Menschenbild der Aufklärung?

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4 Antworten

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Das "Menschenbild der Aufklärung" ging davon aus, dass jeder Mensch mit Vernunft begabt sei. Seine zu nicht geringen Teilen prekäre soziale Situation hätte der Mensch dadurch mitverschuldet, dass er verlernt habe, sich seiner Vernunft, seines Verstandes zu bedienen. Er lasse sich alle Lebensentscheidungen von anderen diktieren, z. B. den weltlichen oder geistlichen Obrigkeiten, statt seinen Verstand zu gebrauchen und wohlüberlegte, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.

Auf diesem "Menschenbild" beruht auch das heutige europäische Menschenbild, das mit dem der Aufklärung identisch ist.

Schon die Aufklärer erkannten, dass die Voraussetzung dafür, dass sich der Mensch eigenverantwortlich sein Leben gestalten kann, Bildung ist. Die Vermittlung von Bildung gehört heute in allen europäischen Ländern zu den wesentlichen Aufgaben des Staates, die er durch gesetzliche Schulpflicht, ein gegliedertes Schulwesen, durch die Förderung und Regulierung von Ausbildung sowie des universitären Studiums zu erfüllen versucht.

MfG

Arnold

Meiner Meinung nach müsste man da zwischen zwei Dingen unterscheiden:

(1.) das "Menschenbild" jener fortschrittlichen Menschen, welche selber die "geistigen Väter" (und Mütter?) der "Aufklärung" waren.

(2.) das "Menschenbild"der "durchschnittlichen" Menschen, welche während der geschichtlichen Epoche der "Aufklärung" in Europa lebten.
Dieses Weltbild (Nr. 2) verharrte wohl noch recht lange (und in Teilen bis heute) in eher mittelalterlich geprägten Kategorien.

Ja, das geht

Wie ist denn das der Aufklärung?:)

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@luca810

bzw.kannst du mir das vielleicht genauer erklären?

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Schwer zum sagen
Aber es müßte gehen

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