. ein Europäer von einem Nordafrikaner. Alle nicht-afrikanischen Ethnien sind sich untereinander recht ähnlich (natürlich gibt es auch da Unterschiede, aber die klassischen Einteilungen funktionieren nicht).

Buschmänner sind auch nicht schwarz (sie haben zudem eine "Epikanthusfalte", besser bekannt als "Schlitzaugen"). Zudem sagt die Hautfarbe genetisch nicht sonderlich viel aus. Es ist nur ein Teil des Genoms, das dafür verantwortlich ist. 

Im Detail ist die menschliche Genetik enorm komplex, das kann man nicht mit fünf Wörtern einteilen. Auch Einteilungen anhand der Geographie funktionieren nicht wirklich.

Als ich das bei Wikipedia gelesen habe (Rassendenken bei Menschen ist veraltet, weil es die größten Unterschiede innerhalb einer Rasse gibt) habe ich mir die Frage gestellt, warum wir überhaupt irgendwas einteilen. Ich meine alleine Musikrichtungen sind so ungaublich verschieden (Ja, ich vergleiche hier gerade Menschenrassen mit Musik :D), dass es alleine beim Metall zig Subgenres und weiter Sub-Subgenres (?) gibt und sich selbst dann die Bands noch stark voneinander unterscheiden können.

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Es ist nicht "verpönt", es ist wissenschaftlich nicht haltbar.

Es ist natürlich auch sehr verpönt. Auch das sollte man nicht verschweigen. Die Theorien über unterschiedliche Menschenrassen, insbesondere um "höher stehende" und "niedrige" im 19. und dem frühen 20. Jahrhundert haben mit zu den bekannten verheerenden Folgen geführt. 

Dass man Menschen auch nach ihrem Körperbau und ihren Hautfarben in unterschiedliche "Gruppen" einteilen kann, ist offensichtlich und darf auch nicht einfach verboten ("tabu") sein. Das eigentliche Unheil entsteht erst dann in gewissen Köpfen, wenn sie aus solchen Unterscheidungsmerkmalen z.B. Werturteile ableiten, die nicht gerechtfertigt sind.

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Hi, das liegt daran das Hunde ja Tiere sind, dadurch fallen sie nicht unter die Ethik, die bei Menschen ja greift. Bei Menschen gilt ja der Grundsatz das jeder gleich ist und gleich behandelt werden muss.

Die Einteilung in Rassen hat ja meist die Folge das die die Wertigkeit eines Lebens bestimmen und das ist eben beim Mensch moralisch nicht zu vertreten. Was dabei rauskommt sieht man ja zb die Sklaverei in Amerika, das dritte Reich etc.

Hinzu kommt das Hunde irgendwann mal als "bessere Werkzeuge" gezüchtet wurden zb um den Jäger bei der Jagd zu unterstützen oder Haus und Vieh zu schützen. Hier wurde also damals auch moralisch gezüchtet, es konnte begründet werden warum der Hund nach bestimmten Kriterien gezüchtet wurde.

 

Was allerdings heute fragwürdig ist ist der moralische Sinn bei manchen Hunderassen, die nur den Auftrag haben für den Mensch süss auszusehen. Das halte ich auch nicht für unterstützenswert. Moralisch ist das eigentlich nicht erklärbar warum ein Mops leiden muss damit der Mensch ihn toll findet, oder das ein Schäferhund zeitlebens unter seinen schiefen Rücken leiden muss.

Auch frage ich mich manchmal wie es in ein paar Jahrhunderten aussieht durch Zucht und Selektion verknappt der Mensch mutwillig das Gengut der Hunde, ob das auf Dauer funktionieren kann halte ich für strittig. Man braucht sich ja nur mal ansehen wie damals manche Rassehunde aussahen und was heute aus ihnen geworden ist. Einfach bei Google mal hunderassen heute und damals eingeben. Wenn das so weiter geht wird es irgendwann keine Hunderassen mehr geben :\ einfach weil sie aussterben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum teilt man Vögel in verschiedene Sorten unter, oder Katzen, oder Fische, oder Affen, oder Insekten? 

Weil alle Arten zum Schluss komplett eigene Eigenschaften haben und sich mal mehr mal weniger sehr von anderen unterscheiden.

Menschen sind in erster Linie erst mal alle gleich von den Eigenschaften her. Dunkelhäutige z.B. können nichts besser oder schlechter als weiße und unterscheiden sich auch in keinem charakterlichen Zug von weißen.

Wo es wiederum anders wird ist je nach dem in welchem Kulturkreis und Land man aufwächst. Aber da gibt es ja Unterteilungen in Deutsche, Amerikaner, Japaner usw.

Der Mensch ist aber für sich eine eigene Spezies, die in erster Linie so gut wie gleich ist. 

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin Besitzerin von 5 Hunden

Ja aber die Menschenrassen unterscheiden sich ja auch, wenn man beispielsweise Olympische Spiele schaut, kann man mit 99% Wahrscheinlichkeit bestimmen welche Hautfarbe der Gewinner hat.

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@Patient1510

Hautfarbe ja, aber: Die meisten Schwarzen haben keinerlei Vorteile gegenüber Europäern beim Laufen. Es ist eine kleine Subgruppe unter den Schwarzen die diese Vorteile haben. 

