Menschen die an Gott glauben - Könnt ihr mir bitte eine kurze Erklärung geben oder auch

30 Antworten

Als gläubiger Astronom würde ich mal so sagen: Ich glaube, es gibt noch etwas hinter der Astrophysik. Etwas, das ich als Gott bezeichne. Das kann nach meiner Überzeugung auch ein persönlicher Gott sein. Der Raum für den Glauben wird keineswegs immer kleiner. Gott fängt allerdings nicht dort an, wo die Wissenschaft nicht mehr weiterkommt, sondern vorher. Warum etwas ist, welchen Sinn etwas hat, eine Antwort auf diese Frage ist keine Aufgabe der Wissenschaft.. Dass der Urknall stattgefunden hat, ist sehr wahrscheinlich. Aber seine Rolle als "Anfang aller Dinge" ist durchaus zweifelhaft.

Als Astrophysiker solltest Du aber auch wissen, dass Glaube und Wissenschaft keine Berührungsflächen haben, weder ausschließende noch ergänzende; die Wissenschaft braucht keinen Glauben und jeder Glaube kommt ohne Wissenschaft aus... Allerdings scheint bei zunehmender (natur)wissenschaftlicher Bildung der Glaubensbegriff immer abstrakter zu werden, bis nur noch ein relativ blutarmes Ding übrigbleibt, dass vage Hoffnung auf ein "Weiterleben" verspricht, aber den MIndestanforderungen der gängigen Offenbarungsreligionen in keinster Weise genügt.

Man kann natürlich trotzdem (ohne Glauben) eine gängige Religion frequentieren, einfach um sich am rituellen Miteinander und dem Gemeinschaftsgefühl zu erfreuen.

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@PeterJohann

Hallo @PeterJohann! Zunächst kurz zur Information: Ich bin seit vielen Jahren begeisterter Amateurastronom, kein Astrophysiker. Ich würde auch zwischen Glauben und Wissenschaft eher einen Trennungsstrich ziehen, trotzdem berühren sie sich natürlich. Ich bin immer der Meinung, der Glaube sollte sich sanft an die Wissenschaft anlehnen und sie nicht bekämpfen oder gar verbiegen. Das führt dann zwangsläufig zu einem Lückenfüller-Gott und davon halte ich nicht viel. Man kann Gott nicht erklären (schon gar nicht wissenschaftlich) sondern Glauben nur finden wenn man sich darauf einlässt. Religion und auch religiöse Schriften wie die Bibel haben für mich keine überragende Bedeutung. Ich tendiere da ein wenig in Richtung Deismus, obwohl ich mich selber schon als Christ sehe. Glaube hat auch für mich sehr viel mit Emotionen zu tun (Schönheit des Universums und der Erde). Astrophysiker können ganz hervorragend erklären, wie das Universum funktioniert und wie es sich entwickelt hat. Warum es existiert, und warum es den Gesetzen der Physik gehorcht ist eine Frage die nicht in den Bereich der Wissenschaft gehört. Man sollte als Mensch auch in Glaubensfragen immer locker und entspannt bleiben, nichts ausschließen, auch nicht, dass sich das Universum tatsächlich ohne Gott entwickelt haben könnt und das können viele Christen (nicht nur Christen) nicht. Vielleicht können wir in der Zukunft in der Frage nach der Existenz Gottes noch weiter vorankommen. Bisher war es jedoch häufig so, dass immer mehr neue Fragen auftauchten, je mehr wir erklären konnten. Schönen Gruß!

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Ich bin Christ und ich bin gläubig, weil ich von der Lehre Jesu Christi zutiefst überzeugt bin. Die innere Wahrheit meiner Religion erfahre ich Tag für Tag in meiner Lebenspraxis. Man kann in einen solchen Glauben hineinwachsen, weil man Vorbilder hat - z. B. die Eltern -, die einem das glaubwürdig vorleben. Aber ganz oft gibt es irgendwann im Leben einen Bruch damit. Dann sucht man nach etwas Eigenem, nach einem neuen Verständnis oder einer neuen geistlichen Heimat. Für die meisten Menschen bedeutet das, daß sie sich den Glauben, den sie vorher schon übten und in dem sie Wurzeln haben, neu erschließen und zu einer bewußteren Praxis kommen als vorher. Manche wechseln an diesem Punkt auch ihre Religion. Man hat keine Religion, weil es halt so Brauch ist oder weil die Eltern eine haben oder weil es schick ist. Man hat eine Religion, weil man von ihr überzeugt ist und sein Leben nach dem ausrichten will, was dieser Glaube lehrt. Gruß, q.

