Meinungen zur AFD bitte ohne streitereien! Wie sind die?

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24 Antworten

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Sie sind wie eine Kotztüte. Ganz nützlich, während man sie braucht sieht es ganz nützlich aus aber nacher hast du ne Tüte voll Kotze in der Hand.

Das ist ein Zitat aus der Heute Show glaube ich aber das ist auch meine Meinung.

Ha ha, es ist ja Deine Kotze und ohne die nützliche Tüte hast Du bekotzte Hände.

Im Ernst, wenn Du Dich übergeben musst, hast Du ein Problem und nicht die Tüte.

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@Nunuhueper

Womit du - um bei der Analogie zu bleiben - ja den Protestwählern, die die AfD als Kotztüte benutzen, unterstellst, sie wären das Problem. :D

Das heißt dein offizieller Rat ist jetzt "hört auf so betroffen zu sein! Wählt gefälligst nicht aus Protest"?

Wenn ja, dann fallen wohl drei Viertel der Stimmen weg...

DH, Gilgaesch! Tolle Antwort :3

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@Nunuhueper

Eine Antwort ohne Sinn. Seine Meinung sollte man schon begründen können, außer das die das in einer Satire - Sendung gesagt haben.

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@peoplelife

Ich habe dieses Zitat aufgegriffen, weil sie so gut zu meiner Meinung passt.

Du hast aber recht, ich sollte mich erklären. Ich meine das die AFD nur profokant sein will. Das sieht man daran, dass sie schon Plakat vorgedruckt haben für den Fall eines größeren Terroraktes. Sie wollen also das der Terror kommt, damit sie daraus profit schlagen können.

Auch das sie immer wieder Profokante Äußerungen machen ist bloß um zu zeigen: "Hey wir sind anders, jeder der die anderen nicht mag wähl uns. Wir machen zwar nichts besser aber wir sind dagegen."

Sie wollen bloß damit punkten das sie anders sind aber anders heißt nicht besser. Sie wollen die Wahlverdrossenheit der Bevölkerung ausnutzen um ihre rechten Ansichten zu stärken.

Aus diesem Grund wählen viele die AFD weil sie anders ist nicht unbedingt weil sie besser.

Eine Partei die darauf aufbaut, dass sie anders ist kann auf längere sicht keine Regierung machen, da sie nicht mal selber einer Meinung sind.

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@Nunuhueper

Ich kann auch aus dem Fenster Kotzen aber dann ist das das Problem des Passanten aber ich gebe meine Probleme nur ungeren an andere ab. Im gegensatz zu anderen löse ich sie selber ohne einfach anderen die Schuld zu gegeben.

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Kan man so nicht sagen hat die AFD den schon regiert?Erst mal regieren lassen dan verurteilen!

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Meinungen zur AFD bitte ohne streitereien! 

Man sollte zwischen den "beiden AfDs" unterscheiden, wenn man zu einem klaren Bild kommen will:

Die "alte AfD" war eine ultra-liberale Wirtschaftspartei, die deshalb gegründet wurde, weil den Gründern selbst die FDP "zu sozialdemokratisch" war.

Die "neue AfD" ist eine Partei ohne Kopf und Hirn. Das ist nicht persönlich gemeint, sondern politisch: Sie hat keinerlei Bezug mehr zu ihrer "Gründungs-Idee", weil ihr schlicht die entsprechenden Fachkräfte fehlen (die sind alle in der ALFA gelandet). Und weil sie niemanden mehr hat, der die "alten Werte der Partei" noch mit entsprechendem Fachwissen vertritt, wirkt sie ziemlich "hirn- & kopflos".

Das versucht man nun auf zwei Wegen zu übertünchen. 

  1. Man versucht, die alten "Gründungs-Werte" am Leben zu erhalten. Damit hatte sie viel Aufmerksamkeit in den Medien, in der Politik und bei den Reichen bekommen.
  2. Man versucht, die Partei zu polarisieren, was immer auch auf Radikalisierung hinausläuft. Das bringt "mehr Wähler-Stimmen".

Man versucht also, in beiden großen Teichen zu fischen und es sich - vorerst - mit niemandem zu verderben.

Beides führt aber, wegen des bunten Gemisches aus "Werten, die man nicht versteht" und "Propaganda, die man nicht wirklich will", zu einer absurden Situation, die letztlich die Partei selbst verbrennen wird.

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Sollte Petry der Coup gelingen - und vieles spricht dafür -, die Partei sicher in den Bundestag zu führen, wird unmittelbar danach der nächste Umbau der Partei stattfinden: Man muss "koalitionsfähig" werden. Man muss sich vor allem der CDU/CSU annähern. 

Mit Seehofer und seiner CSU-Elite schwimmt man schon weitgehend auf einer Linie. Die CDU hadert noch, aber das hat im Wesentlichen nur taktische Gründe: Man will die eigenen Pfründe nicht aufgeben.

