Meinungsfreiheit für Islamkritiker?

32 Antworten

Ich nehme an Du meinst was in Gesellschaft und Politik geschehen muss?

Ich beschäftige mich viel mit dem Thema und hätte da durchaus einige Ideen, die auch teilweise schon von anderen gedacht oder gemacht werden ;)

- kein getrennter Religionsunterricht mehr, sondern ein gemeinsamer für alle, in dem die Grundlagen der großen Religionen gezeigt werden und es mehr im Philosophie, Psychologie, Gemeinschaft, Humanismus und insbesondere Tolleranz gehen soll

- Trasparent machen und wo nötig Kontrolle Einflussnahme auf Religionsgemeinschaften aus dem Ausland (z.B. Türkei und SA, aber auch für alle Religionsgemeinschaften z.B. Scientologic, Mormonen, Zeugen Jehowas, aber auch des Vatikans ;)

- frühe Hilfen für Familien, bei denen Lehrern, Ärzten, Nachbarn etc. auffällt, dass sie ihre Kinder zu Extremismus erziehen (und das bei allen Arten von gefährlichem Extremismus) oder vernachlässigen.

Gewalt gegen und Vernachlässigung von Kindern darf nicht toleriert werden!

- Keine Ghetto-Bildung und Ehlendsviertel zulassen - jeder Bürgermeister weiß, wo bei ihm in der Stadt die "Problemviertel" sind. Genau dort muss gehandelt werden (z.B. Beratungsstellen einrichten, Kinder- und Jugendzentren oder Spielemobil vorhalten, Infrastruktur verbessern, Parks und Grünflächen anlegen, Jugendamt einbeziehen, Schulen in diesen Vierteln besonder gut ausstatten und Lehrer besonders ausbilden, Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter einsetzen, Sozialer Wohnungsbau oder Wohnheime für Flüchtinge/Asylbewerber guten Vierteln um die Vermischung zu fördern)

- Ansprechstellen und Projekte für Angehörige, Lehrer und betroffene Jugendliche auch wieder für alle Arten von Extremismus (es gibt z.B. schon das Wegweiser Projekt, das ich sehr gut finde).

- Gemeinschaftliche Projekte fördern z.B. Stadtteilcafes, internationale Feste, Frauencafes, interkulturelle Vereine

- kostenloser und einfacher Zugang zu psychosozialen Beratungsstellen für alle Bürger bei psychischen oder sozialen Problemen

- Weniger verblödungs-TV mehr Berichte und Dokus über andere Länder, andere Kulturen aber auch über Deutschland - über Projekte die gut laufen, über Städte oder Themen die Deutschland betreffen, über Hoffnungen aber auch über Probleme.

LG, Hourriyah

Und etwas wie das Niederländische Projekt "Opstapje". Es werden Kinder aus Einwandererfamilien jeden Tag nach der Schule von einer Mutter eines Klassenkameraden abgeholt. (immer die gleiche, nicht mal hier mal dort). Beide Kinder gehen dann in die Niederländische Familie. Dort werden Hausaufgaben gemacht, und man isst gemeinsam. So lernen die Kinder in Rekordzeit die Sprache, haben Hilfe bei den Hausaufgaben, und bekommen regelmäßig eine Mahlzeit die landestypische, frisch und gesund ist. 

Das alles kostet kein Geld, denn das Essen vom Kind wird von den leiblichen Eltern bezahlt. Es ist ein äußerst effektives Vorgehen, und es ist sehr erfolgreich. 

Alles geht, wenn sich die Einwanderer, oder auch die hier schon länger Ansässigen, offen und bemüht zeigen. Aber das ist gerade der Haken. Diese Indoktrinierung die sie durchlaufen haben hinterlässt bei vielen Spuren die sie nicht einfach abschütteln können. 

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@Schwervelke

" Schwervelke"   Vielen Dank für diese Information! Das ist unbedingt nachahmenswert.

Als "Hollandkenner" war mir das so nicht bekannt.

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@Schwervelke

Ich wusste nicht, dass sich das allmählich in Deutschland herumgesprochen hat. Die deutsche Version halte ich für nicht gut. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit dass Menschen aus dem gleichen Kulturkreis sich unterstützen. Das führt, wenn es nur diese Kontakte gibt, zu Ghettobildung und Clandenken. Die Kinder sollen nun gerade bei Einheimischen verweilen, spielen, lernen und essen. Und nicht nur bis 24 Monaten, sondern während der gesamten Schulzeit.

Ich frage mich immer, warum in Deutschland so wenig Mut zum unorthodoxen Vorgehen, zur klaren Linie und zu Forderungen an die Einwanderer gezeigt wird.

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hourriyah: Schöne Idee !