ich glaube der auslöser dafür war, dass ich mich in meiner eigenen familie nicht geliebt fühlte. manchmal fühlt man sich als kind so einsam, dass man verrückt wird, wenn da nicht die hoffnung auf jemanden ist, der einen so liebt wie man ist, so wie einen eltern lieben sollten. ich habe gebetet: wenn es dich gibt, dann hilf mir, dass ich an dich glauben kann. an meinem 18. geburtstag traf ich am finkenbachfestival menschen, die mir von gott erzählten. ich schlief 3 tage und 3 nächte nicht. mein traum war in erfüllung gegangen. am nächsten tag packte ich das nötigste zusammen und lebte 7 jahre in einem tempel. es waren die schönsten jahre meines lebens. ich bin froh, dass ich so jung war damals, denn diese entsagung nimmt man kaum auf sich, wenn man voll im leben steht. an gott zu glauben, war nicht einfach, denn ich bin atheistisch aufgewachsen. nur durch die gemeinschaft mit tollen menschen kann ich nun hoffen, dass nichts mich von meinem glauben abbringen kann.

Was denkt ihr über Nahtoderfahrungen und das Leben nach dem Tod ?

Ich beschäftige mich derzeit mit diesem Thema , da ich das Buch von Dr. Eben Alexander lese : Ein Neurochirurg der nach seiner Zeit im "Himmel", als sein Gehirn nach einer bakteriellen Meningitis klinisch "funktionsunfähig" war, über seine Erfahrungen spricht.

Ich dem ganzen allerdings noch nicht viel anfangen, auch wenn er versucht seine Erfahrung "wissenschaftlich" zu begründen, dies aber nicht wirklich funktioniert. Sicher, ein Leben nach dem Tod wäre etwäs wunderschönes aber kann das überhaupt der "Wahrheit" entsprechen ?

Eines meiner Probleme mit Nahtod Erfahrung und Leben nach dem Tod Allgemein (v.a die Auffassung von "Abrahamischen Religionen") ist die Sonderstellung des Menschen. Es rückt den Menschen in ein "besonderes Licht" , obwohl wir doch nur ein Produkt der Evolution sind . Wann haben wir aufgehört Tier zu sein ? Gar nicht ! Weil wir immer noch eines sind und deshalb müsste der Himmel, das Jenseits und alles andere spirituelle ja für JEDES Lebewesen gelten und doch werden Himmel und Das Leben nach dem Tod immer als etwas menschliches dargestellt. Wie funktioniert das Jenseits für andere Lebewesen ? Für Bakterien ? Pflanzen ? Reptilien?

Auch die zwei anderen "Kränkungen der Menscheit"(die kosmologische von Kopernikus und die psychologische von Freud) entziehen dem Menschen ja seine Sonderstellung!

Wie ist eure Meinung zu dem Thema ?

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Also, meine Mutter und Vater glauben an Gott. Mein Vater betet sogar jeden Tag. Meine Mutter nicht. Beide glauben aber trotzdem an die Existenz Gottes. Viele werden bestimmt schreiben, dass es keinen Gott und Satan gibt. Gut, ich jedoch weiß nicht wo ich stehe; (eigentlich doch), ich werde immer dazu ermutigt aufgefordert an Gott zu glauben. Jedoch immer wenn ich es versuche , fühle ich mich danach total schlecht. Weil ich in Wahrheit ein Abgrund tief böser Mensch bin. Und an die Existenz Sheytans glaube und ich mich immer gut fühle, wenn ich kalt, gefühllos und böse zu anderen Menschen bin. Warum ist das so? Und warum verliere ich so schnell den Glauben an Gott.

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Victor Marie Hugo sagte einmal: "Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich."

Würdet ihr diesm Zitat zustimmen?

Auch sehr spannend fand ich diesen Artikel auf zeit.de:

"Man muss nicht an Gott glauben, um zu glauben. Man muss nicht Katholik sein, um anzubeten. Man muss sich nicht zum Protestantismus bekennen, um seinen Nächsten zu lieben. Wer aber glaubt, der Mensch komme ohne Glauben aus, der glaubt somit erstens selbst und macht zweitens die Rechnung ohne die Spezies Mensch. Das heißt: Der Mensch glaubt, weil er gar nicht anders kann, als zu glauben. Der Mensch ist von Natur aus religiös, und auch der Atheist ist ein homo naturaliter religiosus..."

Was sagt ihr dazu?

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