Es ist also nicht die schwarze Rasse die im Laufen so toll ist, sondern eine Gruppe die man zufällig wegen ihrer schwarzen Haut in diese scheinbare "Rasse" steckt. 

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@Patient1510

Afrikaner sind sehr unterschiedliche Menschen.
In den Langlauf-Disziplinen sind es meist hagere Leute aus Ostafrika, die meisten Langstreckenläufer aus Kenia sind Kalendjin (eine von mehreren Ethnien in Kenia).

https://de.wikipedia.org/wiki/Kalendjin

Auf der Kurzstrecke sind es ganz andere (!) Leute. Die sind deutlich muskulöser. Usain Bolt wurde auf Jamaika geboren, viele Jamaikaner haben westafrikanische Vorfahren.

"über Kreuz" funktioniert das nicht. Bolt ist kein Marathonläufer, und ein Marathonläufer würde keine guten 100 m Zeiten laufen.

Nur weil beide Volksgruppen "schwarz" sind, heißt das nicht, dass sie tatsächlich sehr ähnlich wären.

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@Patient1510

kann man mit 99% Wahrscheinlichkeit bestimmen welche Hautfarbe der Gewinner hat.

Das gilt sicherlich auch für die Schuhgröße, die Beinlänge, die Hebel, das Lungenvolumen, die Sauerstoffsättigung des Blutes.

Und nun können wir Streichhölzer ziehen, nach welchem dieser Kriterien wir die Zuordnung in Rassen vornehmen.

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Alsdoich sehe mich absolut nicht gleich mit einem Aboriginey oder Afrikaner !! Nicht im weitesten Sinne !!

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@Lorelei74

Das hat nichts mit der Realität zu tun.

Deine Sichtweise ist hier aber genauso irrelevant wie meine. Hier hat allein die Biologie zu entscheiden. Über Fakten kann es keine unterschiedlichen Meinungen geben.

Fakt ist, das es biologisch kein Kriterium gibt, dessen Heterogenität geeignet wäre, einer bestimmten Gruppe von Menschen den Status einer eigenen Rasse zuzugestehen.

Hier z.B. die Hautfarbe heran zu ziehen ist ebenso unsinnig und willkürlich wie angewachsene Ohrläppchen oder Laktosetoleranz.

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen einem Europäer und einem Afrikaner. Aber die sind unbedeutend im Sinne einer rassischen Einteilung.

Nun kannst Du natürlich den Standpunkt einnehmen, dass Dir Wissenschaft egal ist. Du kannst Dir Deine eigene Welt zusammenphantasieren. Aber was kommt als nächstes? Das die Erde eine Scheibe ist? Oder der Mond aus Käse? Beides steht auf einer Stufe mit einer rassischen Unterscheidung des Homo Sapiens.

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Was Menschen betrifft, so ist der Begriff in der Biologie nicht mehr gebräuchlich, weil er nichts erklärt. Es gibt keine Kriterien anhand derer man Menschen eindeutig Rassen zuordnen könnte. Zwischen je zwei Rassen, die dir als Prototyp im Gehirn vorschweben gibt es unendlich viele Zwischenstufen und kein Kriterium macht es möglich, die Menschen eindeutig zuzuordnen. Der Biologe ist Wissenschaftler und er lehnt sinnfreie Begriffe aus der Alltagssprache ab. Menschen weisen im Vergleich zu anderen Tierarten eine Besonderheit auf: die genetische Variablilität innerhalb jeder Gruppe (z.B. in einem Land) ist größer als die durchschnittliche Variablilität zwischen verschiedenen weit entfernt lebenden Menschengruppen. Zugleich ist die Variabilität aller Menschen zwischeneinander kleiner als die innerhalb einer einzigen Gruppe von Schimpansen. Will sagen, Menschen sind ein ziemlich homogener und ähnlicher Haufen. Zu Hunderassen kann ich nichts sagen, ich nehme aber an, dass der Begriff weniger von Wissenschaftlern als von Hundezüchtern und von Hundebesitzern verwendet wird. Ein umgangssprachlicher Begriff existiert dann, wenn er verwendet wird, unabhängig davon, ob er aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll ist oder etwas erklärt.

Es gibt keine Kriterien anhand derer man Menschen eindeutig Rassen zuordnen könnte.

Nimmt man die Kriterien, so es der Mensch bei anderen Tieren mach, dann geht das sehr gut. Der Mensch ist eine Art unter den Tieren und was bei anderen Säugetieren geht, das geht auch beim Menschen.

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@Abahatchi

Nimmt man die Kriterien, so es der Mensch bei anderen Tieren mach

Beitrag nicht verstanden? Du kannst den Menschen natürlich in Rassen einteilen. Das hat aber dann halt keine wissenschaftliche Grundlage oder Relevanz. Die Kriterien einer solchen Einteilung wären alles, nur nicht biologisch wissenschaftlich.

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@DreiGegengifts

Du kannst den Menschen natürlich in Rassen einteilen.

Na also!

Das hat aber dann halt keine wissenschaftliche Grundlage oder Relevanz.

Doch, das hat die gleiche wissenschaftliche Relevanz, nach der man Tauben in Rassen einteilt. 

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