Für anerkannte Flüchtlinge, die ALG II (Arbeitslosengeld II) beziehen über übernimmt der Jobcenter die Mietkosten für Wohnungen in besseren Wohngegenden Qm Preis, einfach nicht weil das an die Sätze im SGB II (Sozialgesetzbuch II ) gebunden ist und bestimmten Richtlinien unterliegt.

In Ballungszentren ohnehin ein Problem, wo sich Familien mit mittleren Einkommen, die hohen Mieten einfach nicht leisten können.

Schau dir mal den Wohnungsmarkt in Städten wie Berlin, Frankfurt Rhein Main Gebiet, München, Köln etc. an.

Solche Maßnahmen wie du sie vorschlägst müssten aber auch von den Migranten angenommen werden.

Leider sieht das in der Realität nicht so aus. Es ist nicht so dass Angebote zur Integration auch freudig angenommen werden.

Das Problem in Deutschland sind nicht die Migranten, sondern der Islam der sich immer fundamentalistischer in Deutschland manifestiert.

Muslime werden über Imane in Moscheen politisiert und gegen die westliche Kultur aufgehetzt und instrumentalisiert.

Und dort liegt im Grunde das Problem.

Ob eine verstärkte Überwachung durch den Verfassungsschutz die Lösung ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

 

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@LancelotIV

Es gibt europäische Länder, in denen radikalislamische Immame ausgewiesen werden. So lange Frau Merkel die "Richtlinienkompetenz" hat, wird das allerdings nicht geschehen - man bekommt eher den Eindruck, dass sie sich bereits ergeben hat und bereit ist, demnächst im schwarzen Sack herumzulaufen. Das wäre nicht das erste Mal, dass sie die Fronten wechselt. Schließlich musste sie inder DDR stramm links sein, sonst hätte sie nicht studieren können.

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Was heißt "Recht auf freie Meinungsäußerung" zu garantieren? Die haben sie doch. In Deutschland herrscht uneingeschränkte Meinungsfreiheit (Artikel 5 im Grundgesetz).

Man muss sich auch bewusst machen, dass es "solchen" und "solchen" Islam gibt. Interessanterweise ist der in Deutschland überwiegend konservativ, und wenn nicht, dann schweigen die liberalen Stimmen oftmals. Dass Frauen wie Seyran Ates Imaminnen werden und hier im Lande so große Proteste auslöst, ist verwunderlich, zumal es schon seit Jahrhunderten weibliche Imaminnen gibt und in anderen Ländern der Welt (natürlich nicht das rückständige, mittelalterliche Saudi-Arabien mit dem Wahhabismus) es vorkommt, dass Frauen und Männer in einer Moschee zusammen beten, wie Ägypten, Malaysia etc. 

Ich empfinde liberale Musliminnen wie Seyran Ates und ihre Mitstreiter/ Mitgründer der Ibn-Rushd-Moschee daher als unersetzbar. Genau so welche Menschen braucht dieses Land, um den islamängstlichen Menschen zu zeigen, dass dieser Glaube nicht immer mit Attentaten in Verbindung steht, sondern friedlich ausgeübt werden kann. Dass es viele Muslim/Innen gibt, die den interreligiösen Dialog mit dem Christentum, Judentum, etc. suchen.

Außerdem erhält Seyran Ates rund um die Uhr Personenschutz. d.h. das Deutsche Bundesministerium sorgt dafür, dass sie ihre Meinungsfreiheit weiter frei ausüben kann. Jedoch ist es natürlich erschreckend, auch für sie, dass sie diesen überhaupt benötigt. Immerhin erhält sie über 100 Morddrohungen und die stammen allesamt von Muslimen, also Gläubige der gleichen Religion.

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Du hast ja völlig recht, liebes Mangoherz!

Allein: WIE soll es den "islamängstlichen" Menschen plausibel werden, dass man vor dem Islam keine Angst zu haben braucht, wenn Leute wie Ates, Samad und James nur dank Personenschutz überleben???

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Eine staatliche Garantie auf Unversehrtheit  seiner Bürger gibt es nicht.

Aber:

Wenn die Meinungsfreiheit mit Morddrohungen einhergeht, wird  nach dem Opferentschädigungsrecht (Bundesversorgungsgesetz oder BVG) dem Opfer geholfen:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/SharedDocs/Publikationen/Opferhilfe/Merkblatt_Entschaedigungsleistung_de.pdf;jsessionid=C7F5DEB76942D0DB85B0F25EEAC9E0F6.1_cid386?__blob=publicationFile&v=9

daraus:
...Ein Übergriff kann auch in Fällen massiver Bedrohung oder Ehrverletzung gegeben sein...

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