Meldepflichtige Krankheit - Strafgebung

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3 Antworten

Wenn der Erkrankte von seiner infektion wusste und die nötigen Schutzmassnahmen versäumt hat, ist er strafbar nach dem StGB.

Die Meldepflicht betrifft übrigens nicht nur Ärzte!

Eltern sind zB VERPFLICHTET, eine Läuseinfektion ihrer Kinder zu melden. Tun sie es nicht... kann rein juristisch jede angesteckte Familie die entstandenen Kosten für die Ungeziueferbekämpfung als Schadensersatz fordern.

Bei HIV sieht es noch schlimmer aus. Das ist dann vorsätzliche schwere KV, wenn man seine Sexualpartner nicht über die eigene Infektion VORHER informiert!

Bei EHEC wird man aber erst entlassen, wenn man die Infektion überwunden hat und MUSS sich noch regelmäßig nachuntersuchen lassen, da man bis zu einem jahr den erreger ausscheidet.

Würde eine Infizierte (und als genesem Entlassene) in dieser Zeit zB als Küchenhilfe oder Erntehelferin arbeiten UND es käme zu Infektionen, die von ihr stammen (labortechnisch nachweisbar) UND sie hat davon gewusst, dann ist sie straf- und zivilrechtlich dran.

Strafrechtlich wegen KV und zivilrechtlich wegen Shadensersatz und ggf Schmerzensgeld.

Gut erklärt. Thx!

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Das muß der Arzt der die Krankheit feststellt dem Gesundheitsamt melden. Der Patient wird vom Arzt behandelt und evtl ins Krankenhaus auf eine Quarantänestation eingewiesen.Woher sollst Du wissen was Du hast? Wenn ein Arzt bei Dir keine ansteckende Krankheit feststellt obwohl Du eine hast, hast Du ein gesundheitliches und kein rechtliches Problem

wenn er weiß, dass er es hat und jemanden damit vorsätzlich infiziert, also mutwillig, dann ist das grob fahrlässig. damit ist nicht zu spaßen.

und eigentlich ist es völlig egal, ob es sich dabei um meldepflichtige krankheiten handelt oder um andere ansteckende dinge.

anderen mit absicht schaden zuzufügen... da muss man schon ganz schön mies drauf sein. wenn es um die gesundheit geht, hörts dann aber echt auch auf!

lg :)

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