Meinung zum Nahostkonflikt?

4 Antworten

Der Nahostkonflikt ist ein sehr kompliziertes Thema und es gibt kein klares richtig und falsch oder welche Seite „recht hat“ oder nicht.

Meine Meinung: es ist nachvollziehbar, dass die Juden das Gebiet Palästinas als Gebiet für ihren eigenen Staat haben wollen, weil es für sie eine religiöse Bedeutung hat und, wichtig für meine Argumentation, ihre Vorfahren vor einigen tausend Jahren dort gelebt haben, bevor sie vertrieben wurden. Angesichts der jahrtausendelangen Verfolgung der Juden und vor allem des Holocausts, ist es auch verständlich, dass sie einen eigenen Staat wollen. Als der Staat Israel gegründet wurde fand aber eine andere Art der Vertreibung statt, nähmlich die Vertreibung von hunderttausenden Palästinensern. Die gängige Argumentation ist, dass die Juden aber zuerst vertrieben wurden und damit Anspruch auf das Gebiet haben. Der Unterschied zwischen der Vertreibung der Juden und der Vertreibung der Palästinenser ist aber: die Vertreibung der Juden fand vor einigen tausenden Jahren statt und es waren ihre Vorfahren, die von den Babylonieren vertrieben wurden, kein Jude, der zum Zeitpunkt der Gründung des Staats Israel gelebt hat, ist einer der Juden die aus diesem Gebiet vertrieben wurden. Bei der Vertreibung der Palästinenser ist es aber so dass die Millionen Menschen die dort vertrieben wurden tatsächlich ihr ganzes bisheriges Leben dort verbracht haben und es ihre Heimat ist, aus der sie herausgerissen wurden. Eine bessere Lösung, als die Gründung des Staats Israel und der Vertreibung der ansässigen Palästinenser wäre, meiner Meinung nach, Juden und Palästinener einfach gemeinsam miteinander leben zu lassen, ohne die beiden Gruppen zu trennen. Man könnte den Juden dann verschiedene Vergünstigungen gewährleisten, beispielsweise, eine schnellere/effizientere und leichtere Einbürgerung und gegen jede Diskriminierung, Verfolgung und Ausgrenzung von Juden im Ausland strengstens vorgehen (was man gegen jede Art von Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierung tun sollte).

Nun kam es in der Realität aber so, dass den Juden Teile von Palästina zugestanden wurden und damit den Staat Israel bildeten. In Folge dessen kam es dazu, dass die Palästinener sich ihre Heimat zurückholen wollten was bei der Intifada mit Gewalt geschah. Dass die Palästinenser wieder zurück in ihre Heimat wollen ist verständlich, allerdings hätte dabei keine Gewalt stattfinden dürfen, sondern es hätte diplomatisch versucht werden müssen zu regeln. Heute besitzen die Palästinenser nur noch den Gazastreifen und ein paar kleine Siedlungen von ihrer Heimat, in der sie und ihre Eltern und Großeltern schon immer gelebt haben.

Ich möchte das ganze noch an einem Beispiel verdeutlichen. Stellt euch vor, ihr würdet seit eurer Geburt in einem Haus leben. Eines Tages würde ein Obdachloser zu euch kommen, der nachweisen kann das seine Urgroßeltern in diesem Haus gelebt haben. Aber ist das ein Grund euer Haus dem Obdachlosen zu schenken und selber auf der Straße lebt, obwohl ihr seit ihr denken könnt in diesem Haus gelent habt, während der Obdachlose noch nie in diesem Haus gelebt hat. Wäre es dann nicht am sinnvollsten ihr würdet ihm ein Zimmer in eurem Haus zur Verfügung stellen und mit ihm gemeinsam leben?

Das ganze ist meine Meinung und ich toleriere eure Meinungen also tut das bitte auch mit meiner. Bitte versteht auch den Unterschied zwischen Kritik an der Politik Israels und der anderen beteiligten Staaten, und Judenhass. Juden sind für mich genauso viel Wert wie Muslime, Christen und jede andere Glaubensgemeinschaft und Nationalität. Mensch ist Mensch!

Vielen Dank für die Informative und vor allem hilfreiche Antwort. Danke jetzt weiß ich vieles mehr über dieses Thema und kann beide seiten verstehen

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Das ist nicht ganz korrekt, Juden wurden nicht nur durch die Babylonier aus dem Gebiet vertrieben und kamen immer wieder zurück, auch lebten in dem Land ständig Juden, selbst unter der Arabischen Herrschaft!

