Meldet sich der Gerichtsvollzieher beim Schuldner an?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein.Normalerweise steht er eines Tages einfach vor der Tür.

Sein Kommen muss der Gerichtsvollzieher nicht anmelden, doch man ist nicht verpflichtet, den Gerichtvollzieher in die Wohnung zu lassen. Allerdings kann der Gerichtsvollzieher nach 2 erfolglosen Versuchen eine richterliche Durchsuchungsanordnung bei Gericht erwirken, was zur Folge hat, dass er die Wohnungstür öffnen lassen kann (Schlüsseldienst), die dadurch entstandenen Kosten tragen natürlich Sie. Man sollte sich also gut überlegen, ob es nicht doch sinnvoller und vor allem günstiger wäre, den Gerichtsvollzieher freiwillig in die Wohnung zu lassen. Falls der Gerichtsvollzieher auf Widerstand stoßen sollte, kann er zudem die Begleitung durch Polizeibeamte anfordern. Gibt es eindeutige Anhaltspunkte, dass pfändbare Gegenstände weggeschafft werden, so kann der Gerichtsvollzieher auch ohne Durchsuchungsanordnung die Wohnung betreten. Ist der Gerichtsvollzieher einmal in der Wohnung so ist er befugt sowohl die Wohnung, wie auch Geschäfts- und Arbeitsräume, Keller, einfach jeden Winkel, zu durchsuchen. Auch die Mitbewohner (Partner/Ehegatte) müssen die Durchsuchung über sich ergehen lassen. Nur Räume, die ausschließlich von einem Dritten bewohnt/genutzt werden, sind von der Durchsuchung ausgenommen. Schränke, Truhen, Schubladen, Koffer, Taschen von Kleidungsstücken, verschlossene Zimmertüren oder Behältnisse aller Art darf der Gerichtsvollzieher öffnen und durchsuchen.

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nö, wenn er da ist, ist er da. Das wird so gemacht, damit man nicht vorher noch die wertvollen Sachen raus räumen kann... Bei uns stand er auch mal, weil mein Mann einen Strafzettel nicht rechtzeitig bezahlt hatte. Der hatte sich nicht angemeldet!

Da gabs doch mal die Folge bei Raus aus der Schuldenfalle wo der Vater dann noch hektisch seinen großen Flachbildfernseher versteckt hat. Naja glaube kaum, dass man damit langfristig dem Problem entgeht...

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