Zugleich wird die AfD aber ab dem Einzug in den Bundestag endgültig und offen in weiten Teilen ihren eigenen, aktuellen Zielen widersprechen: Schimpft man heute noch auf "die Bonzen in Berlin", wird man sich schon bald nach der Wahl um deutlich leisere Töne bemühen. Und zu diesem Zweck wird man insbesondere die radikaleren und extremeren Mitglieder und Mitläufer in die Wüste schicken. 

Wie das abläuft, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die NPD verboten wird und wie sich die NPD-Eliten dann dazu aufstellen werden. 

Und auch die weitere Entwicklung der Partei hängt maßgeblich von den Personen Petry, Höcke, Meuthen und Gauland ab, so dass davon auszugehen ist, dass die Partei in sehr überschaubarem Zeitraum "den Piraten" macht: Sie wird nach einem Allzeit-Hoch, das sie unter Ausnutzung von Zeit und Umständen schaffte, schon bald wieder in die Bedeutungslosigkeit* zurückkehren.

*) "Bedeutungslosigkeit" kann zweierlei bedeuten: (a) Die Partei wird "koalitionsfähig" und damit quasi zu einem Flügel der CSU, was sie durch die CDU steuerbar macht; sie also zu einer "normalen etablierten Partei" werden lässt; so dass sie ihre Bedeutung als "alternative & Protest-Partei" verliert. (b) Die Partei schafft nie wieder diese Traum-Wahlergebnisse und wird innerhalb von 2, 3 Legislaturperioden wieder aus den Bundes- und Landtagen verschwinden, so dass sie ihre Bedeutung als "alternative & Protest-Partei" verliert.

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Fakt ist nur eines: Die "Protest-Partei AfD" wird am Tag der Bundestagswahl 2017 als "Protest-Partei" aufhören zu existieren. Ab diesem Tag wird sie - und hier ist vor allem ihre eigene Partei-Elite um Petry & Co. gemeint - um Anerkennung bei den Etablierten ringen, um sich "koalitionsfähig" und damit "regierungsfähig" zu machen.

Eher werden die Etablierten sich bei der AfD für eine Koalition anbieten, weil sie an ihrer Macht kleben.

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@Nunuhueper

Das glaube ich nicht: Petry und Meuthen sind machtbesessen. Ihnen ist es egal, "welche Partei" sie führen. Sie haben keine "Ideale" oder anderen störenden Kram. 

Deshalb werden sie die Partei in den kommenden Jahren nach dem Einzug in den Bundestag zu einer "koalitionsfähigen Partei" umbauen. 

Gleichzeitig - da stimme ich dir zu - wird die CSU aber noch weiter an die AfD heranrücken: Man war zwar schon immer dort, wagte aber bisher nicht, es auch auszuleben. Die AfD gibt ihr nun die Sicherheit, dass es doch geht.

Im Laufe der Zeit wird die AfD dann - soweit man überhaupt von "Inhalten" sprechen kann - inhaltlich von der CSU vereinnahmt. ... und dann geht sie den Weg der Piraten: Sie wird bedeutungsloser. Zwar wird sie meines Erachtens nicht so schnell wie die Piraten in Berlin fallen; aber der Weg ist der gleiche...

Die EINZIGE Alternative, die der "Alternative für Deutschland" bleibt, ist, sich an die CDU/CSU anzukuscheln, sich ihr als "eigenständiger Flügel" anzubieten. ... Damit wird sie zwar ebenfalls die reinen Protest-Wähler verlieren, doch das dürfte Petry/Meuthen/Gauland & Co. ziemlich egal sein: Für ihre Partei-Eliten reicht es noch eine ganze Weile, um von den Trögen der Macht zu schmarotzen. Mindestens 2, 3 Legislaturperioden lang. 

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Die AfD ist lediglich ein neuer politischer Farbanstrich auf einen Teil der "Außenhaut" eines Parteiengebäudes in dessen Zimmern machtpolitische Personalpolitik vor Sachpolitik dominiert, wo in den Hinterzimmern die Interessenvertreter sitzen und in den Korridoren großflächige Plakate mit fleischwursttriefenden Parolen für das Elektorat beschrieben werden.

Ich erlaube mir an dieser Stelle (wie schon einige Mal vorher) den Kabarettisten Georg Schramm zu zitieren: „Interessensverbände machen die Politik. Die ziehen die Fäden, an denen politische Hampelmänner hängen, die uns auf der Bühne der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen dürfen.“

Die Unterschiede liegen oft nur in den vor sich hochhaltenden hochglanzkolorierten Lamentum politisch anmutender Fließtexte und verbaler Artefakte (an diesem Punkt würde ich gern definieren, was Politik eigentlich bedeutet - was aber zu weit führen würde - siehe dazu: Gerhard Göhler „Der Zusammenhang von Institutionen, Macht und Repräsentation“, S.17)

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