Das andere was verkehrt ist, ist deine Vorstellung von der Vertreibung der Palästinenser! Die meisten Palästinenser die jetzt kein Zuhause mehr haben sind nicht vertrieben worden, sondern sind freiwillig gegangen!

Als Israel ausgerufen wurde, erklärten die umliegenden arabischen Staaten Israel den Krieg, eben diese Staaten ermutigten die Palästinenser das Gebiet zu verlassen und versprachen ihnen, sie könnten in spätestens einer Woche zurück wenn Israel besiegt ist, dies geschah nie! Vertrieben wurden nur die Palästinenser, die bleiben und die arabischen Staaten beim Kampf unterstützten und da ist die Vertreibung auch rechtens!

Ein nicht kleiner Teil der Palästinenser blieb in Israel und beteiligte sich nicht am Krieg, sie leben bis heute dort, haben die Israelische Staatsbürgerschaft und die gleichen Rechte wie jeder andere Israeli, gäbe es eine Vertreibung, von der du sprichst, gäbe es diese Israelischen Araber nicht! Lg

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Ich wollte nur noch ergänzen, dass mit der Kriegserklärung der arabischen Staaten zeitgleich in fast allen arabischen Ländern heftige Progrome stattfanden und Millionen von Juden aus diesen Ländern vertrieben wurden von heute auf Morgen, diese Menschen wurden wirklich vertrieben und keiner räumt ihnen den Anspruch ein zB nach Ägypten zurückzukehren, obwohl sie ihr Zuhause und ihren Besitz komplet vorloren und nicht freiwillig gingen! lg

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Hei, Fesinyo, ein kluger Mann (wer ist mir leider entfallen) hat dem Sinn nach gesagt: Es ist noch nicht Blut genug geflossen, um die Völker in Nahost zum Frieden zu bewegen....Aus heutiger Sicht bietet sich nur die Zwei-Staaten-Lösung an, je einen israelischen und einen palästinensischen Staat. Allerdings torpediert der unentwegte Siedlungsbau der Israelis diesen Plan mehr und mehr.

Denkbar wäre vielleicht auch ein Kondomion - ein ungeteilter säkularer Staat, in dem beide Bevölkerungsgruppen die gleichen Rechte genießen, so wie es auf Zypern vor der türkischen Invasion war. Allerdings bedarf dies sehr sehr viel guten Willens.

Wenn du ein bisschen nachdenkst, fällt dir vielleicht noch mehr ein. Viel Erfolg! Grüße!

Das würde ich so nicht sagen! Israel bot den Palästinensern schon sehr oft einen eigenen Staat an, auch die Siedlungen wurden geräumt, jedesmal schlugen die Palästinenser diese Vorschläge aus und beantworteten das mit Terror! Der Terror und Hass auf Israel sowie das Ausschlagen der Zweistaatenlösung wurde beretis vor dem Siedlungsbau von den Palästinensern praktiziert!

Was wirklich hinderlich ist und den Friedensprozess torpediert ist die Mangelnde bereitschaft der Palästinenser den Staat Israel anzuerkennen, und der Glaube mit genug Terror könnte man Israel zermürben! Wie soll man mit jemanden auf den grünen Zweig kommen, dessen oberste Doktrin ist, dich zu vernichten!?

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@Lazybear

Du sprichst von radikalen Gruppierungen wie der Hamas, da sollte man nicht verallgemeinern.

Die Hamas sind Palästinenser, aber nicht alle Palästinenser teilen die radikalen Ansichten der Hamas.

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Ich kann dir nur meine Meinung zur Inspiration mitteilen, aber deine Meinung kann ich dir natürlich nicht vorgeben!

Denk mal nach, was passiert, wenn Israel die Waffen niederlegt, in einer Woche wird es kein Israel mehr geben! Was passiert, wenn die Araber Israel anerkennen und sich vom Terrorismus lossagen und die Waffen ruhen lassen? Es gäbe Verhandlungen, Frieden und eine akzeptable Zweistaatenlösung sehr wahrscheinlich sogar mit Ostjerusalem als Hauptstadt für die Palästinenser!

Meine Meinung ist also, die Araber sind eindeutig die Agressoren, mit denen ein Frieden derzeit nicht geschlossen werden kann und Israel verteidigt sich in diesem Konflikt! Lg

Danke lazybear für Ihre hilfreiche Antwort!. Ja das stimmt eine Zweistaatenlösung wäre für beide Bevölkerungsgruppen sehr vorteilhaft.

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Gerne, schau mal bitte nach meinem Kommentar bei der Antwort von DavidMT

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